Urteil nach Tod deutscher Touristin in Prager Hotelpool

| Hotellerie Hotellerie

Vor zwei Jahren ist eine Zwölfjährige aus Deutschland in einem Hotelpool in Prag ertrunken, nachdem sie von einem Rohr angesaugt worden war. Ein Gericht in der tschechischen Hauptstadt verurteilte nun den verantwortlichen Bauleiter der Anlage wegen fahrlässiger Tötung zu drei Jahren Haft ohne Bewährung. Das bestätigte ein Justizsprecher am Donnerstag. Zuvor hatte die «Heilbronner Stimme» über den Fall berichtet. Gegen das Urteil kann bei der nächsthöheren Instanz noch Berufung eingelegt werden.

Das Mädchen aus Öhringen in Baden-Württemberg war mit seiner Zwillingsschwester in der Poolanlage des Hotels und Reha-Zentrums schwimmen, als es beim Tauchen von einem Ansaugrohr am Grund angesaugt wurde. Das Kind konnte sich aufgrund des entstandenen Unterdrucks nicht mehr befreien. Erst vier herbeigerufenen Feuerwehrleuten gelang es laut eines Sprechers der Einsatzkräfte, das Mädchen aus dem Schwimmbecken zu holen. Es konnte zwar wiederbelebt werden, fiel aber ins Koma und starb später in einer Klinik.

Die Eltern des verunglückten Kindes engagieren sich den Angaben zufolge für den Verein «Sicherheit in Hotelpools», der über versteckte Gefahren in Schwimmbädern aufklären will. Im Jahr 2016 kam es im tschechischen Liberec (Reichenberg) in einem Aquapark zu einem ähnlichen Unglück, bei dem ein Junge im Ansaugrohr eines sogenannten «Wilden Flusses» ertrank. Ein Bademeister war in diesem Fall von einem Gericht freigesprochen worden, weil Kinder mutwillig ein Gitter entfernt haben sollen. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Firmen mieten bei Havens Living Wohnungen für ihre Beschäftigten: Seit September 2025 sind es nach Unternehmensangaben bereits 400 Apartments in Frankfurt, Berlin und Hamburg. International Campus will die Zusammenarbeit mit Arbeitgebern ausbauen.

Nach Datenlecks bei Buchungsdienstleistern nutzen Kriminelle echte Reservierungsdaten für betrügerische Nachrichten. Niedersachsens Datenschutzbehörde erläutert, welche Gäste Betriebe informieren müssen und welche technischen Maßnahmen vorgesehen sind.

Das Sheraton Fuerteventura Beach, Golf & Spa Resort schließt Ende September 2026 für eine umfassende Renovierung. Die Wiedereröffnung des Fünf-Sterne-Hotels auf den Kanaren ist für den 1. Mai 2027 geplant.

Das Hotelcamp Reinsehlen entwickelt sein Konzept weiter und tritt als Lodge Reinsehlen auf. Zur Neuausrichtung gehören eine überarbeitete Lobby, geplante Ruheplattformen und ein stärkerer regionaler Bezug in der Gastronomie.

Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC bereitet laut Reuters ein Vorgehen gegen Booking Holdings wegen möglicherweise irreführender Hotelwerbung vor. Nach Angaben einer dieser Personen könnten die möglichen Strafen mehr als 500 Millionen Dollar betragen.

Die Motorworld Group plant am Hockenheimring eine neue Erlebnis- und Veranstaltungswelt. Das Projekt soll Motorsport, Handel, Werkstätten, Hotellerie, Gastronomie, Veranstaltungen und Dienstleistungen an dem Rennsportstandort miteinander verbinden.

Das Hotel The Hoxton, Amsterdam hat seine Räumlichkeiten an der Herengracht nach zehnjährigem Bestehen umfassend neugestaltet. Neben der Lotti’s Bar und dem Tagungsbereich wurden fünf individuelle Signature-Zimmer renoviert.

Premier Inn hat am Bodensee ein neues Hotel eröffnet. Der sechsgeschossige Neubau ist das 76. Hotel der Marke in Deutschland. Neben dem bereits bestehenden Standort in Lindau ist die Hotelgruppe damit nun auch in Konstanz vertreten.

Im August 2026 verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 58,7 Millionen Übernachtungen in- und ausländischer Gäste. Wie das Statistische Bundesamt nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, waren das 1,1Prozent weniger als im August 2025.

Die Betreibergesellschaft des ehemaligen Hotels Reichshof in Norden, das heute Tides Boutique Hotel heißt, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Nach Angaben von des Insolvenzverwalters werde der Hotel- und Gastronomiebetrieb uneingeschränkt fortgeführt.