Villa Baltic in Kühlungsborn - Investor will Hotelbaupläne stornieren

| Hotellerie Hotellerie

Die Eigentümer der historischen Villa Baltic in Kühlungsborn wollen ihre Pläne für den Bau eines Hotels auf einem Nachbargrundstück begraben. Das kündigen sie in einem Schreiben an die Stadt Kühlungsborn an. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet. 

Hintergrund der Ankündigung ist eine Entscheidung der Stadtvertreter vom 18. Dezember vorigen Jahres. Damals hatte das Gremium eine Erhöhung des städtischen Fördermittelanteils mit einem knappen Abstimmungsergebnis abgelehnt und so ein Gesamtpaket mit Fördermitteln von Land und Bund platzen lassen (Tageskarte berichtete).

Zu dem Paket gehörte auch der Erwerb des Nachbargrundstücks durch die Eigentümer der Villa Baltic, die Oldenburger Projektentwickler und Brüder Jan und Berend Aschenbeck. Die wollten dort ein Hotel errichten und mit dem Betrieb die Sanierung der Villa finanzieren. 

«Wir müssen (..) davon ausgehen, dass der Erhalt der Villa Baltic – auch wenn es öffentlich von einigen Kommunalpolitikern anders dargestellt wird – nicht wirklich gewollt ist», heißt es in dem Schreiben. «Daher haben wir entschieden, unser Kaufinteresse für das Grundstück der ehem. Meerwasserschwimmhalle, ab dem 31.01.2025 zurückzuziehen.» Auf dem Grundstück sollte das Hotel entstehen.

Das Zeitfenster dürfte sich wohl schon zwei Tage vorher schließen. Denn am 29. Januar steht das Thema noch einmal auf der Agenda der Kühlungsborner Stadtvertretung. Der Grund: Der bis Ende 2024 amtierende Bürgermeister und erklärte Befürworter des Rettungspaketes hatte Widerspruch gegen den Dezember-Beschluss des Stadtparlamentes eingelegt, da er durch die Ablehnung das Wohl der Stadt gefährdet sah. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

B&B Hotels führt das deutsche Hotelmarkenranking von PKF mit 240 Häusern an. Garner verzeichnet mit 23 zusätzlichen Hotels den größten jährlichen Zuwachs; Premier Inn erhöht seine Zimmerkapazität zwischen 2022 und 2026 um 102 Prozent. Komplettes Ranking bei Tageskarte.

Hilton plant das erste deutsche Hotel der Marke Tempo by Hilton am Flughafen München. Das Haus mit 199 Zimmern soll 2029 zusammen mit der Munich Arena eröffnen; als Betreiber ist die Flughafentochter Allresto vorgesehen.

Novum Hospitality hat den Betrieb des Holiday Inn Express Munich Airport – Erding übernommen. Das Hotel verfügt über 114 Zimmer und ist das zweite ehemalige Revo-Hotel, das in den Betrieb der Hamburger Gruppe übergeht.

Eine neue h2c-Studie untersucht den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Hotelketten weltweit. Trotz einer hohen Verbreitung fehlen vielen Unternehmen noch Strategien, Kompetenzen und technische Voraussetzungen für einen breiteren Einsatz.

The Hoxton eröffnet im Sommer 2027 ein zweites Hotel in Deutschland. Das Haus entsteht am Alten Wall in der Hamburger Innenstadt und wird 188 Zimmer auf zehn Stockwerken umfassen.

CA Immo hat das IntercityHotel Frankfurt Hauptbahnhof Süd an ein Fondsvehikel von Art-Invest Real Estate verkauft. Damit trennt sich das Immobilienunternehmen von seinem letzten ausschließlich als Hotel genutzten Gebäude.

Die Immobiliengesellschaft Aroundtown, der die acht bislang unter der Marke Seminaris betriebenen Hotelimmobilien gehören, erklärt, die Häuser würden weiterhin unter dieser Marke geführt. Doch vier Hotels fehlen auf der Seminaris-Website und werden bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten – drei davon ausdrücklich mit dem Zusatz „ehemals Seminaris“.

Gezeiten Suites eröffnen am 1. Oktober 2026 ihr zweites Apartmenthaus in Büsumer Deichhausen an. Die 23 Apartments bieten Platz für zwei bis vier Personen, zehn Einheiten verfügen über eine eigene Sauna.

Smartments hat 206 Serviced Apartments im Berliner Quartier Forty4 angemietet. Die Eröffnung ist für 2029 geplant; nahezu alle Einheiten sollen einen Balkon oder eine Terrasse erhalten.

Im Sheraton Hannover Pelikan Hotel hat Künstler Sascha Dahl eine Art Suite mit 18 Werken eröffnet. Die Zusammenarbeit soll künftig durch Ausstellungen und weitere Veranstaltungsformate ergänzt werden.