Wiener Privathotels erzielen höhere Zimmerpreise als Markenhotels

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Die Privathotellerie in Wien sieht sich laut dem aktuellen Marktbericht „Privathotellerie in Wien – Gesunder Wettbewerb oder Verdrängung vom Markt?“ von Christie & Co trotz zunehmenden Wettbewerbsdrucks weiterhin gut positioniert. Nach Angaben des Unternehmens wurden im Rahmen der Untersuchung Privathoteliers zu ihrer Wahrnehmung des Wiener Hotelmarktes befragt.

Wie aus dem Bericht hervorgeht, wurden in Wien im Jahr 2025 rund 8,6 Millionen Ankünfte und 20,1 Millionen Nächtigungen registriert. Gleichzeitig zählte der Markt laut Christie & Co etwa 450 Hotelbetriebe mit rund 42.400 Zimmern und 84.600 Betten.

Markenhotels dominieren Zimmerkapazitäten am Wiener Hotelmarkt

Nach Angaben von Christie & Co stellen privat geführte Hotels rund 65 Prozent der Hotelbetriebe in Wien. Bei den Zimmerkapazitäten entfielen dagegen rund 64 Prozent auf Markenhotels. Ursache dafür seien unter anderem größere Betriebsstrukturen internationaler Hotelgruppen.

Der Bericht verweist zudem auf Unterschiede in den Marktsegmenten. Während Markenhotels im Economy-Bereich einen geringeren Anteil hätten, steige ihre Präsenz im gehobenen Marktsegment deutlich an. Christie & Co führt dies auf höhere Investitions- und Betriebsanforderungen in diesen Kategorien zurück.

Privathotels liegen bei durchschnittlichen Zimmerpreisen deutlich vorne

Laut den Daten von Christie & Co erzielten privat geführte Hotels im Jahr 2025 eine durchschnittliche Zimmerrate von rund 173 Euro. Damit lag der Wert nach Angaben des Unternehmens etwa 32 Prozent über jener von Markenhotels mit rund 132 Euro.

Bei der Auslastung entwickelten sich beide Gruppen laut Bericht über mehrere Jahre hinweg ähnlich. Nach dem pandemiebedingten Einbruch im Jahr 2020 habe sich die Nachfrage wieder erholt. Im Jahr 2025 erreichten privat geführte Hotels laut Christie & Co eine Auslastung von knapp 77 Prozent und lagen damit rund vier Prozentpunkte über markengeführten Häusern.

Privathoteliers bewerten eigene Wettbewerbsfähigkeit positiver

Die Befragung zeigt laut Christie & Co eine deutlich positivere Einschätzung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit im Vergleich zu früheren Erhebungen. Während im Jahr 2013 etwas mehr als zehn Prozent der Befragten ihre Wettbewerbsfähigkeit als „sehr gut“ eingestuft hätten, seien es 2026 rund 65 Prozent gewesen.

Als Bereiche mit künftig stärkerem Wettbewerb nannten die Befragten laut Bericht vor allem das Drei- und Vier-Sterne-Segment. Im Budgetbereich werde dagegen mit geringerer Wettbewerbsverschärfung gerechnet.

Zu den derzeit wichtigsten Herausforderungen zählen laut der Befragung steigende Kosten, Personalknappheit, technologische Veränderungen sowie wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten. Gleichzeitig gaben nach Angaben von Christie & Co 53 Prozent der befragten Privathoteliers an, eine Expansion in Erwägung zu ziehen.

Pipeline bis 2029 enthält zahlreiche neue Hotelprojekte

Der Marktbericht verweist außerdem auf mehrere geplante beziehungsweise im Bau befindliche Hotelprojekte in Wien. Dazu zählen unter anderem Häuser von Motel One, Dorint, Radisson Red sowie unabhängige Projekte wie das Palais Chotek oder das Magdas Hotel Vienna Prater.

Elena Berwanger, Consultant Investment & Letting bei Christie & Co, erklärte laut Mitteilung: „Die Wiener Privathotellerie ist heute professioneller, klarer positioniert und wirtschaftlich stärker als noch vor zehn Jahren. Gleichzeitig zwingt der zunehmende Wettbewerbsdruck die Betriebe dazu, kontinuierlich zu investieren und ihr Profil weiter zu schärfen.“


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