Eichelmann 2020 erschienen

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Der neue Eichelmann ist da, und in diesem Jahr ist nicht nur der Inhalt komplett neu, auch das Erscheinungsbild wurde erneuert. Der Eichelmann 2020 ist komplett bebildert, jedem Weingut wird eine eigene Seite gewidmet, ein Etikett ist abgebildet, die Spitzenwinzer werden auf jeweils zwei Seiten auch im Bild vorgestellt. Weit über 12.000 Weine wurden dieses Jahr verkostet, 975 Weingüter mit 11.300 Weinen hat die Redaktion ausgewählt.

Bei der Buchpräsentation im Heidelberger Schloss präsentierte Gerhard Eichelmann die Weingüter des Jahres und zeigte die Entwicklung im deutschen Weinbau auf.  „Der Trend zu Bio ist ungebrochen, immer mehr Winzer erkennen, dass man mit biologischer Bewirtschaftung die Basis schafft um bessere Weine zu erzeugen“, betonte Eichelmann beim Weingipfel im Heidelberger Schloss. Und die prämierten Weingüter bestätigen dies: Vier der acht ausgezeichneten Weingüter bewirtschaften ihre Weinberge biologisch.

Weingüter des Jahres

Für die beste Weißweinkollektion des Jahres wird das Weingut Bischel aus Appenheim in Rheinhessen ausgezeichnet. Christian und Matthias Runkel haben mächtig Gas gegeben in den letzten Jahren, wurden vor vier Jahren bereits als Aufsteiger des Jahres ausgezeichnet. Und sie haben seither weiter Jahr für Jahr zugelegt, trumpfen in diesem Jahr mit einer großartigen Kollektion auf, begründet Gerhard Eichelmann die Wahl der Redaktion.

Für die beste Rotweinkollektion wird das Weingut Klopfer aus Großheppach im Remstal ausgezeichnet. "Wolfgang und Christoph Klopfer haben sich in den letzten Jahren stetig gesteigert, präsentieren Kollektionen auf sehr hohem Niveau und stellten in diesem Jahr nun schon zum zweiten Mal in Folge in unseren Schlussverkostungen den höchstbewerteten Lemberger", erklärt Gerhard Eichelmann bei der Preisverleihung.

Die Auszeichnung für die beste süße und edelsüße Kollektion des Jahres geht in diesem Jahr an das Weingut Dr. Corvers-Kauter in Oestrich-Winkel im Rheingau. "In den letzten Jahren sind die Kollektionen stetig besser geworden, mit dem Jahrgang 2018 ist ein neuer Höhepunkt erreicht.“

Für die beste Sektkollektion werden Michael Andres und Steffen Mugler und ihre Sektkellerei Andres & Mugler ausgezeichnet. Jahr für Jahr präsentieren sie zuverlässige Sekt-Kollektionen auf sehr hohem Niveau, gehören seit zwei Jahrzehnten zu den Spitzen-Sekterzeugern in Deutschland.

Aufsteiger des Jahres ist das Weingut Jülg aus Schweigen-Rechtenbach in der Südpfalz. "Die Familie Jülg hat uns in diesem Jahr ihre bislang stärkste Kollektion geschickt, die angeführt wird von den Weinen der zuletzt neu eingeführten Topkategorie „Opus-Oskar“, die Weingutsgründer Oskar Jülg gewidmet ist", begründet der für die Pfalz verantwortliche Redakteur Jens Wagner die Wahl.

Entdeckung des Jahres

"Der Eichelmann" hat schon immer viel Zeit in die Suche nach neuen Winzertalenten investiert, und das soll zukünftig noch wichtiger werden. Deshalb wird erstmals ein Winzer als Entdeckung des Jahres ausgezeichnet. Ronald Linder ist ein Quereinsteiger. Der Medieningenieur und angehende Filmemacher übernahm Anfang der 2010er Jahre das elterliche Weingut in Endingen am Kaiserstuhl und stellte den Betrieb auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise um, ist Demeter- und Ecovin-zertifiziert. "Die Weine haben alle eine vielschichtige Textur, sie sind spannend und gleichzeitig liegt Ruhe in den Weinen", begründet der für Baden zuständige Redakteur Thomas Veigel die Wahl.

Neben den Weingütern des Jahres präsentiert Gerhard Eichelmann einen Weinklassiker, der damit in die „Mondo-Klassiker-Bibliothek“ aufgenommen wird, in der die großen Weine Deutschlands versammelt sind, jedes Jahr kommt ein Wein aus einer großen Weinlage hinzu. Der Weinklassiker ist ein Wein, der zum einen hohe Qualität bietet, zum anderen aber auch Jahr für Jahr ein klares Profil zeigt und als Prototyp seiner Rebsorte und seiner Region gelten kann. Dieses Jahr fiel die Wahl auf die Lage Kirchberg in Oberrotweil am Kaiserstuhl mit dem Spätburgunder Großes Gewächs von Konrad Salwey: „Ein faszinierender Wein, komplex, reintönig und nachhaltig“, lobt Gerhard Eichel-mann.

Der Ehrenpreis für das Lebenswerk wird in diesem Jahr Werner Näkel verliehen. Werner Näkel ist der renommierteste Winzer an der Ahr, ihm ist der Aufschwung, den die Region in den letzten zwanzig Jahren genommen hat, maßgeblich zu verdanken. Als er in den achtziger Jahren anfing trockene Weine zu erzeugen und Rotweine im Barrique auszubauen, war die Verwunderung groß. Heute sind Ahrweine überwiegend trocken, Barriqueausbau für die Spitzenweine ist heute eine Selbstverständlichkeit. "Werner Näkel gehört zu der Handvoll von Winzern, denen der deutsche Wein sein heute hohes Renommee zu verdanken hat", erklärt Gerhard Eichelmann bei der Preisverleihung.


 

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