SiteMinder-Studie: Inlandsmarkt sorgt für stabilere Buchungslage in Deutschland

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Der deutsche Hotelmarkt verzeichnet eine zunehmende Stabilisierung durch inländische Reisende. Laut dem aktuellen „Hotel Booking Trends Report“ von SiteMinder stützen sinkende Stornoquoten und eine gleichmäßigere Verteilung der Buchungen über das Jahr hinweg die Planungssicherheit für Beherbergungsbetriebe. Die Analyse basiert auf Daten von mehr als 130 Millionen Hotelbuchungen.

Bedeutung der inländischen Gäste nimmt zu

Im Jahr 2025 machten inländische Gäste 68,33 Prozent aller Hotelbuchungen in Deutschland aus. Damit setzte sich der Aufwärtstrend der vergangenen Jahre fort, nachdem der Anteil 2024 noch bei 64,66 Prozent und 2023 bei 60 Prozent gelegen hatte. Im europäischen Vergleich belegt Deutschland bei der Inlandsnachfrage den zweiten Platz hinter dem Vereinigten Königreich. 

Sinkende Stornoquoten und Trend zum Kurzaufenthalt

Ein wesentliches Merkmal des aktuellen Buchungsverhaltens ist die rückläufige Stornoquote. Diese sank im Vergleich zum Vorjahr von 17,76 Prozent auf 16,56 Prozent und liegt damit unter dem globalen Durchschnitt von 19,79 Prozent. Ein Großteil der Buchungen entfiel mit 78,11 Prozent auf Kurzaufenthalte von einer Übernachtung. Dieser Wert liegt fünf Prozentpunkte über dem weltweiten Mittelwert. 

Stabile Durchschnittsraten mit saisonalen Verschiebungen

Die durchschnittliche Tagesrate (ADR) in deutschen Hotels blieb mit 160 Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil. Als umsatzstärkster Monat erwies sich der September mit einem durchschnittlichen Zimmerpreis von 179 Euro. Der Januar blieb mit 137 Euro der günstigste Monat für Hotelübernachtungen.

James Bishop, Stellvertretender Vorsitzender für strategische Partnerschaften bei SiteMinder, sieht in der Kombination aus weniger Stornierungen und stabilen Preisen ein wachsendes Vertrauen der lokalen Reisenden. Laut Bishop eröffne die starke Nachfrage vor Ort den Hotels Möglichkeiten für eine nachfrageorientierte Preisgestaltung und gezielte lokale Angebote, um den Umsatz pro Gast zu maximieren.

Geringere Saisonalität entlastet Sommermonate

Die Auswertung zeigt zudem eine Veränderung der Saisonalität. Während Juli und August mit Anteilen von 9,50 Prozent beziehungsweise 9,49 Prozent die buchungsstärksten Monate blieben, verlagerten sich die Buchungen verstärkt in die Nebenmonate. Der Anteil des Mai stieg auf 8,88 Prozent, der September erreichte 9,45 Prozent und der Oktober 9,51 Prozent. 


 

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