Bio-Händler Alnatura wächst zweistellig über Milliardengrenze

| Industrie Industrie

Der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura hat im Geschäftsjahr 2019/2020 (30. September) erstmals mehr als eine Milliarde Euro umgesetzt. Erlöse von 1,08 Milliarden Euro bedeuteten eine Rekordsteigerung um 19,6 Prozent zum Vorjahr, wie Unternehmensgründer Götz Rehn am Mittwoch in Darmstadt berichtete. Angaben zum Gewinn machte die GmbH erneut nicht.

Das Unternehmen profitierte wesentlich vom allgemeinen Wachstum des Marktes für Bio-Landwirtschaftsprodukte in Deutschland. Im Berichtsjahr wurden zudem vier neue Märkte eröffnet, und die Beschäftigtenzahl stieg um 280 auf gut 3500 Menschen. Auch im laufenden Jahr will die Kette weiter expandieren, indem sie mindestens fünf weitere neue Märkte eröffnet. Aktuell steht sie bei 136 Geschäften in 13 Bundesländern. Einen neuen Handelspartner hat das Unternehmen in Tschechien mit dem Großmarkt «Jip» gefunden. Laut Rehn wird etwa die Hälfte der Umsätze über Handelspartner gemacht.

In den eigenen Märkten waren unter den Bedingungen der Corona-Pandemie besonders haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder Tiefkühlkost gefragt. Der Anthroposoph Rehn kündigte den weiteren Einsatz seines Unternehmens für mehr biologischen Landbau an, der CO2 im Boden binden könne. «Es gibt keinen Impfstoff gegen den Klimawandel», sagte er.

Konkret will Alnatura auch weniger Lebensmittel importieren. In Kooperation mit der Bodensee-Insel Reichenau biete man inzwischen deutschen Ingwer und über 38 Wochen im Jahr deutsche Tomaten an. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

KFC wechselt in den USA ab Januar 2027 von PepsiCo zu Coca-Cola. Das US-Netz umfasst laut Reuters 3.718 Standorte; bis Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte voraussichtlich in sämtlichen US-Restaurants angeboten werden.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Fachzeitschrift Wein + Markt haben herausragende Weinfachhändler für ihre besonderen Leistungen in Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundenpflege mit dem Fachhandelspreises 2026 geehrt.

Nach zähen Verhandlungen bringt die Regierung eine Zuckersteuer auf den Weg. Das soll nicht nur Einnahmen bringen, sondern auch neue Rezepturen für Limo und Co.

Pressemitteilung

Die vierte Ausgabe der EUROVINO in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Ab sofort können sich Interessierte aus Handel und Gastronomie ihr Ticket für die beiden Messetage am 28. Februar und 1. März 2027 sichern. Für zusätzliche Vorfreude sorgt dabei der aktuelle Anmeldestand der Ausstellenden zu Mitte Oktober 2026: Die Fläche ist bereits zu über 80 Prozent ausgebucht!

Asien-Pazifik verfügt erstmals über mehr Messegelände mit mindestens 100.000 Quadratmetern Innenausstellungsfläche als Europa. Weltweit weist die neue Untersuchung des Messeverbands UFI 45,2 Millionen Quadratmeter Ausstellungsfläche aus.

Die deutsche Weinernte dürfte 2026 unter dem mehrjährigen Durchschnitt bleiben. Während die Mengenprognosen von Destatis und Deutschem Weininstitut unterschiedlich ausfallen, erwarten die Winzer nach DWI-Angaben „Spitzenqualitäten“.

Die deutschen Winzer erwarten „Spitzenqualitäten“, aber eine kleinere Weinernte als in den beiden Vorjahren. Das Deutsche Weininstitut schätzt den bundesweiten Ertrag auf rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Metro Deutschland testet gemeinsam mit Omnivore Recycling ein Verfahren zur Verwertung unvermeidbarer Lebensmittelabfälle. Larven der Schwarzen Soldatenfliege sollen daraus Biomasse für Futtermittel und organischen Dünger erzeugen.

Pressemitteilung

Zur Saison 2026/27 hat Supreme Sports Hospitality (Supreme) in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen den neuen Hospitality-Bereich „Weserblick“ im Weserstadion in Betrieb genommen. Die Sportsbar bietet Platz für knapp 100 Gäste und ergänzt die bestehenden Hospitality-Bereiche um ein legeres Format. 

Die Internorga verändert zur 100. Ausgabe ihre Hallenstruktur. Digital Solutions zieht vollständig in die Halle A3, Food & Beverages wächst und Future Food wird zum eigenständigen Bereich Future Food & Drinks.