Seegut in Bad Wiessee: Marriott bringt Marke The Luxury Collection an den Tegernsee

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für den Betrieb des Hotelprojekts Seegut am Tegernsee in Bad Wiessee unterzeichnet. Das Resort soll künftig unter der Marke The Luxury Collection geführt werden. Die Eröffnung ist laut Mitteilung für das Jahr 2029 vorgesehen.

Das Hotelprojekt entsteht bereits seit dem ersten Spatenstich im November 2024 am Ufer des Tegernsees. Wie damals mitgeteilt wurde, umfasst das Vorhaben ein Investitionsvolumen von rund 200 Millionen Euro. Hinter dem Projekt stehen den damaligen Angaben zufolge die Unternehmer Andreas und Thomas Strüngmann.

Hotelprojekt mit 25 Gebäuden entsteht seit 2024 in Bad Wiessee

Nach Angaben von Marriott International soll das Resort aus 25 Einzelgebäuden bestehen und sich auf einem Grundstück direkt am See verteilen. Die Architektur orientiere sich an regionalen Bautraditionen des Tegernseer Tals.

Bereits 2024 war zum Baustart mitgeteilt worden, dass die Gebäude überwiegend in Holzbauweise errichtet werden sollen. Die Fertigstellung wurde damals für 2028 angekündigt. Marriott nennt nun eine geplante Eröffnung unter der Marke The Luxury Collection im Jahr 2029.

Laut aktueller Mitteilung sind insgesamt 119 Zimmer, Suiten, Apartments und Villen vorgesehen. Zum geplanten Angebot gehören zudem gastronomische Einrichtungen, Veranstaltungsflächen sowie ein Spa- und Wellnessbereich.

Spa mit 3.500 Quadratmetern und mehrere Gastronomiekonzepte geplant

Nach Unternehmensangaben soll das Resort über ein 3.500 Quadratmeter großes Spa mit 19 Behandlungsräumen, Innen- und Außenpools, Fitnessbereich, Kinderclub und Yoga-Pavillon verfügen.

Geplant seien außerdem mehrere gastronomische Konzepte, darunter ein bayerisches Wirtshaus sowie eine Kunstscheune für Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen. Marriott International zufolge sollen Gastronomie, Biergarten und Veranstaltungsflächen auch von örtlichen Vereinen und der Bevölkerung genutzt werden können.

Tim Zeichhardt, Vice President Development – Germany, Austria & Switzerland bei Marriott International, erklärte laut Mitteilung: „Mit seiner außergewöhnlichen Naturkulisse, der ausgeprägten Wellness-Tradition und der starken regionalen Identität steht der Tegernsee exemplarisch für jene Destinationen, die den Charakter von The Luxury Collection ausmachen.“

Nachhaltige Energieversorgung mit Seewasser und Photovoltaik vorgesehen

Bereits zum Baustart 2024 hatte die Seegut am Tegernsee Holding angekündigt, für die Energieversorgung eine thermische Seewassernutzung einzusetzen. Ergänzend seien großflächige Photovoltaikanlagen vorgesehen.

Eric Heppt, Geschäftsführer der Seegut am Tegernsee Holding, sagte damals: „Mit unserem Energiekonzept sind wir vorbildlich und einzigartig. Wir reduzieren CO2, wo immer es geht. Der Strom wird durch großflächige Photovoltaik erzeugt.“

Wie die Süddeutsche Zeitung 2024 berichtete, handelt es sich beim Seegut um eines der derzeit größten Hotel- und Tourismusprojekte in Deutschland.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Meininger Hotels plant für das zweite Quartal 2029 die Eröffnung eines zweiten Standorts am Kölner Barbarossaplatz. Durch die Umnutzung eines Bürogebäudes entstehen 305 Zimmer und rund 1.100 Betten für unterschiedliche Gästegruppen.

Hyatt und Coporgest haben Verträge für das neue Park Hyatt Comporta unterzeichnet, das 2029 in Portugal eröffnen soll. Die Anlage umfasst 58 Zimmer, mehrere Villen und Serviced Residenzen nahe Lissabon.

Der Unternehmer und Hoteleigentümer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Neben seinem Engagement bei Kühne+Nagel, Hapag-Lloyd und Lufthansa stand er mit seiner Frau Christine hinter den Hotels The Fontenay in Hamburg und Castell Son Claret auf Mallorca.

Die Villa Florhof in Zürich ist nach zweieinhalbjähriger Bauzeit als erstes Lalique Boutique Hotel neu eröffnet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 15. Jahrhundert bietet 13 Zimmer, Gastronomieflächen und historische Ausstattungsmerkmale.

Die Privathotels Dr. Lohbeck verzeichnen im ersten Halbjahr 2026 einen Nettoumsatz von 54 Millionen Euro.Treiber des Wachstums sind Inlandsreisen in Deutschland und Österreich sowie eine Gesamtauslastung von 60 Prozent.

Der GaultMillau prämiert das Appenzeller Huus in Gonten als Hotel des Jahres 2027. Neben einer ausgezeichneten Gastronomie unter Michael Gollenz umfasst der Hotelkomplex umfangreiche Weinkeller und einen spezialisierten Wellnessbereich.

Der Tourismus in Hamburg hat im ersten Halbjahr geringfügig zugelegt. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 0,5 Prozent auf 7,76 Millionen. Wachstumstreiber ist der deutsche Markt.

Die DQuadrat Living GmbH übernimmt das Intercity Hotel am Hauptbahnhof Bonn und führt den Betrieb als Mercure Hotel Bonn City Center weiter. Das bestehende Personal wird übernommen, zudem sind schrittweise Renovierungsarbeiten geplant.

Auf Mallorca eröffnet 2026 The Völkers House von Christian und Ninon Völkers. Das 28 Hektar große Country Estate umfasst 15 Suiten, ein Restaurant, einen Spa sowie ein Equestrian Centre mit Poloplatz.

Das Schlosshotel Berlin führt ein neues Long-Stay-Konzept ein und erweitert sein Angebot hierfür um 15 sogenannte "Schloss Residences". Das Modell kombiniert klassische Übernachtungen mit flexibel buchbaren Servicedienstleistungen.