Schloss Groß Plasten: Hotel wird Klinik  

| Hotellerie Hotellerie

Christie & Co hat das historische Schlosshotel Plasten in Mecklenburg-Vorpommern nahe Waren an der Müritz vermittel. Der neue Eigentümer möchte das Objekt voraussichtlich als medizinische Einrichtung betreiben. Gleiches Schicksal wurde kürzlich vom Bayrischen Haus in Potsdam bekannt. (Tageskarte berichtete)

Das Hotel „Schloss Groß Plasten“ umfasst das erstmalig 1790 erwähnte Schloss, ein Kutscherhaus, ein Wohnhaus, eine Garage sowie ein Lagerhaus. Nachdem das Schloss mit Ende des 2. Weltkrieges als Lazarett, Soldatenunterkunft und Flüchtlingsheim genutzt wurde, war es bis in die 1990er Jahre eine landschaftliche Bildungsstätte. Seit 1995 wurde das Schloss als Hotel mit 25 individuell eingerichteten Zimmern betrieben. 2003 wurde das historische Schloss renoviert und um das Kutscherhaus mit 29 im spanischen Landhausstil gehaltene Zimmern und den Wellnessbereich erweitert. Das großzügige Seegrundstück, ist etwas über 4,2ha groß und liegt direkt am Ufer des Klein Plastener See. Neben einer weitläufigen Parkanlage mit Kräutergarten befindet sich auf dem Anwesen ein großer Spa-Bereich, 2 F&B-Outlets und 2 Veranstaltungsräume, die das prunkvolle Wesen des Schlosses widerspiegeln.
 
Das Objekt wurde im Rahmen eines strukturierten Verkaufsprozesses veräußert und wird vermutlich vom neuen Eigentümer als medizinische Einrichtung betrieben werden.  „Bereits im Vorfeld der Transaktion konnten wir uns einen Käufer aus einer anderen Branche gut für das Objekt vorstellen. Die exklusive Lage und die vorhandene Bebauungsstruktur lassen auch zahlreiche alternative Nutzungsmöglichkeiten der Immobilie zu. Insbesondere aufgrund der derzeitigen Marktbedingungen erscheinen eine gewerbliche Nutzung als Pflegeeinrichtung, Seniorenwohnheim, Reha-Zentrum oder Wellness-Zentrum sehr vielversprechend. Dass wir letztendlich tatsächlich einen Investor aus der Gesundheitsbranche gefunden haben, zeigt das Potenzial einer Umnutzung dieser und weiterer Hotelimmobilien und die veränderte Nachfragestruktur am Markt.“, erklärt Philipp Wolter, Senior Consultant bei Christie & Co. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wie wandelt sich die Hotellerie digital? Ein neuer Bericht des Tourismusinstitut der HES-SO Valais-Wallis analysiert die Entwicklung von fast 400 Hotels zwischen 2000 und 2025 im Schweizer Kanton. Die Daten liefern allen Tourismusakteuren wertvolle Erkenntnisse für den Sprung von der reinen Online-Präsenz zur qualitativen Optimierung.

Hotel-Pionier Ian Schrager und Highgate bündeln ihre Kräfte für die weltweite Expansion der Marke Public. Der frisch mit dem SevenRooms Icon Award ausgezeichnete Visionär behält die kreative Leitung, während Highgate den Betrieb übernimmt, um das Konzept „Luxus für alle“ global zu skalieren.

Das Parkhotel Quellenhof in Aachen schließt eine weitere Etappe seiner Revitalisierung ab. Mit Investitionen von knapp zwei Millionen Euro wurden 98 Zimmer modernisiert und die Technik des Grand Hotels auf den neuesten Stand gebracht. Damit steigen die Gesamtinvestitionen seit 2020 auf über zehn Millionen Euro.

Mehrere Medien berichten übereinstimmend über den Verkauf des Hotel Excelsior in der Münchner Innenstadt. Die Hoteliersfamilie Geisel veräußert das traditionsreiche Vier-Sterne-Haus nach 88 Jahren im Familienbesitz an den US-Investor Blackrock Real Estate.

Umfassender Umbau in Sulden: Das Hotel Die Post am Ortler präsentiert sich nach einjähriger Bauzeit mit neuem Design, erweiterten Luxussuiten und einer 4.200 Quadratmeter großen Wellnesslandschaft direkt am Fuße von Südtirols höchstem Gipfel.

Das Wiener Palais Coburg erfindet sich neu: Bis Sommer 2026 wandelt sich das Luxushotel in ein exklusives privates Gästehaus mit nur 36 Suiten. Während die Renovierung läuft, bleiben die Sternegastronomie und das berühmte Weinarchiv weiterhin für Gäste geöffnet.

Der Schweizer Hotelinvestmentmarkt erreicht mit 428 Millionen Euro ein Rekordniveau. Eine aktuelle Analyse von Christie & Co zeigt, wie Luxus-Transaktionen und die Rückkehr institutioneller Investoren den Standort Schweiz als stabilen Hafen für Kapital festigen, während die Alpenregion bei den Zimmerpreisen neue Höchstwerte erzielt.

Swissôtel expandiert nach Tschechien und eröffnet ein neues Hotel im UNESCO-Weltkulturerbe Marienbad. Das Haus kombiniert historische Architektur mit modernen Wellness-Konzepten und richtet sich sowohl an Urlauber als auch an Geschäftsreisende.

Falkensteiner übernimmt ab Februar das Management des Arbatax Park Resort auf Sardinien. Mit einem Investitionsvolumen von 30 Millionen Euro und einem langfristigen Pachtvertrag plant die Gruppe eine umfassende Modernisierung sowie die Etablierung eines neuen Club- und Boutique-Hotel-Konzepts.

Das Münchner Luxushotel Bayerischer Hof hat die umfassende Modernisierung seiner Lobby abgeschlossen. In einer sechsmonatigen Bauphase von Juni bis Dezember 2025 wurde der zentrale Empfangsbereich für insgesamt vier Millionen Euro umgestaltet.