Waldbrand beim Hotel: Urlauberin bekommt Geld zurück

| Hotellerie Hotellerie

In Nähe der Hotels bricht ein Waldbrand aus und die Flammen sind deutlich sichtbar. Dann entspannt Urlaub machen? Nicht möglich. Eine Pauschalreisende brach deshalb ihren Urlaub ab und buchte selbst einen Rückflug, nachdem der Veranstalter das abgelehnt hatte, weil keine akute Gefahr vorgelegen habe. 

Die Frau klagte und bekam Recht: Das Amtsgericht Neuss sprach ihr die Rückerstattung des Reisepreises von gut 2.000 Euro und die Erstattung des selbst gebuchten Rückflugs von gut 500 Euro zu. (Az.: 94 C 276/25)

Zweck einer Erholungsreise nicht erfüllt

Es komme nicht darauf an, ob eine akute Gefährdung der Reisenden vorgelegen habe oder Evakuierungsmaßnahmen eingeleitet werden mussten, heißt es der Begründung des Urteils. Dies müsse ein Reisender nicht abwarten und seine Gesundheit riskieren.

«Es versteht sich von selbst, dass der Zweck einer Erholungsreise nicht erfüllt werden kann, wenn in der Nähe des Hotels ein Waldbrand ausbricht.» Die Klägerin hatte Bilder vorgelegt, die vom Hotel aus den rot verfärbten Himmel und Flammen zeigten. Nach der Reise hatte sie laut Attesten eine Bindehautentzündung und eine Bronchitis.

Die anderen Gäste im Hotel waren schon vor ihr abgereist. Auch das sah das Gericht als Beleg, dass «aus der Sicht des objektiven Durchschnittsreisenden» von einem erheblichen Reisemangel auszugehen sei. Über das Urteil hat die Fachzeitschrift «Reiserecht aktuell» (5/25) berichtet. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die niederländische Hotelkette Fletcher Hotels setzt den Expansionskurs in Deutschland fort und übernimmt mit dem ehemaligen Romantik Berghotel Astenkrone den zweiten deutschen Betrieb innerhalb einer Woche.

Das Hotel Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach wird nach einer Modernisierung im Spätsommer wiedereröffnet. Der europäische Spa-Anbieter bringt damit sein gesundheitstouristisches Konzept mit Thermal-Infrastruktur erstmals nach Deutschland.

Marriott International und Blacksand haben ein Abkommen über den Bau von zehn Hotels mit über 1.300 Zimmern in Saudi-Arabien unterzeichnet. Die Projekte sollen bis 2030 realisiert werden und über 6.000 neue Arbeitsplätze schaffen.

Premier Inn hat die Eröffnung eines neuen Hotels in Bremerhaven bekanntgegeben. Mit dem Standort an der Wesermündung wächst das Unternehmen nach eigenen Angaben auf 73 Hotels in Deutschland. Das neue Haus befindet sich direkt am Deich zwischen Hafen und Innenstadt und umfasst 115 Zimmer auf sieben Etagen.

Bislang war nur bekannt, dass Motel One zu den Hotelgruppen zählt, die an Teilen des Revo-Hospitality-Portfolios Interesse zeigen. Nun nennt eine Wettbewerbsbehörde weitere konkrete Standorte. Demnach will die Hotelgruppe Häuser in Deutschland, Österreich, Polen und Ungarn übernehmen.

Ein laufendes Fusionskontrollverfahren des Bundeskartellamts macht erstmals einen Interessenten aus dem Investorenprozess der Revo Hospitality Group öffentlich. Motel One plant demnach die Übernahme von zehn Hotels in Deutschland.

Mandarin Oriental hat an der Südwestküste Mallorcas das neue Resort Mandarin Oriental Punta Negra eröffnet. Die Anlage in Calvià verfügt über 131 Zimmer sowie umfangreiche Wellness- und Gastronomieangebote.

Das Hotel Dein Engel in Oberstaufen plant mit dem Projekt „Engels Ursprung“ eine umfangreiche Erweiterung. Vorgesehen sind unter anderem neue Wasser- und Freizeitbereiche, zusätzliche Gastronomieflächen sowie ein Veranstaltungsraum. Das Hotel beziffert die Investitionen auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

Das Dorint Hotel An der Messe Köln feiert sein 25-jähriges Bestehen mit einer internen Jubiläumsfeier für die Belegschaft. Die Unternehmensleitung hebt dabei die wirtschaftliche Bedeutung des Standorts innerhalb der Hotelgruppe hervor.

Hyatt kündigt drei neue Hotelprojekte in Rom und auf Sizilien mit insgesamt 428 Zimmern an. Damit führt das Unternehmen zwei neue Marken auf dem italienischen Markt ein und reagiert auf die prognostizierten Wachstumswerte im europäischen Tourismus.