Wartburg-Stiftung plant Sanierung des leerstehenden Hotels

| Hotellerie Hotellerie

Die Wartburg-Stiftung plant die Sanierung des seit rund drei Jahren leerstehenden Hotels auf der Wartburg und hat hierfür einen zeitlichen Rahmen für die Projektierung gesteckt. Wie Burghauptmann Martin Eberle am Mittwochnachmittag mitteilte, nimmt allein die Planungsphase eineinhalb Jahre in Anspruch. Die Vertreter der beiden mit der Planung beauftragten Architekturbüros erklärten, dass dieser Zeitraum bei einem denkmalgeschützten Gebäude mit einer Fläche von 4.500 Quadratmetern nicht ungewöhnlich sei.

Modernisierung des historischen Baudenkmals

Die zukünftige Nutzung des historischen Gebäudes steht in den Details noch nicht fest. Die Verantwortlichen befinden sich nach Angaben von Eberle in einer kreativen Phase, wobei ein grundlegendes Konzept bereits feststehe. Dieses sehe die Bereiche Gastronomie, Kultur, Tagung und Übernachtung vor. Von der bisherigen Ausrichtung als Fünf-Sterne-Hotel will der Burghauptmann Abstand nehmen, da diese Struktur zu elitär gewesen sei. Das künftige Hotel oder Gasthaus soll stattdessen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Freistaat finanziert erste statische Baumaßnahmen

Die Gesamtkosten sowie die Finanzierung der Sanierung sind zum aktuellen Zeitpunkt noch unklar. Für erste Maßnahmen an der Statik stellte das Land eine Summe von fünf Millionen Euro zur Verfügung. Der eigentliche Sanierungsbeginn ist ab dem Jahr 2028 vorgesehen. Das Innere des Gebäudes präsentiere sich bereits als Baustelle, während von außen keine Veränderungen sichtbar seien. Der Keller ist entkernt, Stützbalken sichern die Statik, Versorgungsleitungen liegen frei und ehemalige Hotelzimmer fungieren als Lagerräume.

"Zu viele Anbauten und Zimmer"

Dem historischen Gebäude sei durch zu viele Anbauten und Zimmer zu viel zugemutet worden, erklärte Eberle. Als Beispiel nannte er eine eingebaute Klimaanlage, die wegen hoher Lärmentwicklung nur zwei Stunden gelaufen sei. Die beauftragten Architekten Tom Schoper und Alexander Pötsch aus Dresden planen den Ausbau der bestehenden Gasheizung, die möglicherweise durch eine Wärmepumpe ersetzt werden soll. Das Hotel war wegen geplanter Bauarbeiten geschlossen worden, der ehemalige Betreiber, die Arcona-Hotelgruppe, musste im November 2023 Insolvenz anmelden (Tageskarte berichtete).

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das nordhessische Hotel Die Sonne Frankenberg hat seine Tagungsräume renoviert und richtet sich gezielt an kleinere Unternehmensgruppen. Das neue Konzept kombiniert den Innenbereich mit Außenaktivitäten in der angrenzenden Natur.

Das Landhotel Gut Zarrentin in Mecklenburg-Vorpommern wird für 1,55 Millionen Euro verkauft. Die Eigentümer wollen nach Bayern zurückkehren, während der laufende Hotelbetrieb fortgeführt wird.

Die spanische Fergus Group setzt bei ihrer Expansion nach eigenen Angaben auf die Modernisierung bestehender Hotels statt auf Neubauten. Seit 2013 investierte das Unternehmen rund 150 Millionen Euro in die Neupositionierung von Hotelimmobilien.

Die Primestar Group plant am Warschauer Platz in Berlin-Friedrichshain ein neues Hotelprojekt mit rund 350 Einheiten. Das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Höheren Webeschule soll bis 2028 zum „June SIX & Stay Warschauer Platz Berlin“ umgebaut werden.

In Travemünde hat der Bau eines neuen Hotels der Marke Henri mit 100 Zimmern begonnen. Die Plena Immobilien Gruppe investiert rund 25 Millionen Euro in das Projekt, dessen Management von der DSR Hotel Holding übernommen wird.

Aroundtown hat vier Hotelimmobilien in Düsseldorf, Frankfurt, Dortmund und Offenburg an Prism vermietet. Die Häuser mit insgesamt 514 Zimmern werden künftig unter den Marken Sunday Hotels und Belvilla betrieben.

Hilton erweitert das Portfolio in der Türkei um das erste Höhlenhotel der Marke Curio Collection in Kappadokien. Das in Ortahisar gelegene Anwesen umfasst 36 individuell gestaltete Zimmer und Suiten in restaurierten Höhlenstrukturen.

Washington setzt Kubas Militärkonzern mit Sanktionen unter Druck: Internationale Hotelketten ziehen sich teilweise von der Insel zurück. Havanna spricht von der größten Eskalation seit Jahren.

Die Platzl Hotels München setzen in vier ihrer Küchen ein neues KI-gestütztes System zur Messung von Speiseabfällen ein. Ziel des Projekts ist eine Reduzierung der Abfallmengen um bis zu dreißig Prozent innerhalb eines Jahres.

Premier Inn erweitert sein Portfolio in Göttingen und übernimmt eine Hotelimmobilie von der Real I.S. Die Übergabe an den neuen Betreiber erfolgte bereits zum 1. Mai, nun fand die offizielle Eröffnung des Hotels mit 144 Zimmern statt.