Butter als Berufung - ButterBoyz setzen auf Handarbeit und historische Technik

| Industrie Industrie

Wer die Geschichte der ButterBoyz verstehen will, muss nicht bei Butter beginnen, sondern in einer Küche in Lyon. Dort lernten sich Moritz Oswald de Mesquita und Fabio Cestari de Mesquita 2011 am Institut Paul Bocuse kennen. Aus der gemeinsamen Ausbildung entwickelte sich zunächst eine berufliche Partnerschaft, später ein gemeinsames Unternehmen. Heute produzieren die beiden in ihrer Manufaktur in Regen im Bayerischen Wald handgeknetete Butterspezialitäten für Gastronomie, Hotellerie, Feinkosthandel und zunehmend auch für Privatkunden.

Die Geschäftsidee entstand während ihrer Zeit in Wien. Nach Angaben der Gründer war hochwertige handwerklich hergestellte Butter französischer Prägung in Deutschland und Österreich kaum erhältlich. 2018 gründeten sie deshalb die ButterBoyz und bauten die Produktion in einer ehemaligen Metzgerei in Regen auf. Zum Inventar gehört bis heute ein historischer Butterkneter aus dem 19. Jahrhundert, den die Gründer aus Paris nach Bayern transportierten.

Historischer Holzkneter bleibt Herzstück der gesamten Produktion

Die Basis aller Produkte bildet nach Unternehmensangaben eine bio-zertifizierte Sauerrahm-Fassbutter aus einer familiengeführten, Bioland-zertifizierten Käserei im Allgäu. Anschließend wird die Butter in Regen auf dem historischen Holzkneter weiterverarbeitet. Dabei verliert sie nach Angaben der Gründer einen Teil ihres Wassergehalts und erhält ihre charakteristische Konsistenz.

Dieser Arbeitsschritt unterscheidet die Herstellung von vielen industriellen Verfahren. Jedes Stück Butter wird laut Unternehmen auf dem Holzkneter veredelt und anschließend von Hand geformt. Produziert wird von einem achtköpfigen Team.

Sortiment umfasst mittlerweile rund 20 verschiedene Buttersorten

Aus wenigen Produkten ist in den vergangenen Jahren ein breites Sortiment entstanden. Neben klassischer Sauerrahm-Fassbutter, Salzbutter und Kräuterbutter gehören heute rund 20 Sorten zum Angebot. Dazu zählen Varianten wie Steinpilz, Chili-Röstzwiebel, Honig-Senf, Tomate-Röstzwiebel, Bärlauch, Fichtenspitzen, Feige-Anis, geröstetes Malz oder Rote Bete. Ergänzt wird das Sortiment durch saisonale Produkte sowie Sonderanfertigungen mit Trüffel.

Viele der Rezepturen entstanden nach Angaben der Gründer aus Gesprächen mit Köchen, Kunden und Freunden oder basieren auf Erfahrungen aus ihrer Ausbildungszeit in Frankreich. Die Produkte werden ohne Konservierungsstoffe hergestellt und stammen laut Unternehmen aus biologischem Anbau, mit Ausnahme einzelner Spezialitäten wie der Café-de-Paris-Butter.

Gastronomie bleibt wichtigster Absatzmarkt des Unternehmens

Der wichtigste Vertriebskanal ist weiterhin die gehobene Gastronomie. Nach Unternehmensangaben gehen rund 85 Prozent der Produktion an Restaurants, Hotels und Feinkosthändler in Deutschland und Österreich. Zu den genannten Kunden und Vertriebspartnern zählen unter anderem Feinkost Käfer, Müllers auf der Rü, Havelland Express, Rungis Express sowie R&S Gourmet Österreich.

Für gewerbliche Kunden produziert die Manufaktur Portionsgrößen von 20 und 40 Gramm sowie größere Formate von 500 Gramm bis fünf Kilogramm. Darüber hinaus entstehen individuelle Sonderanfertigungen wie Butter-Pyramiden oder speziell geformte Butterstücke für den Einsatz in der Gastronomie.

