Schloss Oppurg testet Hotel-Betrieb mit ukrainischen Flüchtlingen

| Hotellerie Hotellerie

Eigentlich soll das Schlosshotel Oppurg im Saale-Orla-Kreis erst nächstes Jahr für den Hotelbetrieb öffnen, doch schon jetzt leben 120 Menschen unter dem feudalen Dach. Die Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine haben hier ein vorübergehendes Zuhause gefunden und die Hotelbelegschaft testet den Hotel-Betrieb.

Wie der MDR berichtet, lebten die Flüchtlinge zuletzt in der örtlichen Turnhalle in Zelten Bett an Bett. Doch weil die provisorische Erstaufnahme geschlossen werden musste, wandte sich das Landratsamt an Hotelbesitzer Marcus Kemmer.

Mittlerweile leben 120 Menschen aus der Ukraine im Schloss, doch Luxus gibt es hier keinen. Stattdessen einfache Möbel und Doppelstockbetten. Allerdings hat nun jede Familie ihr eigenes Zimmer mit Bad.

Schlossbesitzer Marcus Kemmer will sein Hotel im nächsten Frühjahr eröffnen. Bis dahin testet das Hotel den Betrieb mit den ukrainischen Gästen.

„Wir arbeiten quasi im Hotel-Testbetrieb unter fast realen Bedingungen und konnten gleichzeitig dem Landratsamt helfen“, erklärt Kemmer gegenüber dem MDR. Vorwürfe, dass er sich eine „goldene Nase“ verdiene, weist der Schlossbesitzer von sich. „Hier wird niemand über Nacht reich! Es gibt einen Standardsatz für Möbel, die wir neu gekauft haben, und Geld für die Verpflegung der Menschen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

CityHub plant ein Hotel mit 139 Einheiten am Leipziger Platz in Berlin. Für den Standort sollen rund 2.100 Quadratmeter bestehende Einzelhandelsfläche umgebaut werden.

Eine aktuelle Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt, dass Europas Reisende bei Unterkünften vor allem auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und Sicherheit achten, während bekannte Marken an Bedeutung verlieren.

Der traditionsreiche Vitznauerhof am Vierwaldstättersee öffnet im 125. Jubiläumsjahr erstmals auch im Winter seine Türen und bietet ein neues Programm aus Kulinarik, Kultur und Wellness.

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.

Vom ehemaligen Bürogebäude in Berlin bis zum Neubau auf Sylt: Limehome setzt bei seiner Expansion auf unterschiedliche Immobilientypen. Bis 2030 will das Unternehmen 25.000 Einheiten unter Vertrag haben.

IHG Hotels & Resorts plant ein neues Vignette-Collection-Hotel im Zentrum von Madrid. Das San Bernardo soll im März 2028 mit 67 Zimmern eröffnen und das spanische Luxus-Portfolio des Konzerns auf 21 Häuser erweitern.

Die österreichische Hotelgruppe Cooee alpin erweitert ihr Portfolio von drei auf fünf Hotels. In Kaprun läuft der Umbau eines bestehenden Hauses, zugleich entsteht in Bad Goisern bis Dezember 2027 ein Neubau mit 78 Zimmern.

Das familiengeführte Flemings Mayfair Hotel in London feiert sein 175-jähriges Jubiläum. Das im Jahr 1851 von Robert Fleming errichtete Anwesen gehört zu den ältesten unabhängigen Hotels der britischen Metropole.