Was Business-Frauen von Hotelzimmern erwarten

| Hotellerie Hotellerie

Trotz neuer Kommunikationstools bleiben Geschäftsreisen im Berufsleben ein wesentlicher Faktor. 2017 gaben Deutsche Unternehmen dafür insgesamt 52,5 Milliarden Euro aus, 14,7 Milliarden Euro wendeten sie für Übernachtungen in Hotels auf. Immer öfter sind es Frauen, die beruflich einchecken. Für die Hotellerie sind weibliche Geschäftsreisende daher eine relevante Zielgruppe. Doch worauf legen Business-Frauen bei Hotelzimmern eigentlich Wert? Der Hoteleinrichtungsspezialist furniRENT erklärt, wie Hotels in der Gunst von reisenden Geschäftsfrauen steigen. 

Berlin, den 25.02.2019. Die Deutschen brachten es im Jahr 2017 auf insgesamt 187,5 Millionen geschäftlichen Reisen, wie eine Studie von Statista zeigt. Die Zeit, in der beruflich motivierte Reisen ein männliches Phänomen waren, ist längst vorbei. Das Beratungsunternehmen ATKearney ging bereits vor Jahren davon aus, dass sich der Frauenanteil an Geschäftsreisen in Deutschland bis 2020 auf 38 Prozent verdoppeln werde.  Kein Wunder also, dass Business-Frauen für viele Hotels eine interessante Zielgruppe darstellen und sie dieser Entwicklung Rechnung tragen wollen. 

Praktische Einrichtung für sie

Möglich ist das mit einer Zimmerausstattung, die gerade für Frauen ansprechend und praktisch ist. „Natürlich gelten viele Einrichtungskriterien sowohl für weibliche als auch für männliche Geschäftsreisende. Es gibt aber sehr wohl Aspekte, mit denen Hotels bei der Zielgruppe Business-Frauen besonders punkten können“, weiß Hansjörg Kofler, Geschäftsführer von furniRENT. Eine wichtige Rolle nimmt die Planung des Hotelbadezimmers ein. Viele Frauen schätzen es, wenn sie größere Abstellflächen für ihre Kosmetika vorfinden. Um das Schminken zu erleichtern, sollte im Badezimmer eine dem Tageslicht entsprechende Beleuchtung von 4.000 Kelvin gewählt werden. Im Wohnbereich wird dagegen mit warmem Licht und um die 3.000 Kelvin gearbeitet. Auch ein Ganzkörperspiegel im Hotelzimmer kommt gut an. „Bei der Auswahl des Kleiderschranks sollte berücksichtigt werden, dass dieser eine Hängefläche von 1,50 Meter Länge für Langgarderobe wie Kleider aufweist. Viele Kleiderschränke haben nur eine Hängefläche von einem Meter, was sich für Gäste mitunter als unpraktisch erweisen kann“, so Kofler. 

Sicherheit und kleine Aufmerksamkeiten 

Viele Frauen machen sich auf Geschäftsreisen Gedanken über ihre Sicherheit. Darauf sollten Hotels vorbereitet sein und entsprechende Maßnahmen treffen. Gibt es eine Parkgarage, macht es Sinn, die nächstgelegenen Parkplätze zum Hoteleingang als Frauenparkplätze zu kennzeichnen. Dies trägt zum Sicherheitsgefühl bei, wenn Frauen nach Geschäftsterminen abends ins Hotel zurückkommen. Vermeiden sollten Hoteliers, dass Frauen über einen langen, womöglich noch schlecht ausgeleuchteten Hotelflur gehen müssen, um ihr Zimmer zu erreichen. Sicher im Hotelzimmer angekommen, freuen sich viele weibliche Business-Gäste darüber, wenn Hotels Kosmetik- und Pflegeprodukte kostenlos zur Verfügung stellen. Neben den relativ üblichen Dingen wie Duschgel oder Bodylotion kann das auch ein ,Notfallset’ mit Produkten wie Nagelfeile oder Nagellackentferner sein. 