Gründer erweitern Angebot zunehmend für private Verbraucher

Neben dem Gastronomiegeschäft wächst nach Angaben des Unternehmens die Bedeutung des Direktverkaufs. Im eigenen Onlineshop und im Feinkostladen in Regen werden Einzelsorten sowie verschiedene Probierpakete angeboten. Der Versand erfolgt laut Unternehmen über eine gekühlte Expresslogistik.

Seit der Gründung im Jahr 2018 sei der Umsatz um 274 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sehen die Gründer weiteres Potenzial im Privatkundengeschäft. Moritz Oswald de Mesquita beschreibt die langfristige Ambition des Unternehmens mit den Worten: „Wir wollen für Butter werden, was Tempo für Taschentücher geworden ist.“

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Zur Saison 2026/27 hat Supreme Sports Hospitality (Supreme) in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen den neuen Hospitality-Bereich „Weserblick“ im Weserstadion in Betrieb genommen. Die Sportsbar bietet Platz für knapp 100 Gäste und ergänzt die bestehenden Hospitality-Bereiche um ein legeres Format. 

Die Internorga verändert zur 100. Ausgabe ihre Hallenstruktur. Digital Solutions zieht vollständig in die Halle A3, Food & Beverages wächst und Future Food wird zum eigenständigen Bereich Future Food & Drinks.

Pressemitteilung

Mit dem Award „Spüler des Jahres“ rückt Winterhalter die Menschen ins Rampenlicht, die im Hintergrund dafür sorgen, dass in Gastronomieküchen alles läuft. Im Rahmen der Rolling Pin Convention wurde Marco Tardt vom Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim zum „Spüler des Jahres 2026“ gekürt.

Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die Porzellanmanufaktur Kahla wird ihren Betrieb zum Jahresende einstellen. Der Insolvenzverwalter zieht Bilanz.

Nach einem sehr sonnigen Sommer haben die Winzer im Südwesten eine hervorragende Traubenqualität in die Weinkeller bekommen. Die große Hitze und Trockenheit sorgte aber für drastische Ernteeinbußen.

Pressemitteilung

Südtirol steht im Zeichen zertifizierter Nachhaltigkeit. Mit unserem ersten internationalen GreenSign Community Circle im Hotel Rogen am 24. September 2026 haben wir einen Meilenstein gesetzt und zeigen, wie geprüfte Nachhaltigkeit wirtschaftlich profitabel wird.

Pressemitteilung

GreenSign Hotel stärkt sein internationales Zertifizierungsnetzwerk: Künftig führen drei renommierte, unabhängige Zertifizierungsstellen – VERIS Certifications, TÜV Rheinland Cert und Control Union Certifications – die Audits in spezifischen Märkten durch. So schafft GreenSign mehr regionale Nähe und effizientere Prozesse auf dem Weg zur anerkannten GreenSign Hotel Zertifizierung.

Deutschland ist ein zentraler Standort der europäischen Kaffeewirtschaft. Eine aktuelle Studie beziffert deren Wirtschaftsleistung auf 70,2 Milliarden Euro und die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze auf rund 517.000.

Pressemitteilung

Nach erfolgreicher Pilotphase ist Click & Collect im Deutsche Bank Park an neun Kiosken verfügbar. Supreme Sports Hospitality betreibt den Service gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und entwickelt ihn kontinuierlich weiter. Ziel: kürzere Wartezeiten und ein noch angenehmeres Stadionerlebnis. Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit Innovationspartner New Spice.

Russland hat das Geschäft der Metro AG unter vorübergehende Zwangsverwaltung gestellt. Der Konzern bleibt formal Eigentümer seiner russischen Tochtergesellschaft, hat nach eigenen Angaben aber keine operative Kontrolle mehr.