Putin gibt Metro-Geschäft in Russland in Zwangsverwaltung

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Das Russland-Geschäft der Metro AG steht seit dem 28. September 2026 unter vorübergehender Zwangsverwaltung. Grundlage ist ein Dekret des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Metro teilte mit, der Konzern habe dadurch keine operative Kontrolle mehr über seine russische Tochtergesellschaft. Das Eigentum an Metro Russland bleibe formal bei der Metro AG.

Russland überträgt die operative Kontrolle an UK Torg RUS

Nach Angaben von Metro wurde die operative Kontrolle an UK Torg RUS übertragen, ein Unternehmen des Geschäftsführers von Metro Russland, Johannes Tholey. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf das veröffentlichte Dekret berichtet, verwaltet Torg RUS vorübergehend 100 Prozent der Aktiva von Metro in Russland.

Welche weiteren Auswirkungen die Entscheidung auf den Konzern hat, werde derzeit geprüft, erklärte Metro. Das Unternehmen ist seit 2001 in Russland tätig und betreibt dort nach eigenen Angaben 91 Großhandelsgeschäfte mit rund 9.000 Mitarbeitern.

Putin stellte zuvor auch Nestlé und Auchan unter externe Verwaltung

Im September 2026 hatte Russland bereits den Lebensmittelhersteller Nestlé und die französische Warenhauskette Auchan unter externe Verwaltung gestellt, wie die dpa berichtet. Der Kreml hatte diese früheren Entscheidungen damit begründet, dass es sich um Unternehmen aus sogenannten unfreundlichen Ländern handle, deren Regierungen die Ukraine unterstützten.

Metro hatte nach Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Februar 2022 entschieden, im Land zu bleiben. Das Unternehmen bezeichnete dies 2023 als schwierigen Abwägungsprozess und verwies damals auf seine Mitarbeiter, seine Kunden und die Bedeutung des Russland-Geschäfts für den Konzern. Seit Kriegsbeginn habe Metro verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Verbindungen zwischen der russischen Tochtergesellschaft und der Metro AG zu verringern, teilte der Konzern nun mit.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen. (mit dpa)


 

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