Whitbread meldet steigende Buchungen und weist Verkaufsforderungen zurück

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Der britische Hotelkonzern Whitbread, Eigentümer der Hotelmarke Premier Inn, ist mit Umsatzwachstum und höheren Vorausbuchungen in das Geschäftsjahr 2027 gestartet. Wie das Unternehmen für die ersten 13 Wochen bis zum 28. Mai 2026 mitteilte, stieg der Gruppenumsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwei Prozent auf 727 Millionen Pfund Sterling. Gleichzeitig lägen die Vorausbuchungen in Großbritannien und Deutschland über dem Niveau des Vorjahres.

Trotz eines nach Unternehmensangaben weiterhin herausfordernden Marktumfelds hält Whitbread an seinem Ausblick für das Gesamtjahr fest. Der Konzern sieht sich zugleich mit Forderungen des aktivistischen Investors Corvex Management nach einem Verkauf des Unternehmens konfrontiert.

Vorausbuchungen entwickeln sich in beiden Kernmärkten positiv

Die vergleichbaren Umsätze erhöhten sich im Berichtszeitraum um zwei Prozent. In Großbritannien legten die Übernachtungsumsätze um drei Prozent zu, während der Umsatz pro verfügbarem Zimmer um zwei Prozent stieg.

Besonders deutlich fiel das Wachstum in London aus. Dort erhöhten sich die Übernachtungsumsätze um sieben Prozent, während der Umsatz pro verfügbarem Zimmer um vier Prozent zulegte. In den Regionen außerhalb der Hauptstadt stiegen beide Kennzahlen um jeweils ein Prozent.

Whitbread verweist zudem auf eine positive Entwicklung bei den Freizeitbuchungen. Vorstandschef Dominic Paul erklärte mit Blick auf die Sommersaison: „We're in a good position for this summer.“

Nach Angaben des Unternehmens könnten steigende Flugpreise die Nachfrage nach Urlauben im Vereinigten Königreich zusätzlich stützen. Whitbread erwirtschaftet nach eigenen Angaben knapp 90 Prozent seines Umsatzes in Großbritannien.

Konzern setzt Umbau zum reinen Hotelunternehmen fort

Parallel zur operativen Entwicklung treibt Whitbread seine strategische Neuausrichtung voran. Ende April hatte das Unternehmen angekündigt, sich von den verbliebenen Markenrestaurants zu trennen und künftig ausschließlich auf das Hotelgeschäft zu konzentrieren.

Die Umsätze im Bereich Speisen und Getränke gingen im ersten Quartal um fünf Prozent zurück. Whitbread führt dies auf den geplanten Ausstieg aus Restaurantmarken wie Brewers Fayre und Beefeater zurück.

Der Ende April vorgestellte Fünfjahresplan sieht vor, die Investitionsausgaben bis zum Geschäftsjahr 2031 um eine Milliarde Pfund Sterling zu senken. Gleichzeitig sollen bis dahin rund zwei Milliarden Pfund Sterling freier Cashflow für Ausschüttungen an die Aktionäre zur Verfügung stehen.

Zudem erklärte Paul, die Auswirkungen steigender britischer Unternehmensabgaben entsprächen weiterhin den bisherigen Erwartungen. Gleichzeitig setze sich das Unternehmen gegenüber der britischen Regierung für Änderungen in den Geschäftsjahren 2028 und 2029 ein.

Corvex erhöht Druck auf Vorstand und fordert Unternehmensverkauf

Während Whitbread seinen Umbau vorantreibt, erhöht der Investor Corvex Management den Druck auf die Unternehmensführung. In einem am 18. Mai 2026 veröffentlichten Schreiben forderte der Fonds den Vorstand auf, einen formellen Verkaufsprozess für das Unternehmen einzuleiten.

Nach Angaben von Corvex hält der Investor wirtschaftliche Interessen an mehr als 11,8 Millionen Aktien und damit rund sieben Prozent der ausstehenden Anteile. Der Fonds kritisiert insbesondere den Ende April vorgestellten Fünfjahresplan und bezeichnet einen Verkauf des Unternehmens als den einzigen glaubwürdigen Weg zur Steigerung des Aktionärswerts.

Corvex verweist dabei auf die geplante Expansion um rund 14.000 zusätzliche Hotelzimmer in Großbritannien und Deutschland sowie auf vorgesehene Immobilienverkäufe mit anschließender Rückanmietung im Umfang von rund 1,5 Milliarden Pfund Sterling. Nach Ansicht des Investors werde der Konzern an der Börse weiterhin deutlich unter seinem inneren Wert bewertet.

Sollte Whitbread keinen Verkaufsprozess einleiten, kündigt Corvex an, eigene Kandidaten für das Kontrollgremium des Unternehmens vorzuschlagen.

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