Von Bademantel bis Bibel: Das klauen Urlauber im Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Duschgel und Shampoo in Mini-Fläschchen sind Klassiker, die Reisende aus dem Hotelzimmer als Souvenir mitgehen lassen. Manche Urlauber sollen ganze Sammlungen aus aller Welt horten. Aber auch vor wertvolleren Gegenständen schrecken Hotelgäste offenbar nicht zurück. Das geht aus einer Studie der Marktforschungsplattform Cint im Auftrag der Flugsuchmaschine Swoodoo hervor.

Demnach landen im Koffer von knapp einem Drittel (30 Prozent) der deutschen Urlauber Shampoo und Conditioner – Platz eins in der Liste. Doch auch vor dem Einpacken größerer Gegenstände schrecken viele nicht zurück.

Die Liste: Bademäntel, Handtücher (beides je 8 Prozent), Gläser, Kleiderbügel oder Besteck (je 5 Prozent). Unter dem Strich bediene sich jeder zweite deutsche Reisende an Hotel-Utensilien, sogar die Bibel (3 Prozent) lassen manche mitgehen.

Dabei ist die Rechtslage klar: Wer Gegenstände aus dem Hotel mitnimmt, macht sich wegen Diebstahls strafbar, sagt Annett Reinke, Juristin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Dies gilt auch für «geschlossene Kleinstprodukte» wie Shampoos, Seifen oder Pflegeprodukte. Diese seien für den Gebrauch während des Aufenthalts gedacht – als Souvenirs taugen sie daher nicht.

Die Umfrageergebnisse stammen aus einer elektronischen Umfrage, die von Cint im Auftrag von Swoodoo im Zeitraum 10. bis 16. Mai 2022 durchgeführt wurde. Befragt wurden 10 000 Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren aus dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Frankreich, Spanien, Schweden, Dänemark, Österreich, den USA, Kanada und Australien, darunter über 1000 in Deutschland. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die InterContinental Hotels Group (IHG) hat im ersten Quartal 2026 einen operativen Meilenstein erreicht und betreibt nun weltweit mehr als 7.000 Hotels. Die Marke wurde durch die Eröffnung von insgesamt 82 Hotels in den ersten drei Monaten überschritten.

Elf familien- und inhabergeführte Hotels aus der Oberpfalz haben die Kooperation „Wohlfühlhotels Bayerischer Jura“ gegründet. Die Initiative wurde bei einer Auftaktveranstaltung in Parsberg vorgestellt.

Die Stichting Hotel Claims Alliance hat nach eigenen Angaben mehrere gerichtliche Maßnahmen zur Beweissicherung im Zusammenhang mit der europaweiten Sammelklage gegen Booking.com eingeleitet. Unterstützt wird die Klage unter anderem vom Hotelverband Deutschland, der "Genug des Hinhaltens und Behinderns!" auf Social Media postete.

Trivago hat eine Kartellklage gegen Google vor dem Landgericht Hamburg eingereicht. Das Unternehmen wirft dem Suchmaschinenkonzern vor, den eigenen Hotelpreisvergleich in den allgemeinen Suchergebnissen bevorzugt zu behandeln und Wettbewerber wie Trivago dadurch zu benachteiligen.

​​​​​​​Marriott International hat nach eigenen Angaben eine Vereinbarung für den Betrieb des Hotelprojekts Seegut am Tegernsee in Bad Wiessee unterzeichnet. Das Resort soll künftig unter der Marke The Luxury Collection geführt werden. Die Eröffnung ist laut Mitteilung für das Jahr 2029 vorgesehen.

Das Sunneschlössli in Nesselwängle im Tiroler Tannheimer Tal bekommt neue Eigentümer. Nina und Matthias Kienzle übernehmen das Boutique-Apartmenthaus zum 1. Juli 2026. Das Ehepaar war nach eigenen Angaben seit 15 Jahren regelmäßig Gast des Hauses.

Nach der Insolvenz der Revo-Hospitality-Gruppe übernimmt die neu gegründete Ernst Leitz Hotel GmbH unter Führung der Familie Kaufmann das Ernst Leitz Hotel in Wetzlar. Die operative Leitung wird der Treugast Solutions Group übertragen.

Die Radisson Hotel Group baut ihr Portfolio in Deutschland und Österreich durch drei neue Standorte in Ahlbeck, Wien und Lustenau aus. In Kooperation mit der 1912 Hotels GmbH wächst die Präsenz der Gruppe in der DACH-Region damit auf insgesamt 90 Hotels.

Die Landlust Hotels bauen ihre Präsenz in Europa aus und integrieren fünf neue Partnerbetriebe in das Portfolio. Damit umfasst die Kollektion nun insgesamt 40 Häuser mit Schwerpunkten auf Regionalität und Naturverbundenheit.

Das unter Denkmalschutz stehende IFA Fehmarn Hotel & Ferien-Centrum wird bei laufendem Betrieb modernisiert. Die Maßnahmen umfassen öffentliche Bereiche sowie Zimmer und Apartments und sollen den architektonischen Charakter des Standorts bewahren.