Vorbild: Frankfurter Hotelier vermittelt Jobs an Obdachlose

| Hotellerie Hotellerie

Der Frankfurter Hotelier Ilhan Erdoğan engagiert sich seit Jahren in der Obdachlosenhilfe. Er nimmt immer wieder wohnungslose Menschen in seinen Hotels auf und bietet ihnen teilweise sogar eine Arbeitsstelle an. Mittlerweile verhandelt er sogar mit drei Logistikunternehmen, um die Obdachlosen als Lagerarbeiter zu vermitteln. Auch die Stadt Frankfurt hat von dem Engagement des Hoteliers gehört und ihn ins Rathaus eingeladen.

Ilhan Erdoğan betreibt mit seinem Geschäftspartner Jens Kleiner unter anderem das Hotel „Johannishof“, in dem vor allem Monteure und Handwerker untergebracht sind, die oft monatelang an Bauprojekten in der Region arbeiten. Mit den obdachlosen Gästen habe es in seinem Hotel noch nie Probleme gegeben. Im Gegenteil: Die Gäste tauschten sich gut mit den Obdachlosen aus, sagt Erdoğan der Zeitung.

Mittlerweile arbeiten Erdoğan und Klein auch mit der Organisation „Gemeinsam stark“ zusammen, die Obdachlose von der Straße holt. Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat die Hotelbetreiber bereits ins Rathaus eingeladen. Dort sollen sie von ihren Erfahrungen berichten und sich mit anderen Hoteliers austauschen. Das Ziel: Beim nächsten Kälteeinbruch sollen auch andere Hoteliers mobilisiert werden, damit mehr Obdachlose eine Unterkunft finden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Accor-Gruppe schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Gewinnplus ab und übertrifft die eigenen Finanzziele. Während die Lifestyle-Sparte zweistellig wächst, normalisiert sich das Geschäft auf dem deutschen Markt nach einer Schwächephase wieder.

Die Hotelgruppe Dormero expandiert weiter auf dem österreichischen Markt und übernimmt das bisherige Amedia Hotel Wels. Das Haus am Welser Stadtplatz, das vielen noch unter dem Namen Kremsmünsterer Hof bekannt ist, war zuvor Teil der Amedia Hotel GmbH. Diese gehört zur Revo Hotelgruppe und befindet sich derzeit in einem Insolvenzverfahren.

Ein 20-jähriger Hacker hat das Online-Bezahlsystem von Reiseportalen ausgetrickst und Luxus-Suiten für nur einen Cent gemietet. Die Flucht in den Luxus endete für den jungen Spanier schließlich im Madrider Hotel Ritz – auch wegen seiner eigenen Mitteilsamkeit in den sozialen Medien.

Die Revitalisierung des traditionsreichen Dom-Hotels in Köln nimmt weiterhin mehr Zeit in Anspruch als zuletzt geplant. Inzwischen wird die baubehördliche Abnahme des Objekts am Roncalliplatz erst im zweiten Quartal 2026 erwartet. Ursprünglich war eine Eröffnung für Ende 2023 anvisiert worden war.

Das Seehotel Niedernberg reagiert auf wachsende Gästezahlen und eröffnet in der renovierten Orangerie ein zweites Restaurant. Mit Fokus auf Menü-Gäste und verbesserter Akustik schafft das Haus zusätzliche Kapazitäten und mehr Flexibilität für den operativen Betrieb.

Airbnb richtet seine Wachstumsstrategie verstärkt auf die klassische Hotellerie aus. Wie das Unternehmen bekanntgab, soll die stärkere Integration von Boutique- und Individualhotels den adressierbaren Markt signifikant vergrößern.

Das Amtsgericht Charlottenburg hat die vorläufige Insolvenzverwaltung über die Amedia Hotel GmbH angeordnet und Lucas Flöther zum Verwalter bestellt. Geschäftsführer der Gesellschaft mit Geschäftsanschrift in Österreich, ist Robert Kennedy, der zudem als Managing Director Strategy der Revo Hospitality Group tätig ist.

Die Radisson Hotel Group erweitert ihre Präsenz in der österreichischen Hauptstadt. Gemeinsam mit der Odyssey Hotel Group wurde der Vertrag für das Radisson RED Vienna Danube Riverside unterzeichnet. Das Neubauprojekt soll im Jahr 2029 eröffnen und ist das zweite Haus dieser Marke in Wien.

Das geplante Wellness-Resort in der Metelener Heide rückt näher an die Umsetzung. Laut Architekt Lukas Jocks befindet sich das 80-Betten-Projekt des Investors Johannes Nergiz auf einem guten Weg. Die Planungsphase soll im ersten Halbjahr abgeschlossen sein.

Das Fünf-Sterne-Hotel Interalpen in Telfs in Tirol hat auf Berichte über gravierende Missstände im Küchenbereich reagiert. Nach Veröffentlichungen des Magazins Dossier über den Umgang mit Auszubildenden hat die Geschäftsführung des Hauses auf dem Seefelder Hochplateau arbeitsrechtliche Schritte eingeleitet.