Worauf alle Business-Gäste Wert legen

„Unabhängig vom Geschlecht der Geschäftsreisenden gibt es Ausstattungskriterien, die für alle Business-Gäste wichtig sind. Dazu zählen ein großer Schreibtisch beziehungsweise ausreichend Arbeitsfläche, genügend Steckdosen, WLAN und USB-Anschlüsse“, bemerkt Kofler. Besonderen Wert legen Business-Gäste auch auf guten Schallschutz sowie die Möglichkeit, das Zimmer zu verdunkeln, um bei der Arbeit am Laptop nicht von der Sonne geblendet zu werden. Für viele Geschäftsreisende ist darüber hinaus ein 24 Stunden Check-in essenziell, da sie teilweise erst spätabends anreisen oder aufgrund vorhergehender Termine nicht genau sagen können, wann sie ankommen. Aktuelle Tageszeitungen und Zeitschriften (auch aus dem Lifestyle-Bereich) sollten zum Standard eines Business-Zimmers gehören.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Ensana Fürstenhof in Bad Griesbach hat nach einer umfassenden Modernisierung wiedereröffnet. Das Hotel umfasst 148 Zimmer und eine 4.500 Quadratmeter große Spa-Landschaft. Ein medizinischer Bereich ist für Anfang 2027 geplant.

Das von Fairmont Hotels & Resorts geführte Plaza Hotel in New York soll ab Januar 2027 mindestens vier Jahre geschlossen bleiben. Geplant sind Reparatur- und Restaurierungsarbeiten an der denkmalgeschützten Fassade. Das Plaza diente als Schauplatz mehrerer Filme.

Die Comer Group will das ehemalige Hilton-Hotel in Gravenbruch kaufen. Nach einem Bericht der Hessenschau ist der Vertrag unterschrieben, die behördliche Genehmigung steht jedoch aus. Der sanktionierte Geschäftsmann Ali Ansari darf von dem Verkauf nicht profitieren.

Kapital und Gästenachfrage sind vorhanden, doch Hoteltransaktionen müssen höhere Anforderungen erfüllen. Die vierte Ausgabe des „Expert Papers“ „Booking the Future“ von mrp hotels beleuchtet, worauf Investoren, Banken und Betreiber bei Finanzierung, Konzept und Wachstum achten.

Stayery expandiert nach München und übernimmt ein Apartmenthaus am Oberwiesenfeld mit 105 Einheiten. Die Eröffnung des konvertierten Bestandsgebäudes am Olympiapark ist für Anfang 2027 geplant.

Seetelhotels meldet einen Ransomware-Angriff auf interne IT-Systeme. Ein möglicher Datenabfluss wird untersucht; bei Buchungen und Anfragen kann es zu Verzögerungen kommen.

Die Radisson Hotel Group hat in Breslau ihr 20. Prize-by-Radisson-Hotel eröffnet. Das Haus im Sky Tower verfügt über 208 Zimmer und ist der zweite Standort der Marke in Polen.

Accor tritt mit dem geplanten ibis Styles Helsinki Helka erstmals in den finnischen Hotelmarkt ein. Das Haus mit 157 Zimmern soll Ende 2027 aus dem traditionsreichen Hotel Helka hervorgehen.

Das bisherige Mercure Tagungs- und Landhotel Krefeld soll ab Januar 2027 als eigenständiges Haus unter dem Dach einer neu gegründeten GmbH fortgeführt werden. Das bestehende Team soll bleiben; neue Tagungskonzepte sind in Arbeit.

Der Ulmer Gemeinderat hat nach einem Bericht der Südwest Presse mit knapper Mehrheit eine Bettensteuer beschlossen. Ab 2030 sollen Übernachtungsgäste drei Euro pro Nacht zahlen.