Zoff in der Apartment-Branche

| Hotellerie Hotellerie

In der Apartment-Branche scheint der Haussegen schief zu hängen. Das Unternehmen Apartmentservice spricht in einem Schreiben an seine Geschäftspartner davon, eine einstweilige Verfügung gegen die Apartmenthelden GmbH erwirkt zu haben. Die Apartmenthelden bestreiten unlautere Praktiken angewendet oder unberechtigt Daten verwendet zu haben und legten nun ihrerseits Widerspruch beim Landgericht Berlin ein.

Apartmentservice ist ein Beratungsunternehmen, das auch die Vermittlungsplattform apartmentservice.de anbietet. Die Apartmenthelden beschreiben sich als Unternehmen, das auf die Beratung von Betreibern, Entwicklern und Investoren in der Apartmentbranche spezialisiert sei. Die Köpfe hinter den Apartmenthelden, Ralph Herzberg, Robert Lorenz-Pedersen und Michael Ziemann, waren alle bis zum Ende des letzten Jahres bei dem Unternehmen Apartmentservice von Anett Gregorius, die, als Inhaberin und Gründerin des Vermittlungs- und Beratungsunternehmens, das Segment seit über 20 Jahren begleitet.

Bei der einstweiligen Verfügung gegen die Apartmenthelden handelt es sich noch nicht um eine endgültige gerichtliche Maßnahme, sondern um eine vorläufige Regelung, die ohne mündliche Verhandlung und Anhörung des Gegners ergangen ist.

Darauf weisen auch die Apartmenthelden hin und schreiben an die Tageskarte-Redaktion, dass man ebenfalls rechtliche Schritte eingeleitet und Widerspruch beim Landgericht Berlin eingereicht habe.

Während Apartmenservice gegenüber Tageskarte darauf hinweist, dass es dem Unternehmen wichtig sei, „dass die hier relevanten Vorfälle von den zuständigen Behörden bzw. Gerichten so objektiv wie möglich beurteilt und entschieden werden können“, glauben die Herren von den Apartmenthelden, dass das Gericht nach vollständiger Prüfung auch deren Sichtweise angemessen berücksichtigen werde.

Man handle, so die Apartmenthelden, nach den geltenden rechtlichen und ethischen Standards und lege größten Wert auf Datenschutz sowie den Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Es entspreche nicht den Tatsachen, dass die Apartmenthelden unlautere Praktiken angewendet oder unberechtigt Daten verwendet hätten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der österreichische Hotelinvestmentmarkt zieht 2025 deutlich an: Mit einem Volumen von 480 Millionen Euro und einer massiven Rückkehr internationaler Käufer aus Deutschland und der Schweiz, steht vor allem der Standort Wien mit prestigeträchtigen Luxusverkäufen im Zentrum des Interesses.

Das Weissenhaus-Resort geht eine langfristige Finanzierungspartnerschaft mit der Finexity Group ein. Durch digitale Anleihen im Volumen von bis zu 20 Millionen Euro soll die Erweiterung der Anlage an der Ostsee finanziert werden, während ein neues Managementteam um Jan Henric Buettner die operative Professionalisierung vorantreibt.

Die Vestige Collection eröffnet im April das Boutique-Hotel Binidufà auf Menorca. Das Haus mit elf Zimmern ergänzt das bestehende Anwesen Son Ermità und setzt auf ein vegetarisches Gastronomiekonzept sowie eine Architektur, die historische Substanz mit lokalem Design verbindet.

Mit dem W Sardinia Poltu Quatu eröffnet im Frühjahr 2026 ein neues Luxusresort an der Costa Smeralda. Das Haus setzt auf eine architektonische Verbindung aus modernem Design und sardischer Tradition, ergänzt durch ein umfangreiches kulinarisches Angebot.

Die REVO Hospitality Group, die bis 2025 unter dem Namen HR Group tätig war, übernahm 2008 ein erstes Hotel in Leipzig. Nicht zuletzt durch Übernahmen anderer Gruppen, wuchs das Unternehmen in den letzten Jahren rasant auf aktuell 250 Hotels mit 1,3 Milliarden Euro. Vor allem führte diese starke Expansion zu Doppelstrukturen und Integrationsproblemen.

Im April 2026 eröffnet das neue Arcotel Tabakfabrik im 109 Meter hohen Quadrill Tower in Linz. Das 4-Sterne-Haus bietet 189 Zimmer im Industrial-Design, weitläufige Konferenzflächen und ein innovatives Gastronomiekonzept im 27. Stockwerk.

Die REVO Hospitality Group​​​​​​​ steckt in finanziellen Turbulenzen. Jetzt soll das Unternehmen, einer der größten europäischen Multibrand-Hotelbetreiber, bis zum Sommer in Eigenverwaltung saniert werden. Rund 140 Gesellschaften der Gruppe haben beim Amtsgericht Charlottenburg Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt.

Die Hotelgruppe Achat Hotels hat ihren im Jahr 2025 eingeleiteten Sanierungsprozess abgeschlossen und startet zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2026. Nach einem Verfahren der Insolvenz in Eigenverwaltung wurde das Unternehmen restrukturiert und die Anzahl der Betriebe signifikant gesenkt.

Die Medienberichte rund um Europas größten White-Label-Hotel-Betreiber, die Revo Hospitality, spitzen sich zu. Wie das Fachmagazin Hotel vor 9 berichtet, seien zahlreiche Häuser der Marken Mercure, Mövenpick und Pullman nicht mehr über die zentralen Reservierungssysteme von Accor sowie über große Portale buchbar.

Hilton erweitert sein Markenportfolio um die Apartment Collection by Hilton. In Kooperation mit Placemakr bietet der Konzern ab 2026 voll ausgestattete Apartments in urbanen Lagen an, die den Komfort einer Wohnung mit dem Servicestandard der Hotelgruppe kombinieren sollen.