Strandhotel Kurhaus Juist stellt Insolvenzantrag

| Hotellerie Hotellerie

Strandhotels Kurhaus Juist ist in die Insolvenz gerutscht. Das Amtsgericht Aurich hat einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Gemeinsam mit seinem Team verschafft sich Sanierungsexperte Kaufmann derzeit einen ersten Überblick über die finanzielle Situation. Der erfahrene Fachanwalt betont: „Der Geschäftsbetrieb geht weiter. Das Hotel ist wie gewohnt geöffnet.“

Grund für die Antragstellung sind Liquiditätsschwierigkeiten. Zuletzt war der Betrieb nicht mehr kostendeckend möglich, so der Insolvenzverwalter. Ziel des Verfahrens ist es nun, die finanzielle Situation zu analysieren und darauf aufbauend die zukunftsfähige Ausrichtung des Hotelbetriebes zu prüfen. Dazu erarbeiten Kaufmann und sein Team zusammen mit den Verantwortlichen ein Sanierungskonzept. Schnellstmöglich wird Kaufmann auch eine Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege leiten. Das sogenannte Insolvenzgeld sichert die Gehälter der Beschäftigten für die Dauer von drei Monaten. Derzeit beschäftigt der Betrieb rund 45 Mitarbeiter, zur Saison rund 65.

„Wir haben die Mitarbeiter bereits über den aktuellen Stand informiert. Außerdem führen wir derzeit Gespräche mit wichtigen Geschäftspartnern. Alle Beteiligten sind bemüht, eine Zukunftsperspektive für das Strandhotel zu erarbeiten. Das Hotel und das Restaurant sind deutschlandweit sehr bekannt und beliebt“, resümiert Kaufmann.

Im Historischen Kurhaus in der Strandpromenade 1 auf Juist betreibt die Gesellschaft seit vielen Jahren einen Hotel- und Gastronomiebetrieb inklusive Wellnessbereich und Thalasso-Anwendungen. Außerdem werden im bekannten Kurhaus Apartments längerfristig vermietet. Das Hotel befindet sich in einzigartiger Lage direkt am Strand an der Nordsee. Die Architektur spiegelt einen spektakulären Bau im Stil der Grand-Hotels des 19. Jahrhunderts wider.

Die Geschichte des Strandhotels Kurhaus Juist beginnt mit dem Bau im Jahr 1898 durch den Architekten Johann Hermann Schatteburg und reicht bis zur Sanierung im Jahr 2023 durch die Kanne Group Investment AG und die AME Beteiligungs- und Beratungs GmbH.

Herzstück des Hotels ist das Restaurant Weißer Saal, in dem in elegantem Ambiente gespeist wird. Der Weiße Saal dient nicht nur als kulinarischer Treffpunkt, sondern auch als Location für Veranstaltungen, von stilvollen Hochzeiten bis hin zu geschäftlichen Anlässen.

Das 80-Zimmer-Hotel feierte im Jahr 2023 sein 125-jähriges Bestehen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Grand Metropolitan Hotels will das gemeinsame Joint Venture mit dem Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin (VZB) beenden. Gleichzeitig berichten Medien über weitreichende Maßnahmen eines Amsterdamer Gerichts im laufenden Streit zwischen beiden Gesellschaftern.

Für das insolvente Traditionshotel Bösehof in Bad Bederkesa zeichnet sich eine Lösung ab. Ein Ehepaar aus der Region soll das Haus übernehmen, während die Gläubiger noch im Juli über den Insolvenzplan entscheiden.

Der Convenience-Großhändler MCS hat im Highway Hotel Herbolzheim seinen ersten autonomen 24-Stunden-Shop eröffnet. Mit dem Standort erweitert das Unternehmen sein Konzept erstmals auf die Hotellerie.

Eine professionell gestaltete E-Mail zu einem angeblichen Bettwanzenbefall hat in einem Hotelunternehmen zunächst einen glaubwürdigen Eindruck hinterlassen. Erst ein nicht existierendes Zimmer entlarvte den Vorgang als Phishing-Versuch.

Die Accor-Gruppe erweitert im Jahr 2026 ihr weltweites Hotelportfolio um zahlreiche neue Standorte und Luxusprojekte. Der Fokus liegt dabei auf einer globalen Expansion in unterschiedlichen Marktsegmenten.

Eine Branchenstudie von XPORT hat knapp 20.000 deutsche Hotel-Websites automatisiert auf Barrierefreiheit untersucht. Nach Angaben des Unternehmens weisen mehr als 85 Prozent der analysierten Seiten erkennbare Verstöße gegen WCAG-Richtlinien auf.

Smartments wird zwei Serviced-Apartmenthäuser in Berlin und Bielefeld für M&G Real Estate betreiben. Mit den langfristigen Mietverträgen wächst das Portfolio des Unternehmens auf 16 Standorte mit 2.389 Apartments.

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.