Mit einer Lichterkette haben Beschäftigte und Bürger für den Erhalt des Congress Hotels im Herzen von Chemnitz demonstriert. Es gehe darum, «ein leuchtendes Zeichen, man könnte auch sagen Warnsignal» zu geben, erklärte Thomas Lißner von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. «Wir lassen den Eigentümer und bisherigen Betreiber nicht aus der Pflicht für eine zukunftsfähige, tragfähige Lösung zu sorgen.»
Hintergrund ist die Schließung des bekannten Hotels. Es ist mit knapp 100 Metern zugleich das höchste bewohnte Gebäude der Stadt und war 1974 als Interhotel eröffnet worden. Das waren Hotels der gehobenen Klasse in der DDR. Das markante Gebäude unweit des Karl-Marx-Monuments bildet ein Ensemble mit der Stadthalle und dem Kongresszentrum.
Die Geschäftsführung hatte erst vor wenigen Tagen offiziell bestätigt, den Betrieb des Hotels zum 31. Januar einzustellen. Weitere Angaben zu den genauen Hintergründen wurden nicht gemacht. Laut NGG hatte in den vergangenen neun Jahren dreimal der Betreiber gewechselt und wurde der Personalbestand heruntergefahren. Von einem Investitionsstau ist die Rede.













