Beste Weinfachhändler 2022 prämiert

| Industrie Industrie

Die Weinhandlung und Weinbar Holstein´s Weinlager in Münster ist Gewinnerin des diesjährigen Fachhandelspreises, den das Deutsche Weininstitut (DWI) alljährlich in Kooperation mit der Fachzeitschrift WEIN+MARKT vergibt. Als Zweitplatzierte ging die Weinhandlung und Weinbar Concept Riesling aus Düsseldorf aus dem Wettbewerb hervor, gefolgt von der Vinothek am Michelsberg in Ulm. 

Die Preisträger wurden am 9. Oktober 2022 im Rahmen des Weinfachhändlertags in Heilbronn vor 120 Teilnehmenden aus dem gesamten Bundesgebiet durch die Deutsche Weinprinzessin Luise Böhme geehrt. „Der Weinfachhandel ist eine wichtige Säule für den Absatz individueller Weine aus den deutschen Anbaugebieten. Dank der hervorragenden Beratung und Verkostungsmöglichkeiten findet man dort sowohl gute Tropfen für den spontanen Weinabend als auch ausgewählte Weine für den besonderen Anlass“, betonte die Weinfachfrau vor der Urkundenübergabe.

Breites Weinangebot aus hiesigen Anbaugebieten

Für ihre Urteilsbildung legte die Jury besonderes Augenmerk auf die ansprechende und übersichtliche Präsentation von Weinen unterschiedlicher Rebsorten aus möglichst vielen deutschen Anbaugebieten. In verdeckten Besuchen vor Ort wurde zudem die Beratungskompetenz durch qualifiziertes Personal überprüft und auf ein ansprechendes Ambiente sowie besondere Serviceangebote und Wein-Events geachtet.

Kreativität und breites Serviceangebot

In ihrer Laudatio auf die Wettbewerbssiegerinnen Judith und Sophie Helmrich, die seit Juli 2017 das Holstein´s Weinlager in Münster betreiben, lobte die Chefredakteurin der Zeitschrift WEIN+MARKT Katja Apelt die Leidenschaft und die Kreativität der beiden Geschäftsfrauen. Mit ihrer im authentischen Industrielook gestalteten Weinhandlung haben sie „einen Ort geschaffen, an dem Weininteressierte nach dem Motto ‚Probieren geht über Studieren‘ fast alle Produkte verkosten oder in entspannter Atmosphäre begleitet von passenden Speisen in der eigenen Weinbar genießen können“, zitierte Apelt aus der Jurybewertung. Miniweinproben oder Veranstaltungen wie Hoffeste mit deutschen Winzern und Livemusik runden das Serviceangebot ab.

Begehbarer Weinkühlschrank und Wein-Events

Die zweitplatzierte Weinhandlung des Wettbewerbs, Concept Riesling in Düsseldorf, ist auch über die Stadtgrenzen hinaus ein Begriff in der Weinwelt. 2017 von Philipp Kutsch, Nico von der Ohe und Björn Schwethelm gegründet, hat sie sich zu einer Institution für heimische Weine entwickelt. „Ein begehbarer Weinklimaschrank, in dem echte Raritäten auf Weinentdecker warten, aber auch das Angebot von Weinen junger aufstrebender Weingütern machen diesen Ort zu einem Muss für Fans des deutschen Weins“, so lautete das Fazit der Jury. Darüber hinaus werden das ganze Jahr über Weinproben – auch online – und Wein-Events im Marktstand oder auch beim Kunden zu Hause angeboten.

Modernes Industrieflair und vinophile Geheimtipps

Daniel Keim und Haris Papapostolou, Inhaber der Vinothek am Michelsberg in Ulm, haben ein „besonderes Händchen bei der Auswahl ihres Sortiments“, lobte die Jury die Drittplatzierten des Wettbewerbs. „Das Ambiente in der Vinothek versprüht modernen Industrieflair und lädt zum Stöbern und Verweilen ein. Neben Gewächsen etablierter Spitzenerzeuger aus fast allen deutschen Anbaugebieten kann man hier auch Weine von noch unbekannten, aber sehr empfehlenswerten jungen deutschen Winzern entdecken“, erklärten die Juroren. Honoriert wurden zudem die regelmäßig stattfindenden Wine & Dine Tastings, After-Work-Verkostungen und Events mit Winzern in der Bio-zertifizierten Vinothek.

Die drei Gewinner des Fachhandelspreises erhalten neben Trophäen, Urkunden und Plaketten wertvolle Warengutscheine der Wettbewerbssponsoren „Zwiesel Kristallglas“ und „Howasped“ sowie Gutscheine für Mitarbeiterschulungen durch das DWI im Gesamtwert von 6.000 €. Zudem werden sie in die Jury zur Wahl der Deutschen Weinkönigin 2023 in Neustadt an der Weinstraße berufen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die finanzielle Schieflage von BrewDog mündet in einer Teilübernahme durch Tilray Brands. Für 33 Millionen Pfund sichert sich der US-Konzern die Markenrechte und elf Bars, während 38 Standorte schließen müssen und das deutsche Geschäft in die Liquidation geht.

Jägermeister stemmt sich gegen die flaue Nachfrage nach Hochprozentigem: Trotz weltweit rückläufiger Spirituosenmärkte habe sich das Unternehmen gegen den Trend behauptet und Marktanteile gewonnen, wie die Mast-Jägermeister SE in Wolfenbüttel mitteilte.

Der französische Konzern Groupe SEB streicht weltweit 2100 Stellen, um auf sinkende Gewinne im Jahr 2025 zu reagieren. Besonders betroffen sind auch Werke und Arbeitsplätze in Deutschland: An drei Traditionsstandorte ist zudem geplant, die Fertigung von Kochgeschirr, Backformen und Messern einzustellen.

Brandenburgs Spargelbauern setzen auf einen frühen Start in die Saison. An Ostern soll das erste Gemüse geerntet sein. Doch die Landwirte bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck: Im Jahr 2025 sanken Absatz und Umsatz um jeweils sieben Prozent. Während die Zahl der Käuferhaushalte stabil blieb, griffen die Verbraucher seltener zu. Deutsche Erzeuger konnten ihren Marktanteil trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht steigern.

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.

Startschuss für ein millionenschweres Bauprojekt: In der Düsseldorfer Ulmenstraße entsteht bis 2027 ein neuer Metro Großmarkt. Der Standort setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept und soll die Versorgung der regionalen Gastronomie langfristig sichern.

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.