Wilma Wunder und Limehome unter einem Dach: Neuer Start für Freudenstädter Traditionsadresse

| Hotellerie Hotellerie

Aus dem früheren Hotel und Restaurant Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot entstanden. Nachdem im März bereits Wilma Wunder in der Forststraße 6 eröffnet hatte, befindet sich in dem Gebäude auch das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten. Die Immobilie blickt auf eine lange Geschichte zurück.

Das Hotel Schwanen befand sich nach Angaben des an dem Umbau beteiligten Unternehmens Candela seit 1900 im Besitz der Familie Bukenberger. Das ursprüngliche Gebäude wurde im Krieg zerstört, später entstanden an gleicher Stelle der Gasthof zum Schwanen beziehungsweise das Hotel Schwanen.

Im Januar 2022 übernahm Investor Orhan Tiryaki das Gebäude. Gemeinsam mit der VERYURBAN GmbH & Co. KG entstand daraus das Hotel Moe mit dem Gastronomiebereich Wilma Wunder. Für Architektur und Innenarchitektur zeichnete blocher partners verantwortlich. Candela übernahm in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro die Lichtplanung und Beschaffung der Leuchten.

21 Zimmer und Suiten im Moe by Limehome

Das Moe by Limehome verfügt über 21 Zimmer und Suiten. Nach Angaben von Freudenstadt Tourismus ist das Haus als Apartment-Hotel konzipiert und setzt auf digitale Abläufe ohne klassische Rezeption und Zimmerschlüssel. Zum Angebot gehören unter anderem digitaler Check-in und Check-out sowie Highspeed-WLAN.

Die 21 Einheiten umfassen Einzel- und Doppelzimmer sowie Suiten. In ausgewählten Einheiten sind Küchenzeilen mit Kühlschrank und Herdplatte eingebaut, die eine Selbstversorgung ermöglichen. Bei der Gestaltung kommen warme Farbtöne und unterschiedliche Beleuchtungslösungen zum Einsatz. ZiefleKoch setzte die von blocher partners geplanten Raum- und Einrichtungskonzepte um. Laut Candela wurde das Haus am 9. Mai 2026 eröffnet.

Wilma Wunder eröffnete bereits im März

Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich das Restaurant Wilma Wunder. Tageskarte hatte bereits im März über die Neueröffnung berichtet. Das Restaurant nahm am 7. März 2026 den Betrieb auf. Zuvor waren die ehemaligen Gastronomieräume des Schwanen seit Dezember 2025 umgebaut worden. (Tageskarte berichtete)

Der Standort verfügt nach damaligen Angaben über eine Gesamtfläche von rund 380 Quadratmetern. Davon entfallen etwa 150 Quadratmeter auf den Gastraum. Im Innenbereich stehen 90 Sitzplätze zur Verfügung, weitere 90 Plätze befinden sich im Außenbereich.

Auch Hotelgäste treffen auf das gastronomische Angebot im Haus: Freudenstadt Tourismus nennt Wilma Wunder ausdrücklich als Frühstücksangebot für Gäste des Moe.

Damit werden die früheren Hotel- und Gastronomieflächen des Schwanen heute wieder für beide Bereiche genutzt – mit Wilma Wunder in der Gastronomie und dem Moe by Limehome im Beherbergungsbereich.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

B&B Hotels hat erstmals seit zehn Jahren wieder einen Hotelneubau selbst als Investor und Bauherr entwickelt. Das B&B Hotel Memmingen wurde nun an HPG Capital verkauft und von der Hotelgruppe langfristig zurückgemietet.

Im November 2024 schloss der Europäische Hof Hamburg für angekündigte Renovierungsarbeiten. Fast zwei Jahre später ist das Hotel noch immer geschlossen. Nun bringt ein Hamburger SPD-Politiker auch rechtliche Schritte der Stadt ins Gespräch.

Die Beherbergungsbetriebe in Nordrhein-Westfalen haben im Juni 2026 mehr Gäste und Übernachtungen gezählt. Besonders deutlich legten die Ankünfte und Übernachtungen ausländischer Gäste zu.

Nordrhein-Westfalens Hotelbranche ist im Aufwind. Die Anzahl der Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungen stieg im ersten Halbjahr um vier Prozent auf 26,9 Millionen und damit so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr.

Anzeige

Der raue Ton, für den die Hotellerie lange bekannt war, funktioniert heute nicht mehr: Führung muss neu gedacht werden, um Mitarbeiter langfristig zu halten und ihnen einen Purpose zu geben, sagt Bernhard Patter, Geschäftsführer der diavendo GmbH. Im Gespräch mit Host Oliver Meyer gibt er in der neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“ Tipps, wie Hoteliers mit guter Führung ihre Bottom Line aufbessern.

Nach dem verheerenden Großbrand von 2021 ist der Badische Hof in Baden-Baden zurück. Aroundtown hat das Traditionshotel wiederaufgebaut, Leonardo Hotels übernimmt den Betrieb – mit einem Pachtvertrag über 20 Jahre.

Meininger Hotels plant für das zweite Quartal 2029 die Eröffnung eines zweiten Standorts am Kölner Barbarossaplatz. Durch die Umnutzung eines Bürogebäudes entstehen 305 Zimmer und rund 1.100 Betten für unterschiedliche Gästegruppen.

Hyatt und Coporgest haben Verträge für das neue Park Hyatt Comporta unterzeichnet, das 2029 in Portugal eröffnen soll. Die Anlage umfasst 58 Zimmer, mehrere Villen und Serviced Residenzen nahe Lissabon.

Der Unternehmer und Hoteleigentümer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Neben seinem Engagement bei Kühne+Nagel, Hapag-Lloyd und Lufthansa stand er mit seiner Frau Christine hinter den Hotels The Fontenay in Hamburg und Castell Son Claret auf Mallorca.

Die Villa Florhof in Zürich ist nach zweieinhalbjähriger Bauzeit als erstes Lalique Boutique Hotel neu eröffnet worden. Das denkmalgeschützte Gebäude aus dem 15. Jahrhundert bietet 13 Zimmer, Gastronomieflächen und historische Ausstattungsmerkmale.