Warum Gästedaten wichtigster Wettbewerbsvorteil von Hotels sind – nach Dr. Michael Toedt, CEO von dailypoint

| Hotellerie Hotellerie | Anzeige

Hotels sammeln heute mehr Daten als je zuvor. Buchungsverhalten, Aufenthaltspräferenzen, Restaurantbesuche oder Wellness-Anwendungen – entlang der gesamten Guest Journey entstehen täglich wertvolle Informationen. Doch viele dieser Daten bleiben ungenutzt, weil sie in unterschiedlichen Systemen gespeichert, nicht aktualisiert oder nicht miteinander verknüpft werden.

In der aktuellen Folge des Podcasts „AUSGEBUCHT!“ spricht HotelPartner-CEO Oliver Meyer mit Dr. Michael Toedt, Gründer und CEO von dailypoint, darüber, warum eine durchdachte Datenstrategie künftig über den wirtschaftlichen Erfolg eines Hotels entscheiden kann. Das zentrale Learning: Digitalisierung allein reicht nicht aus. Erst eine saubere Datenbasis macht aus Informationen einen echten Wettbewerbsvorteil.

Jetzt die komplette Folge anhören

Das Problem: Viele Daten überall verstreut

Viele Hotels verfügen bereits heute über eine enorme Menge an Gästedaten. Das Problem ist jedoch weniger die Quantität als vielmehr die Qualität und Struktur dieser Informationen.

Im Podcast erklärt Dr. Michael Toedt, dass Daten häufig in vielen verschiedenen Systemen liegen: im PMS, im Buchungssystem, im CRM, im Spa oder im Restaurant. Die E-Mail-Adresse des Gastes hier, die Postadresse dort. Der Channel Manager, der bei jeder Buchung ein neues Profil anlegt. Das liegt daran, dass viele einzelne Tools entlang der Customer Journey jeweils ein einzelnes Problem lösen – aber das Kernproblem damit erst entsteht: die fehlende Kontrolle über die Datenhaltung.

Ohne eine zentrale Zusammenführung kann mit den Daten nicht erfolgreich gearbeitet werden. Das zentrale Gastwissen ist also das A und O.

Dabei könnten genau diese Informationen helfen, Gäste individueller anzusprechen, personalisierte Angebote zu erstellen und langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Bruchstellen müssen vermieden werden

Wenn man die Datenhaltung nicht ganzheitlich betrachtet, hat man also vielleicht im Marketing sauber die Präferenzen abgebildet und schöne Kommunikationskampagnen abgeleitet, aber im Front Office findet dann doch keine Gäste-Evaluation statt. Da entstehen Bruchstellen, wo die reine Datenmasse überhaupt nichts bringt.

Hotels benötigen also eine zentrale IT-Strategie, wo Daten zusammengeführt, gemanagt und in andere Systeme zurückgespielt werden, statt in jeder Abteilung noch ein Tool und noch eine App einzubringen. Stellen Sie sich die Frage:

Welche Tools arbeiten wie gut zusammen?

Anstelle auf den immer neusten Tech-Trend aufzuspringen und noch ein drittes, viertes, fünftes Tool einzuführen. Schauen Sie daher darauf, wer wirklich ein Partner ist, dem Sie vertrauen und der Ihnen helfen kann, das Tech Stack aufzubauen – oder engagieren Sie renommierte unabhängige Berater dafür.

Customer Data Platforms als Lösungsansatz

Gästedaten sind längst kein reines Marketingthema mehr und nur im CRM angesiedelt. Sie beeinflussen heute zahlreiche Bereiche eines Hotels – von Revenue Management über Vertrieb und Gästekommunikation bis hin zu Automatisierung und Servicequalität.

Wer umfangreiche Datenprofile seiner Gäste erstellen will, kommt heutzutage an einer Customer Data Platform (CDP) nicht mehr vorbei:

  • Alle Systeme entlang der Customer Journey docken dort an
  • Daten aller Systeme werden dorthin übertragen
  • In der CDP werden die Daten verarbeitet und an die Systeme zurückgespielt
  • Datenbereinigungsprozesse können vorgenommen werden, inklusive mergen von Profilen

Wer seine Datenhaltung so optimiert, vermeidet Dubletten und manuelle Verknüpfungen der Gästekartei, sondern kann seine Daten übergreifend optimal nutzen.

