Wellness im Hotel im Südwesten ab dem Wochenende möglich

| Hotellerie Hotellerie

«Die Hotellerie wartet sehnlichst auf die Möglichkeit, ihre Hotelbäder und -wellnessbereiche öffnen zu können.» Das werde den Unternehmen einen enormen Auftrieb geben. «Das ist ganz entscheidend für das Buchungsverhalten der Gäste», sagte Wolf. Der Verordnungsentwurf liege bereits vor. Hotels durften bereits am 29. Mai wieder öffnen.

Nach Wochen weitgehenden Stillstandes wegen der Corona-Pandemie ist der Tourismus in Baden-Württemberg mit Beginn der Pfingstferien wieder auf Touren gekommen. Im ganzen Land füllten sich bei frühsommerlichem Wetter Hotels und Campingplätze. Tagestouristen und Ausflügler zog es an Seen und Flüsse, auf die Gipfel des Schwarzwaldes oder auf die Schwäbische Alb. Staus gab es auf den Straßen im Südwesten kaum, wie das Innenministerium berichtete.

Christian Willam, der einen Campingplatz in Allensbach am Bodensee betreibt, zog am Montag eine positive Bilanz. «Wir sind ausgebucht.» Die meisten Gäste hielten sich problemlos an die Regeln zur Vermeidung der Ausbreitung des Coronavirus.

Tourismusminister Guido Wolf (CDU) sprach von einem ordentlichen Start ohne Euphorie. Der schon während der vergangenen Wochen sichtbare Trend zum naturbezogenen Tagesausflugstourismus setze sich fort. «Wo ich selbst unterwegs war, war ich sehr angetan davon, wie die Menschen mit der Einhaltung von Abstandsregeln umgehen.» Es sei ein hohes Maß an Vorsicht erkennbar.

Die Geschäftsführerin des See Hotels Off in Meersburg (Bodenseekreis), Elisabeth Off, hatte dagegen mit mehr Gästen gerechnet. Das Haus sei Pfingsten etwa zu einem Viertel belegt gewesen, überwiegend mit Stammgästen. «Es geht langsam los», sagte sie. In ein bis zwei Wochen rechne sie mit deutlich mehr Buchungen.

Auch im Hotel Meschenmoser in Langenargen (Bodenseekreis) lief das Geschäft erst langsam an. Besonders ältere Gäste seien mit Buchungen noch zurückhaltend, sagte Silvia Meschenmoser. Noch fehle auch die Möglichkeit, den Urlaub am Bodensee mit Ausflügen nach Österreich und in die Schweiz zu verbinden. Eine höhere Nachfrage zeichne sich für den Sommer ab, sagte sie.

Unternehmern in Hotel und Gastronomie sei bewusst, dass sie die Verluste der Corona-Krise in dieser Saison nicht aufholen können, sagte Wolf. Nach einem verhaltenen Start am Freitag sei in den Hotels an vielen Orten eine Belegung von 50 Prozent erreicht worden. Damit könne das Geschäft noch nicht nachhaltig betrieben werden.

Innenminister Thomas Strobl (CDU) berichtete, die Polizei habe bei mehr als 7000 Kontrollen 237 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, die eine Anzeige wegen Ordnungswidrigkeit nach sich ziehen. «Je mehr wir weiter die gebotenen Regeln beachten, umso schneller kommen wir gemeinsam ans Ziel.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.

Der „Room Service Benchmark Report 2026“ von SuitePad basiert auf mehr als 200.000 digitalen Bestellungen aus über 500 Hotels. Laut Bericht gehört das Club Sandwich weltweit zu den meistbestellten Room-Service-Produkten.