Stiftung Warentest untersucht Nachhaltigkeitssiegel für Hotels

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Nachhaltigkeitssiegel gibt es in der Hotellerie wie Sand am Meer. Die Stiftung Warentest hat sechs Umweltzeichen für Hotels unter die Lupe genommen. Drei der geprüften Öko-Siegel haben demnach eine hohe Aussagekraft.

Stiftung Warentest hat sich mit Labels von Reiseanbietern und -portalen, die von Dritten vergeben werden beschäftigt, Siegel für Business- und Tagungshotels wurden nicht durchleuchtet.

Drei der geprüften Öko-Siegel haben eine hohe Aussagekraft, heißt es in der Zeitschrift „Stiftung Warentest“ (Ausgabe 05/2025):

Die aussagekräftigen Siegel

Das Label „Bio Hotels“ wird überwiegend von Hotels in Deutschland und Österreich getragen. Zwar wurde es insgesamt bisher erst 45-mal verliehen, aber da steckt auch mehr dahinter als nur der Ressourcen- und Energieverbrauch des Hotels. Denn selbst die Lebensmittel und Kosmetika müssen alle bio sein in diesen Unterkünften. Geprüft wird das Ganze von unabhängigen Zertifizierern.

Häufiger trifft man bei der Hotelsuche auf das Siegel „Greensign Hotel“, berichtet die Stiftung Warentest. Allein in Deutschland seien 741 Unterkünfte damit ausgezeichnet. Neben ökologischen Kriterien, wie etwa dem Energie- und Wasserverbrauch, werden auch soziale Kriterien in die Wertung eingebracht, wodurch ein umfassendes Bild des Hotels betrachtet wird.

Das dritte von den Testern als aussagekräftig gewertete Siegel ist „Green Key“. Im Vergleich zu den anderen beiden ist es deutlich internationaler und deckt dem Bericht zufolge rund 4.900 Hotels ab. Die Hotels müssen zwar nur die Hälfte der Checkliste von den Vor-Ort-Prüfern erfüllen, dafür sind einige wichtige Punkte aber auch verpflichtend. Dadurch geht das Siegel auch nur an tatsächlich nachhaltige Unterkünfte, so die Stiftung Warentest.

Green Key und GreenSign Hotel stellen noch umfangreichere Anforderungen als Bio Hotels, auch zu Arbeitsbedingungen wie etwa Gesundheitsschutz. Sie schreiben unter anderem konkrete Maßnahmen vor, um Energie, Wasser, Plastikmüll und Chemikalien zu sparen. Ökostrom oder bio-zertifizierte Lebensmittel sind jedoch nicht Pflicht – anders als bei Bio Hotels. Alle drei Siegelgeber schicken regelmäßig geschulte Prüfer vorbei, um sicherzustellen, dass die Hotels die Vorgaben einhalten.

Das Anforderungsniveau von Dehoga Umweltcheck und Viabono ist dagegen laut Warentest, nur ausreichend. Beide setzen den Fokus auf die jährlichen Verbrauchswerte eines Hotels, wie Strom und Wasser. Diese müssen unter bestimmten Vergleichswerten liegen – wie hoch diese Werte sind, Teilten Dehoga und Viabono den Testern nicht mit. Weitere Umwelt-Kriterien, etwa zu Lebensmitteln, seien zudem kaum vorhanden. Statt Vor-Ort-Prüfungen erfolgt die Kontrolle digital mithilfe einer Software. Laut Dehoga wird der Umweltcheck derzeit allerdings überabeitet...

Worauf bei dem Test Wert gelegt wurde

Bei dem Test hat die Stiftung Warentest nach eigenen Angaben darauf geachtet, dass die Untersuchungen der einzelnen Siegelgeber systematisch und gewissenhaft durchgeführt wurden. 

Dazu zählen unter anderem klare Regeln zur Erstzertifizierung, Vor-Ort-Besuche, aber auch, dass alle Hotels gleich überprüft wurden. Deshalb haben sich die Tester pro Siegel zwei zufällig gewählte Hotelprüfungen angeschaut.

Bei den drei Öko-Siegeln, denen die Stiftung Warentest nur eine niedrige Aussagekraft zusprach, gab es wenig bis gar keine Vor-Ort-Kontrollen. Auch soziale Kriterien - zum Beispiel zu den Arbeitsbedingungen des Personals - gab es hier nicht. Anders als bei den drei aussagekräftigen Siegeln.


 

 

 

 

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