Das Fazit: Die Zukunft gehört datengetriebenen Hotels

Die Podcast-Folge mit Dr. Michael Toedt macht deutlich: Die entscheidende Ressource der Zukunft sind nicht neue Technologien – sondern hochwertige Datenhaltung.

Hotels, die ihre Gästedaten konsequent strukturieren, intelligent verknüpfen und strategisch nutzen, schaffen die Grundlage für personalisierte Gästeerlebnisse, effizientere Prozesse und fundiertere Entscheidungen. Künstliche Intelligenz kann dieses Potenzial zusätzlich verstärken – allerdings nur dann, wenn die Datenbasis stimmt.

Nicht die Hotels mit den meisten Daten werden erfolgreich sein – sondern diejenigen, die ihre Daten am intelligentesten verwalten.

Im Gespräch mit Podcast-Host Oliver Meyer erfahren Sie außerdem:

  • welche Rolle CRMs im Hotelmanagement bzw. bei Gästedaten spielen,
  • weshalb Automatisierung ohne saubere Daten nicht funktionieren kann
  • und welche Herausforderungen Datenhaltung mit sich bringt.

Jetzt die komplette Folge von „AUSGEBUCHT!“ anhören und erfahren, warum Gästedaten zum wichtigsten Wettbewerbsvorteil der Hotellerie werden können.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe ist in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 weiter gewachsen: Der Gesamtumsatz der angeschlossenen Hotels stieg auf rund 370,5 Millionen Euro. Getragen wurde die Entwicklung vor allem von einer höheren Nachfrage.

Expedia Group hat nach einem starken zweiten Quartal ihre Jahresprognose angehoben. Das Unternehmen meldet zweistellige Zuwächse bei Bruttobuchungen und Umsatz sowie ein deutliches Wachstum im B2B-Geschäft.

Mit der Villa Florhof hat am 1. August 2026 das erste Lalique Boutique Hotel in Zürich eröffnet. Der Hotelbetrieb beginnt wenige Wochen nach dem Ende der geplanten Zusammenarbeit mit dem ursprünglich als kulinarischer Leiter vorgesehenen Christian Jürgens.

Booking Holdings sieht seine Marken zwar zunehmend in Antworten von KI-Systemen vertreten. Der daraus resultierende Verkehr bleibt nach Angaben des Unternehmens jedoch gering. Gleichzeitig bestätigte der Konzern einen OpenAI-Test für ein CPC-Werbemodell sowie eine enge Zusammenarbeit mit Google.

Das Mandarin Oriental Punta Negra ist offiziell eröffnet. Im Rahmen einer Zeremonie mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft nahm die Hotelgruppe ihr erstes Haus auf der Balearischen Insel in Betrieb.

Microsoft warnt vor einer weltweiten Cyberangriffswelle auf Hotelnetzwerke und Anmeldeseiten. Die Angreifer leiten den Datenverkehr von Gästen um, um Schadsoftware zu verbreiten und Zugangsdaten von Geschäftsreisenden zu entwenden.

Booking Holdings hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz, Bruttobuchungen und Gewinn gesteigert. Für das Gesamtjahr erwartet der Online-Reisekonzern weiterhin ein Wachstum der Bruttobuchungen im hohen einstelligen Prozentbereich und verweist in seinem Ausblick auf anhaltende Belastungen im internationalen Flugverkehr.

Airbnb baut sein Hotelangebot weiter aus und bringt mehr als 75 Boutiquehotels von Lark auf die Plattform. Beide Unternehmen sehen in der Kooperation einen Ausbau ihrer Vertriebs- und Hotelstrategie.

Das Best Western Hotel Ambassador in Baunatal setzt nach Angaben von BWH Hotels Central Europe auf Inklusion im Hotelbetrieb. Zwei Menschen mit Behinderung arbeiten dort auf regulären Arbeitsplätzen im Service und in der Küche.

Signo Hospitality übernimmt das Mercure Hotel Mannheim am Friedensplatz. Mit dem Standort wächst das Portfolio des Hotelmanagement-Unternehmens auf zehn Hotels an sieben Standorten.