Vatikan will Hotel in ehemaliger Priesterresidenz in Rom 

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Der Vatikan treibt die Umwandlung der Domus Internationalis Paulus VI im Zentrum Roms in ein Hotel vor. Aus dem Jahresbericht 2025 der vatikanischen Vermögensverwaltung Apsa geht hervor, dass die erforderlichen Genehmigungen für die Hotelnutzung vorliegen. Zudem sei ein potenzieller Betreiber identifiziert worden, die Unterzeichnung eines Vorvertrags werde erwartet.

Vatikan bestätigt Genehmigungen und sucht künftigen Hotelbetreiber

Die Domus Internationalis Paulus VI befindet sich in der Via della Scrofa nahe dem Pantheon und wurde seit 1976 als Unterkunft für Kardinäle, Bischöfe und Priester genutzt. Das Gebäude gehört zu den 4.281 Immobilien des Vatikans.

Bekannt wurde die Residenz auch durch den damaligen Kardinal Jorge Mario Bergoglio, der dort vor dem Konklave 2013 wohnte. Nach seiner Wahl zum Papst kehrte Franziskus in das Gästehaus zurück, um seine Rechnung persönlich zu begleichen.

Medien berichten über langfristige Verpachtung der Immobilie

Nach Berichten italienischer und katholischer Medien wird die Umwandlung der Immobilie innerhalb des Vatikans über Jahre als umstritten dargestellt. Demnach hätten ehemalige Nuntien, Kardinäle und Bewohner der Residenz vergeblich versucht, das Vorhaben zu stoppen. Papst Franziskus habe sich nach Medienberichten gegen eine kommerzielle Nutzung des Gebäudes ausgesprochen.

Wie berichtet wird, soll das Haus nach einer umfassenden Sanierung als Vier-Sterne-Hotel betrieben werden. Die Investitionskosten würden auf 50 bis 60 Millionen Euro geschätzt. Da der Vatikan diese Summe demnach nicht selbst aufbringen wolle, sei eine langfristige Verpachtung an einen privaten Betreiber vorgesehen. Die Konzession könne sich über etwa 30 Jahre erstrecken und dem Vatikan jährliche Einnahmen von rund fünf Millionen Euro bringen.

Gebäude blickt auf mehrere Jahrhunderte Geschichte zurück

Die Domus Internationalis Paulus VI geht auf einen Gebäudekomplex zurück, dessen Ursprünge bis ins 15. Jahrhundert reichen. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Haus unter anderem als Collegium Germanicum der Jesuiten, als Sitz des Kardinalvikars von Rom sowie für kirchliche Ausbildungs- und Verwaltungsaufgaben genutzt. Papst Paul VI. bestimmte den Komplex schließlich 1976 als Unterkunft für Geistliche während ihres Aufenthalts in Rom.

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