UBM Development eröffnet Andaz-Hotel in Prager Palais

| Hotellerie Hotellerie

Das von UBM Development entwickelte Andaz Prague will den Glanz der Monarchie in die Hauptstadt Tschechiens zurückholen. In zweieinhalb Jahren verwandelte der Immobilienentwickler ein neoklassizistisches, denkmalgeschütztes Palais in ein Hotel der Marke „Andaz“.

„Prag ist eine Stadt mit einer beeindruckenden Geschichte und Kultur und wir als Entwickler des Hotels sind sehr stolz darauf, dass wir diese schöne Geschichte der Mythen und Legenden durch das Design in unserem Hotel erzählen können“, betont Martina Maly-Gärtner, COO der UBM. 

Das von Hyatt betriebene Fünf-Sterne-Haus „Andaz Prague“ liegt im historischen Zentrum von Prag am Senovážné-Platz und bietet 152 Zimmer, 24 Suiten und fünf Konferenzräume, die vom in Madrid ansässigen Design Partnership BrimeRobbins gestalten wurden.

Den Gästen stehen statt einer herkömmlichen Lobby drei „Wohnzimmer“ zur Verfügung, die jeweils ein anderes Thema umsetzen: Eine Bibliothek, die Bezug auf die bekannte Kloster-Bibliothek Strahov nimmt. Ein weiteres Zimmer spielt mit der Glasbläser-Kunst Tschechiens, die den Gast auch schon beim Eintritt in das Hotel in Form einer Glas-Installation von der Decke begrüßt. Und der dritte Raum ist den Alchimisten gewidmet, die im Auftrag von Kaiser Rudolf II. nach Prag geholt wurden, um aus verschiedenen Metallen „künstlich“ Gold herzustellen.

Ein Food & Beverage-Angebot, das auch die lokale Bevölkerung ansprechen soll, war ein wichtiger Bestandteil im Gesamtkonzept. Im von der Straße separat zugänglichen Restaurant „ZEM“, das die Design-Handschrift von Blue Sky Hospitality trägt, wird die traditionelle tschechische Küche modern interpretiert und in der Bar „MEZ“ gibt es neben Cocktails unter anderem auch das „Pioneer“-Bier aus der lokalen Brauerei Zatec. 

Das Gebäude ist ein freistehender Komplex mit zwei Innenhöfen, der zwei Straßen und einen Platz prägt. Errichtet wurde es 1912 bis 1916 für die „Versicherung der Zuckerindustrie“, damals eine überaus bedeutende und profitable Branche und daher auch bekannt als „Sugar Palace“. Später waren erst das Ernährungsministerium und dann die tschechische Postsparkasse in dem Gebäude untergebracht. Seit 1993 steht das Gebäude teilweise unter Denkmalschutz.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.

Der Badische Hof in Baden-Baden nimmt den Betrieb unter der Marke Leonardo Limited Edition wieder auf. Nach einer ersten Phase im Juli folgt im Herbst das offizielle Grand Opening.

Premier Inn baut ihre barrierefreien Angebote aus und treibt die Zertifizierung ihrer Standorte nach dem Standard Reisen für Alle voran. Zudem investiert das Unternehmen in die Inklusion am Arbeitsplatz.

Die Achat Hotels strukturieren ihr Geschäftsmodell um und setzen künftig verstärkt auf Businessgäste. Zudem erhalten die Hoteldirektoren mehr Eigenverantwortung und die IT-Systeme wurden zentralisiert.

In Köln-Deutz soll auf einer Grünfläche ein bis zu 60 Meter hohes Hotel- und Bürogebäude entstehen. Nach einem Bericht des WDR formieren sich dagegen Anwohner und Teile der Kommunalpolitik.

Das traditionsreiche Grand Hotel Europa in Innsbruck hat einen neuen Betreiber. Minor Hotels will das seit Jahren leerstehende Haus nach einer umfassenden Revitalisierung im Jahr 2029 als NH Collection Hotel wieder eröffnen.