W Sardinia Poltu Quatu eröffnet im Frühjahr

| Hotellerie Hotellerie

Das Hotelportfolio an der sardischen Nordostküste wird durch ein neues Luxusdomizil erweitert. Nach einem Soft Opening im Sommer 2025 bereitet sich das W Sardinia Poltu Quatu auf seine vollständige Inbetriebnahme im Frühjahr 2026 vor. Die Anlage befindet sich in einem natürlichen Fjord zwischen Porto Cervo und Baia Sardinia, unmittelbar an der Marina dell’Orso.

Architektur und Designkonzept im Dialog mit der Region

Für die Gestaltung zeichnet das Designstudio Meyer Davis verantwortlich, während das Büro DE. Tales die Architektur realisierte. Das visuelle Konzept setzt auf eine Verbindung zwischen dem modernen Branding von W Hotels und der lokalen Identität Sardiniens. Die Architektur besteht aus miteinander verbundenen weißen Gebäuden, die sich entlang der Klippen erstrecken und das zentrale WET Deck sowie den Poolbereich einrahmen. Elemente der Bestandsarchitektur wie gewölbte Nischen und geometrische Öffnungen nach Entwürfen von Lesuisse wurden in den Neubau integriert. Das Innendesign greift sardische Mythen auf, darunter die Legenden der Janas. Weiche Kurven, skulpturale Formen und Materialien wie Orosei-Marmor, Keramik und reflektierende Texturen prägen die öffentlichen Bereiche. Im Eingangsbereich wurde zudem eine Skulptur des lokalen Künstlers Nicola Filia aus Stahl und Ton platziert, die Bezug auf die industrielle Geschichte und die Fragilität der Umwelt nimmt.

Kapazitäten und Ausstattung der Wohneinheiten

Das Hotel verfügt über insgesamt 154 Zimmer und Suiten. Die Gestaltung folgt einer sand- und meeresfarbenen Palette und nutzt organische Formen sowie lokale Handwerkskunst. In den Wohneinheiten finden sich maßgefertigte Kopfteile aus Keramik sowie Wandverkleidungen mit Bezügen zur Nuraghen-Zivilisation. Zudem wurden handgefertigte Kunstwerke von Walter Usai, Fabrizio Sanna und Cinzia Murgia sowie Fotografien von Giuseppe Chironi integriert. Einige Suiten sind mit privaten Pools ausgestattet. Das Angebot wird durch ein Penthouse ergänzt, das über eine Außenterrasse mit Pool, eine eigene Bar und eine voll ausgestattete Küche verfügt.

Gastronomie und Wellness-Infrastruktur

Das kulinarische Angebot konzentriert sich auf regionale Produkte und moderne Interpretationen. Das Restaurant TANIT bietet sardische Meeresfrüchteküche mit Blick auf den Yachthafen. Der Konditor Fabrizio Fiorani leitet den sogenannten Dolce Room, einen interaktiven Bereich für Dessert-Kreationen. In der W Lounge und auf dem WET Deck werden Cocktails und Snacks zu Musikprogrammen angeboten. Der Wellnessbereich umfasst aktuell ein durchgehend geöffnetes Fitnesscenter mit Technogym-Ausstattung. Zur Sommersaison 2026 soll das Angebot um ein Spa sowie den W Beach Club erweitert werden. Aktivitäten wie Yoga und geführte Wanderungen sind ebenfalls Teil des Konzepts.

Fokus auf lokale Wertschöpfung und Programme

Das Hotel plant ein Artist-in-Residence-Programm, um Gästen den Kontakt zur kreativen Gemeinschaft der Insel zu ermöglichen. Hierzu zählen Kooperationen mit lokalen Keramikern und Pastakurse. Die Zusammenarbeit mit regionalen Handwerkern wie dem Atelier Kooness unterstreicht den Fokus auf Authentizität im Fachsegment der Luxushotellerie.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Primestar Group eröffnet am 1. März das June Six Salzburg. In Zusammenarbeit mit der Soravia Gruppe und Marriott International wird das ehemalige Mayburg Salzburg als Tribute Portfolio Hotel neu positioniert.

Das Tourismusjahr 2025 war in Thüringen weitgehend von Stabilität geprägt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit rund 10,1 Millionen nur geringfügig unter der des Vorjahres.

Der Aparthotel-Betreiber Adagio blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Mit einem Rekordumsatz von 339 Millionen Euro und einer hohen Auslastung festigt das Unternehmen seine Position und kündigt für 2026 weitere Standorteröffnungen an.

Marriott International blickt auf ein wachstumsstarkes Jahr 2025 in der EMEA-Region zurück. Mit über 230 neuen Verträgen und einem Fokus auf Luxusobjekte, Markenresidenzen sowie das mittlere Preissegment, festigt der Konzern seine Präsenz in der Region.

Die Radisson Hotel Group kündigt das neue Radisson Blu Hotel & Conference Centre in Salzburg an. Durch eine Konversion entsteht bis Mitte 2026 in Kooperation mit der GCH Hotel Group ein Tagungshotel mit über 1.700 Quadratmetern Eventfläche nahe dem Hauptbahnhof.

Die Radisson Hotel Group debütiert in Neuseeland: Das neu eröffnete Radisson RED Auckland setzt im Herzen des Kunstviertels auf theatralisches Design und verfügt über die landesweit größte Dachterrasse.

Die The Chocolate on the Pillow Group schließt das Rebranding in Hannover ab: Nach einer Investition von 4 Millionen Euro wurde das ehemalige Ghotel als Four Points Flex by Sheraton neu eröffnet.

Die GCH Hotel Group übernimmt das Management des markanten Pyramiden-Hotels in Fürth. Ab März 2026 firmiert das Haus unter der Marke Radisson Individuals und setzt auf eine Verbindung von eigenständiger Architektur und internationalem Vertrieb.

Die tschechische Region Liberec kauft für rund 7,5 Millionen Euro das ikonische Bauwerk auf dem Ještěd. Der Deal umfasst neben dem markanten Fernsehturm auch das geschichtsträchtige Berghotel und Restaurant, deren Erhalt und Sanierung nun durch die öffentliche Hand gesichert werden.

Der Europa-Park baut seine Marktführerschaft in der deutschen Freizeitgastronomie weiter aus. Bei der Wasserwelt Rulantica soll ein siebtes Hotel mit 350 Betten entstehen. Während die Auslastung der bestehenden Häuser Rekordwerte erreicht, rücken bei der neuen Erweiterung vor allem Nachhaltigkeit und ein neues Verkehrskonzept in den Fokus der Planer.