Senioren-Casting im Seehotel Niedernberg

| Hotellerie Hotellerie

Unter dem Motto „Senioren an die Front – man lernt nie aus!“ hatte das Dorf am See – Seehotel Niedernberg ein Casting initiiert, um ältere Menschen, die noch keine Lust aufs Nichtstun haben, für einen Job in Teilzeit zu gewinnen. Die ungewöhnliche Aktion war offenbar ein voller Erfolg, wie das Unternehmen nun mitteilte: Mehr als 20 Bewerbungen gingen bisher ein, elf Herren und Damen stellten sich beim Casting vor und vier weitere sind zu einem separaten Termin eingeladen. 

„Bereits jetzt haben drei der Kandidaten einen Vertrag auf 450-Euro-Basis in der Tasche und starten ab Juni bei uns im Housekeeping“, freut sich Karina Kull, Direktorin im Dorf am See. „Darüber hinaus werden wir einen ‚Schnuppertag’ veranstalten, an dem sich bisher neun Pensionäre verschiedene Tätigkeitsbereiche anschauen und ‚testweise’ arbeiten möchten.“ 


[Keine Nachricht mehr verpassen: Jetzt Tageskarte auf LinkedIn, XINGoder Facebook folgen.]


Karina Kulls Resümee ist eindeutig: „Wir sind absolut überwältigt von der großen Resonanz, begeistert von der Menge der Bewerbungen und begeistert von der Motivation der Senioren. Die Gespräche haben gezeigt, wie viel Energie und Lust aufs Aktivsein in den älteren Menschen steckt, dass sie noch Neues lernen und einfach ‚dabei sein’ möchten – das steckt richtig an. So vielen wie möglich möchten wir eine passende Tätigkeit hier im Dorf am See anbieten, denn es gibt genug zu tun.“

Den Arbeitsmarkt „von oben“ angreifen

„Lebenserfahrung, Zuverlässigkeit, Spaß am Arbeiten, im Umgang mit anderen Menschen und jungen Kollegen sind wertvolle Attribute, die leider oft ungenutzt bleiben“, findet Karina Kull. „In älteren Menschen steckt viel Potenzial, das wir gerne zum beiderseitigen Vorteil nutzen möchten.“ 

Schon seit geraumer Zeit beschäftigt das 106 Zimmer große Hotel bei Aschaffenburg ältere Mitarbeiter und integriert sie erfolgreich ins Arbeitsleben. Jetzt kommen weitere hinzu. Laut Unternehmen sei das Ganze eine Win-Win-Situation: Die Senioren verbessern ihre finanziellen Einkünfte und können sich den Wunsch nach einer sinnvollen Beschäftigung erfüllen – das Hotel kann viele offene Positionen mit erfahrenen und motivierten Menschen besetzen, die der erste Arbeitsmarkt im Moment nicht hergibt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.