Deutsche Weinkultur soll ins Unesco-Erbe - Antrag eingereicht

| Industrie Industrie

Die Initiative für eine Aufnahme der Weinkultur ins Weltkulturerbe der Unesco, hat einen ersten wichtigen Schritt erreicht: Die Deutsche Weinakademie (DWA) in Bodenheim bei Mainz reichte jetzt den Antrag dafür beim zuständigen Sekretariat für das Welterbe in Rheinland-Pfalz ein, wie das Weinbauministerium in Mainz mitteilte. Die Deutsche Weinakademie habe den Antrag «stellvertretend für alle Menschen» eingereicht, «die die Weinkultur in Deutschland erhalten und pflegen».

Weinbauminister Volker Wissing (FDP) begrüßte die Initiative, die Weinkultur als immaterielles Kulturerbe schützen zu lassen. Wein sei viel mehr als ein alkoholisches Getränk, sagte Wissing, als er im Januar seinen Vorschlag zur Aufnahme der Weinkultur ins Unesco-Welterbe vorgestellt hatte. Die kulturelle Bedeutung des Weins erstrecke sich von der regionalen Identitätsstiftung über Feste bis zu der vom Weinbau geprägten Architektur.

«Der Antrag unterstreicht, wie wichtig die Weinkultur für unser Land ist», erklärte Wissing am Mittwoch. «Ohne den Wein wäre Rheinland-Pfalz ein anderes Land.» Beim Sekretariat für das Welterbe beim Kulturministerium Rheinland-Pfalz muss nun entschieden werden, ob der Antrag in die Projektliste des Landes aufgenommen wird. Nächster Schritt wäre dann die Übermittlung an die deutsche Unesco-Kommission.

Bereits 2016 wurde die belgische Bierkultur in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Auch die türkische Kaffeekultur ist dabei. Ein Antrag für dieses Verzeichnis muss immer von den Trägern des Kulturguts gestellt werden.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.

Die französische Le Duff Group übernimmt die spanische Panamar Bakery Group. Laut Unternehmensangaben ist es die bislang größte Akquisition des Konzerns und Teil einer internationalen Expansionsstrategie. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

Rentokil ist jetzt Premium-Branchenpartner des DEHOGA Bayern. Der Verband holt sich damit einen Spezialisten mit tiefem Verständnis für die hygienischen, rechtlichen und operativen Anforderungen von Gastronomie und Hotellerie an seine Seite. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt und soll Mitgliedsbetrieben zusätzliche Sicherheit und fachliche Unterstützung im Schädlingsmanagement bieten.

Der Spargelanbau in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Erntemenge, Anbaufläche und Zahl der Betriebe sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken, während die Importe leicht gestiegen sind.

Unilever bestätigt Gespräche mit McCormick über ein mögliches Geschäft mit der Lebensmittelsparte. Zuvor hatte Bloomberg über Überlegungen zu einer Abspaltung des Bereichs berichtet.