Unternehmer und Hoteleigentümer Klaus-Michael Kühne gestorben

| Hotellerie Hotellerie

Der Unternehmer, Investor und Hoteleigentümer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Er starb in der Nacht zum 24. August 2026 in Schindellegi in der Schweiz, wie Kühne+Nagel mitteilte. Zuvor hatten mehrere Medien über seinen Tod berichtet.

Kühne prägte über Jahrzehnte den Transport- und Logistikkonzern Kühne+Nagel. Daneben war er an weiteren Unternehmen beteiligt und engagierte sich als Mäzen. Zur Hotellerie hatte Kühne ebenfalls eine direkte Verbindung: Mit seiner Frau Christine Kühne stand er hinter dem The Fontenay in Hamburg und dem Castell Son Claret auf Mallorca. 

Kühne trat bereits 1958 in das Familienunternehmen ein

Klaus-Michael Kühne trat nach Angaben von Kühne+Nagel 1958 in das Familienunternehmen ein und wurde 1966 Vorstandsvorsitzender der Kühne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 fungierte er als Chief Executive Officer der Kühne+Nagel International AG.

Von 1992 bis 2011 war Kühne Verwaltungsratspräsident. Seit 2011 bekleidete er das Amt des Ehrenpräsidenten des Verwaltungsrats. Kühne+Nagel beschäftigt heute nach eigenen Angaben rund 88.000 Mitarbeiter an mehr als 1.300 Standorten in fast 100 Ländern.

„Mit dem Tod von Klaus-Michael ist ein Visionär, ein grosser Unternehmer und eine eindrucksvolle Persönlichkeit von uns gegangen. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine Kühne“, erklärte Jörg Wolle, Präsident des Verwaltungsrats der Kühne+Nagel International AG.

Kühne engagierte sich auch bei Hapag-Lloyd und Lufthansa

Über sein Logistikunternehmen hinaus war Kühne als Investor aktiv. Nach Angaben der dpa engagierte er sich mit rund einer Milliarde Euro bei Hapag-Lloyd und trug dazu bei, dass die Reederei in Hamburg blieb. Zudem war er Großaktionär bei der Lufthansa.

Über Stiftungen unterstützte Kühne zudem das Kulturleben in Hamburg, stellte Millionenbeträge für die Elbphilharmonie bereit und gründete eine Logistik-Hochschule. Öffentliche Aufmerksamkeit erhielt auch sein Engagement beim Fußball-Bundesligisten HSV.

Kühne baute in Hamburg das Hotel The Fontenay

In der Hotellerie ist Kühnes Name insbesondere mit dem The Fontenay verbunden. In seinen späteren Jahren ließ er das Hotel an der Hamburger Außenalster bauen. Das Haus wurde im März 2018 eröffnet.
Auch auf Mallorca waren Christine und Klaus-Michael Kühne als Hoteleigentümer aktiv. Das Castell Son Claret liegt auf einem 132 Hektar großen Anwesen am Fuß des Tramuntana-Gebirges. Das historische Anwesen wurde von der Familie Kühne renoviert und 2013 als Hotel eröffnet. 

Kühne hinterlässt seine Frau Christine Kühne. Das Paar blieb kinderlos.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das aja Garmisch-Partenkirchen hat sein fünfjähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür und rund 1.000 Besuchern gefeiert. Zum Jubiläum stellte das Hotel zudem neue Namen für Bar und Restaurant vor.

Der Schweizer Ständerat hat der Verlängerung des Mehrwertsteuer-Sondersatzes von 3,8 Prozent für Beherbergungsleistungen bis Ende 2031 zugestimmt. HotellerieSuisse begrüßt die Entscheidung, bezeichnet vier Jahre allerdings als vergleichsweise kurzen Planungshorizont.

Aus einer Büro- und Einzelhandelsimmobilie am Frankfurter Ring soll Breras drittes Münchner Haus werden. Der Betreiber plant rund 152 Serviced Apartments und eine Eröffnung Anfang 2029.

Vom ehemaligen Bürogebäude in Berlin bis zum Neubau auf Sylt: Limehome setzt bei seiner Expansion auf unterschiedliche Immobilientypen. Bis 2030 will das Unternehmen 25.000 Einheiten unter Vertrag haben.

IHG Hotels & Resorts plant ein neues Vignette-Collection-Hotel im Zentrum von Madrid. Das San Bernardo soll im März 2028 mit 67 Zimmern eröffnen und das spanische Luxus-Portfolio des Konzerns auf 21 Häuser erweitern.

Die österreichische Hotelgruppe Cooee alpin erweitert ihr Portfolio von drei auf fünf Hotels. In Kaprun läuft der Umbau eines bestehenden Hauses, zugleich entsteht in Bad Goisern bis Dezember 2027 ein Neubau mit 78 Zimmern.

Das familiengeführte Flemings Mayfair Hotel in London feiert sein 175-jähriges Jubiläum. Das im Jahr 1851 von Robert Fleming errichtete Anwesen gehört zu den ältesten unabhängigen Hotels der britischen Metropole.

Die Falkensteiner Michaeler Tourism Group hat ihr neues Fünf-Sterne-Resort in Salò am Gardasee offiziell eröffnet. Das Investitionsvolumen für das Mixed-Use-Projekt beläuft sich auf rund 150 Millionen Euro.

Arabella Hospitality übernimmt den Betrieb des neuen Hotels Moxy Munich South im Münchner Stadtquartier The Source. Die Fertigstellung des 164 Zimmer umfassenden Hauses ist für das Jahr 2028 geplant.

Auf dem Ostkinberg in Scheidegg ist ein Wellness-Hotel mit rund 120 Zimmern und Suiten geplant. Laut Allgäuer Zeitung soll es Teil der Lerch Genusswelten werden; Geschäftsführer Thomas Lerch äußerte sich gegenüber der Zeitung zu dem Projekt.