Sharing isn’t caring

| Hotellerie Hotellerie

Das Wirtschaftsministerium wollte der Sharing-Economy auf den Grund gehen und hat dazu eine umfangreiche Studie (PDF) in Auftrag gegeben. In der vergangenen Woche wurden die Ergebnisse im Ministerium vorgestellt. Dabei schränkten die Verfasser aber sogleich die Aussagekraft ihrer Studie ein, wie Markus Luthe, Chef des Hotelverbandes (IHA), in seinem aktuellen Blog schreibt. So reiche zum Beispiel die Datenlage gar nicht, um eindeutige Schlussfolgerungen für Handlungsbedarfe zu ziehen. Auch der Wohnraumentzug auf Mikroebene sei nur zu vermuten, durch die vorliegenden Daten aber nicht zu belegen. 

Was die Studie tatsächlich belege, war laut Luthe etwas völlig anderes: Demnach sei es ein Märchen, dass eine neue Generation von Gästen Airbnb-Angebote bevorzuge, um authentischen Kontakt zu Laien-Gastgebern zu erhalten. Dies gaben schließlich nur zwölf Prozent der Airbnb-Nutzer an. Viel wichtiger sei hingegen der Preis, der laut Studie für 70 Prozent der Nutzer im Vordergrund stehe. Einen Beigeschmack erhalte die Studie zudem dadurch, dass sie ausschließlich auf von Airbnb zur Verfügung gestellte Daten zur Ableitung fast aller Erkenntnisse zurückgreife. Abschließend fordert Luthe eine allgemeine Pflicht zur Registrierung aller Angebote nicht nur von Airbnb, Booking.com & Co.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC bereitet laut Reuters ein Vorgehen gegen Booking Holdings wegen möglicherweise irreführender Hotelwerbung vor. Nach Angaben einer dieser Personen könnten die möglichen Strafen mehr als 500 Millionen Dollar betragen.

Die Motorworld Group plant am Hockenheimring eine neue Erlebnis- und Veranstaltungswelt. Das Projekt soll Motorsport, Handel, Werkstätten, Hotellerie, Gastronomie, Veranstaltungen und Dienstleistungen an dem Rennsportstandort miteinander verbinden.

Das Hotel The Hoxton, Amsterdam hat seine Räumlichkeiten an der Herengracht nach zehnjährigem Bestehen umfassend neugestaltet. Neben der Lotti’s Bar und dem Tagungsbereich wurden fünf individuelle Signature-Zimmer renoviert.

Premier Inn hat am Bodensee ein neues Hotel eröffnet. Der sechsgeschossige Neubau ist das 76. Hotel der Marke in Deutschland. Neben dem bereits bestehenden Standort in Lindau ist die Hotelgruppe damit nun auch in Konstanz vertreten.

Im August 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 58,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 1,1Prozent weniger als im August 2025.

Die Betreibergesellschaft des ehemaligen Hotels Reichshof in Norden, das heute Tides Boutique Hotel heißt, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Nach Angaben von des Insolvenzverwalters werde der Hotel- und Gastronomiebetrieb uneingeschränkt fortgeführt.