Tausende Marriott-Mitarbeiter in acht amerikanischen Städten streiken

| Hotellerie Hotellerie

Tausende Angestellte der Hotelgruppe Marriott sind in acht US-amerikanischen Städten in den Ausstand getreten. Die rund 7.700 Streikenden geben an, dass sie erst wieder arbeiten werden, bis neue Verträge mit Marriott geschlossen sind.

Bestreikt werden Hotels in Boston, Detroit, Oakland, San Diego, San Francisco und San Jose sowie in zwei Städten auf Hawaii Streikposten. Die Angestellten fordern die Arbeiter höhere Löhne, Regeln, die sie vor sexueller Belästigung schützen und Schutz vor Technologie.

Neben anderen Forderungen, die auf eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen abzielen, fordern sie das Unternehmen auf, die Hotelangestellten mit „Panikknöpfen“ auszustatten, falls Gäste bedrohlich oder gewalttätig werden.

„Marriott ist das reichste und profitabelste Hotelunternehmen der Welt, und durch die Aufnahme in diesen historischen Hotelarbeiterstreik werden die Gewerkschaftsmitglieder von Unite Here das Leben aller Beschäftigten in unserer Branche verändern“, sagte D. Taylor, internationaler Präsident der Gewerkschaft, in einer Erklärung.

Marriott erwiderte, dass das Unternehmen enttäuscht sei, dass die Gewerkschaft einen Streik ausgerufen habe, versicherte aber, dass seine Hotels geöffnet bleiben. „Während wir die Rechte unserer Mitarbeiter respektieren, an dieser Arbeitsniederlegung teilzunehmen, werden wir auch jeden Mitarbeiter willkommen heißen, der sich dafür entscheidet, weiter zu arbeiten“, sagte ein Sprecher von Marriott per E-Mail an CBS.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Auf Booking Holdings entfielen 2025 insgesamt 70,5 Prozent der deutschen OTA-Buchungen. Die HOTREC-Distributionsstudie zeigt zudem Unterschiede zwischen Individual- und Kettenhotels sowie abweichende Stornoquoten der Vertriebskanäle.

Einer der größten Insolvenzfälle der europäischen Hotellerie steht vor dem Abschluss: Bis Anfang Oktober übernehmen fünf internationale Hotelgruppen sowie weitere Investoren 154 insolvente Hotels der Revo Hospitality Group und sichern damit den Großteil der Arbeitsplätze.

Eine aktuelle Studie von HOTREC zeigt eine anhaltend hohe Konzentration im europäischen Hotelvertrieb, bei der zwei Plattformkonzerne den Markt für Online-Reiseagenturen dominieren.

Steigende Zimmerpreise reichen bei einem erheblichen Teil der Hotelbetreiber nicht aus, um den wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe auszugleichen. Das zeigt der SELECT Hotel Operator Monitor 2026.

Das ehemalige Frauengefängnis in Berlin-Lichterfelde öffnet ab sofort seine Zellen als Boutique-Hotel für Übernachtungsgäste. Das Angebot umfasst individuell gestaltete Zimmer, Kunstausstellungen und gastronomische Bereiche.

Wenige Tage vor dem Oktoberfest sind viele Münchner Hotels noch nicht ausgebucht. Eine Tageskarte-Stichprobe bei Booking.com zeigt zudem 167 Unterkünfte, die am 15. September noch für die komplette Wiesn vom 19. September bis 4. Oktober durchgängig buchbar waren.

Das erst im Juni eröffnete Hotel Gołębiewski im polnischen Pobierowo hat im Juli und August 88.162 Übernachtungen registriert. Unter den ausländischen Gästen stellten Deutsche mit rund 1.300 Besuchern die größte Gruppe.

Wyndham erweitert Dolce Hotels & Resorts um die neue Marke Dolce Nova. Das Konzept sei von der italienischen Lebensart "il dolce far niente" inspiriert, dem „süßen Nichtstun“, und zielt auf eine bewusstere Art des Reisens ab.

Das Salzburger Hotel Goldener Hirsch hat sein mit einer Haube prämiertes Restaurant Herzl nach einem Umbau in vergrößerte Räumlichkeiten verlegt und bietet nun mehr Sitzplätze bei unveränderter Speisekarte.

Bob W hat seinen ersten österreichischen Standort mit 67 Studio-Apartments in Wien-Döbling eröffnet und setzt dabei auf lokale Partnerschaften und Nachhaltigkeit.