Schwimmendes Hotel in Cardiff geplant

| Hotellerie Hotellerie

Cardiff in Wales bekommt ein schwimmendes Hotel: Die Unternehmen Meyer Floating Solutions Ltd und Morfield Floating Hotels Ltd haben Pläne für ein neuartiges Hotelprojekt vorgestellt, das direkt auf dem Wasser in der Cardiff Bay entstehen soll. Das 120-Zimmer-Hotel wird zudem nicht auf herkömmlichem Wege gebaut – es entsteht vollständig im Werk, wird dort vorinstalliert und anschließend per Schiff an seinen zukünftigen Liegeplatz im Roath Basin gebracht.

Durch die vorgefertigte Modulbauweise wird die übliche Großbaustelle an Land vermieden. Laut Projektentwickler werden dadurch sowohl der Baustellenlärm als auch die Belastung für Anwohner und Umwelt deutlich reduziert. Das Hotel wird nach der Anlieferung nur noch installiert.

Die Architektur, entwickelt in Zusammenarbeit mit Spicer Architects Ltd, verbindet regionale Charakterzüge mit modernem Design. So soll eine Unterkunft entstehen, die sowohl Geschäftsreisende als auch Touristen anzieht und gleichzeitig die Entwicklung der Cardiff Bay vorantreibt.

Derzeit befindet sich das Projekt im Planungs- und Konsultationsprozess. Gemeinsam mit dem Stadtrat von Cardiff, dem Hafenbetreiber Associated British Ports und weiteren Beteiligten wird an der Feinabstimmung gearbeitet. 2025 sollen die Genehmigungen finalisiert werden. Der eigentliche Bau startet dann 2026, die Eröffnung ist für 2027 vorgesehen.

Kaj Casén, CEO von MEYER Floating Solutions Ltd, erklärt: „Unsere Vision ist es, ein Wahrzeichen zu schaffen, das Cardiffs Wasserlage aufwertet und gleichzeitig zeigt, was moderne schwimmende Architektur leisten kann. Dieses Hotel ist mehr als nur ein Ort zum Übernachten – es ist ein Erlebnis, das den Geist der Stadt widerspiegelt.“

John Moore, Chefstratege bei Morfield Floating Hotels Ltd, ergänzt: „Durch die enge Zusammenarbeit mit Stadt, Hafen und Anwohnern wollen wir ein wirklich einzigartiges Gästeerlebnis schaffen. Gleichzeitig sehen wir in dem Projekt Chancen für Hotelmarken, die Teil von Cardiffs nächstem Kapitel sein möchten.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Am Ortsrand von Kopfing im Dreiländereck Österreich, Deutschland und Tschechien ist die Waldentdeckerwelt eröffnet worden. Teil des erweiterten Angebots ist ein Baumhotel mit 21 Baumhäusern. Die Anlage befindet sich im Sauwald und ergänzt den bestehenden Naturerlebnispark.

Die Hotelkooperation Akzent Hotels setzt künftig auf digitale Kundenbindung und Sprach-KI, um die Buchungsprozesse zu optimieren und das Personal zu entlasten. Zudem begrüßt der Verband mit dem Akzent Hotel Bavaria in Oldenburg ein neues Mitglied in seinen Reihen.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen deutlichen Rückgang. Trotz steigender Betreiberinsolvenzen und hoher Betriebskosten bleibt das Interesse institutioneller Investoren aufgrund geringer Neubauaktivitäten laut Savills aber stabil.

Das Frankfurter Hotel The Florentin stellt seinen neuen, 1.000 Quadratmeter großen Wellnessbereich vor. Das Angebot umfasst neben einem Innenpool und Fitnessbereichen auch spezielle Mitgliedschaften für die Gäste.

BWH Hotels Central Europe hat im Jahr 2025 insgesamt 18 neue Hotels in ihre Gruppe aufgenommen und damit das Ergebnis des Vorjahres um 38 Prozent gesteigert. Für das laufende Jahr strebt BWH ein Wachstum in einer vergleichbaren Größenordnung an.

Das Sporthotel Zoll in Sterzing eröffnet nach Umbau im Juni 2026 neu. Laut Unternehmensangaben liegt der Fokus künftig auf strukturierten Sport- und Trainingsprogrammen. Das Haus hat ein Performance- und Recovery-Center mit 700 Quadratmetern Fläche eingerichtet.

Die TUI Group eröffnet im Mai 2026 mit dem TUI Blue Paro Taktsang ihr erstes Hotel in Bhutan. Das Projekt ist Teil einer Expansionsstrategie, die mehr als 30 neue Hotelvorhaben in Asien umfasst.

Das europäische Hoteltransaktionsvolumen verzeichnet für 2025 ein moderates Wachstum auf 23,6 Milliarden Euro. Während der deutsche Markt mit steigenden Kosten und Pächterinsolvenzen kämpft, gewinnen partnerschaftliche Investmentmodelle und das Luxussegment international an Bedeutung.

Petra Hedorfer hat im Podcast „Zukunft Hotel“ die Aufgaben der Deutschen Zentrale für Tourismus und die Bedeutung internationaler Gäste für Deutschland erläutert. Dabei nannte sie Kennzahlen zu Übernachtungen, Herkunftsmärkten und aktuellen Entwicklungen im Inbound-Tourismus.

Das ehemalige Mercure Hotel am Bielefelder Johannisberg firmiert seit März 2026 als Sunday Hotel unter der Leitung der Prism Group. Während das Personal übernommen wird, plant der Eigentümer Aroundtown Investitionen in die Modernisierung des Hauses.