Wieder mehr als 30 Millionen Übernachtungen in Berlin

| Hotellerie Hotellerie

Rund 12,7 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr die Bundeshauptstadt besucht. Das waren etwa fünf Prozent mehr Touristen als 2023, wie der Tourismusverband Visit Berlin mitteilte. Erstmals seit 2019 verzeichnete das Gastgewerbe demnach wieder mehr als 30 Millionen Übernachtungen. «Berlin ist gemeinsam mit London und Paris der Magnet Europas für Städte- und Kulturtourismus», teilte Geschäftsführer Burkhard Kieker mit. 

Deutlich mehr Gäste aus dem Ausland

Treiber dieses Wachstums waren die internationalen Besucherinnen und Besucher. Rund 42 Prozent der Berlin-Reisenden kam Visit Berlin zufolge aus dem Ausland. Im vergangenen Jahr lag der Anteil noch bei etwas mehr als einem Drittel. Die wichtigsten Herkunftsländer sind demnach Großbritannien, die USA, aber auch die Niederlande.

Übernachtungen bei Freunden und Bekannten aber auch in über Plattformen wie Airbnb vermittelte Ferienwohnungen sind in der Statistik nicht enthalten. 

Trotz des Wachstums blieb der Berlin-Tourismus noch unter dem Vorkrisen-Niveau. Im Rekordjahr 2019 verzeichnete die Hauptstadt mehr als 34 Millionen Übernachtungen. Im vergangenen Jahr waren es 30,6 Millionen. 

Auch 2025 soll Tourismus zunehmen

Deutsche Gäste kommen vorrangig aus den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Das ergab eine längerfristige Umfrage der Gesellschaft unter rund 1.700 Touristen zwischen Mai 2023 und April 2024. Demnach waren die Gäste im Schnitt 40,3 Jahre alt und damit jünger als im bundesweiten Durchschnitt anderer Städte (44 Jahre).

Angezogen haben indes nicht nur die Übernachtungszahlen, sondern auch die Preise. Im Schnitt kostete ein Zimmer pro Nacht rund 127 Euro. Das waren fast sechs Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im internationalen Vergleich liegt Berlin damit aber noch im unteren Bereich. In Paris, Rom oder London liegt der durchschnittliche Zimmerpreis pro Nacht bei weit über 200 oder sogasr 300 Euro.

Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) ist zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr wieder mehr Menschen die Hauptstadt besuchen werden. «Auch 2025 stehen viele Highlights an, die neben Berlins Dauerbrennern Besucherinnen und Besucher in die Stadt locken werden, wie zum Beispiel die innovative Tech-Messe Gitex Europe oder die Footballspiele der NFL», teilte sie mit. 

Die American-Football-Liga plant, im Herbst 2025 ein Spiel in der Hauptstadt austragen zu lassen. Der genaue Zeitpunkt ist noch nicht bekannt. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Amtsgericht Cuxhaven hat für die Bösehof Hotel-Betriebs GmbH im niedersächsischen Bad Bederkesa ein vorläufiges Insolvenzverfahren angeordnet. Während der operative Betrieb des Romantik Hotel Bösehof in Schieflage geraten ist, steht die dazugehörige Immobilie bereits seit Ende des vergangenen Jahres unabhängig davon zum Verkauf.

Die globale Hotelpipeline füllt sich: Für 2026 prognostizieren Marktdaten einen massiven Anstieg der Neueröffnungen. Während Shanghai weltweit die meisten Zimmer fertigstellt, verzeichnen Europa und der Nahe Osten eine deutliche Beschleunigung ihrer jährlichen Fertigstellungsraten.

In Westeuropa geraten die Hotelmargen zunehmend unter Druck. Trotz leicht steigender Umsätze sorgen hohe Personalkosten und explodierende Vertriebsausgaben dafür, dass die Region das Schlusslicht bei der Profitabilität in Europa bildet.

Die MHP Hotel AG hat den Betrieb des Andaz Vienna am Belvedere unter einem neuen Franchisevertrag mit Hyatt übernommen. Das Hotel wird ab April 2026 unter der Marke Hyatt Regency weitergeführt.

Das Aus für das Congress Hotel gleicht einem Stich ins Herz von Chemnitz. Deswegen treibt die Sorge um die Zukunft des früheren Interhotels nicht nur die Beschäftigten um. Wie kann es weitergehen?

Mit dem Aethos Club Palma eröffnet ein neuer Member-Bereich in einem restaurierten Stadthaus in der Inselhauptstadt. Das Konzept kombiniert Arbeitsbereiche, Wellness-Angebote und kulturelle Events und ist Teil einer europaweiten Expansionsstrategie der Marke.

Der neue Trendreport von Hilton beleuchtet den Wandel in der Veranstaltungsbranche. Im Mittelpunkt stehen der Wunsch der Teilnehmer nach authentischen Begegnungen, die wachsende Bedeutung von Erholungspausen im Programm und die gezielte Nutzung von Technologie.

Wie wandelt sich die Hotellerie digital? Ein neuer Bericht des Tourismusinstitut der HES-SO Valais-Wallis analysiert die Entwicklung von fast 400 Hotels zwischen 2000 und 2025 im Schweizer Kanton. Die Daten liefern allen Tourismusakteuren wertvolle Erkenntnisse für den Sprung von der reinen Online-Präsenz zur qualitativen Optimierung.

Hotel-Pionier Ian Schrager und Highgate bündeln ihre Kräfte für die weltweite Expansion der Marke Public. Der frisch mit dem SevenRooms Icon Award ausgezeichnete Visionär behält die kreative Leitung, während Highgate den Betrieb übernimmt, um das Konzept „Luxus für alle“ global zu skalieren.

Das Parkhotel Quellenhof in Aachen schließt eine weitere Etappe seiner Revitalisierung ab. Mit Investitionen von knapp zwei Millionen Euro wurden 98 Zimmer modernisiert und die Technik des Grand Hotels auf den neuesten Stand gebracht. Damit steigen die Gesamtinvestitionen seit 2020 auf über zehn Millionen Euro.