Sazerac plant Übernahmeangebot für Berentzen-Gruppe

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Die Sazerac Company plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Berentzen-Gruppe AG. Eine unmittelbare Tochtergesellschaft von Sazerac beabsichtige, den Aktionären 5,55 Euro je Aktie anzubieten, teilte Berentzen am 21. September 2026 mit. Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen das geplante Angebot.

Die Berentzen-Gruppe habe eine Zusammenschlussvereinbarung mit Sazerac und der Blitz 26-877 GmbH geschlossen. Die Gesellschaft soll künftig unter dem Namen Sazerac Germany Holding GmbH firmieren und als Bieter auftreten.

Geplant sei ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot in Form eines Barangebots im Sinne von Paragraf 29 Absatz 1 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes. Der Angebotspreis von 5,55 Euro entspreche einer Prämie von rund 68 Prozent auf den unbeeinflussten, volumengewichteten Durchschnittskurs der Berentzen-Aktie im Xetra-Handel während der drei Monate vor dem 16. September 2026.

Bieter setzt Mindestannahmeschwelle bei 50 Prozent plus einer Aktie

Das Angebot unterliege einer Mindestannahmeschwelle von 50 Prozent aller Berentzen-Aktien plus einer Aktie. Der Vollzug werde vorbehaltlich marktüblicher Bedingungen im vierten Quartal 2026 erwartet.

Vorstand und Aufsichtsrat der Berentzen-Gruppe hätten dem Abschluss der Zusammenschlussvereinbarung zugestimmt. Nach Darstellung des Unternehmens seien beide Gremien der Ansicht, dass die geplante Transaktion im besten Interesse der Gesellschaft, ihrer Aktionäre, ihrer Mitarbeiter und weiterer Interessengruppen liege.

Vorbehaltlich der Prüfung der noch zu veröffentlichenden Angebotsunterlage beabsichtigten Vorstand und Aufsichtsrat, den Aktionären die Annahme des Angebots zu empfehlen. Die gemeinsame begründete Stellungnahme gemäß Paragraf 27 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes solle nach der Veröffentlichung der Angebotsunterlage abgegeben werden.

Sazerac strebt nach erfolgreichem Angebot ein Delisting an

Nach einem erfolgreichen Vollzug des Übernahmeangebots beabsichtige der Bieter ein Delisting der Berentzen-Gruppe. Der Vorstand wolle dieses Vorhaben vorbehaltlich seiner gesetzlichen Pflichten unterstützen.

Die Angebotsunterlage werde vom Bieter erstellt und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur Prüfung vorgelegt. Nach der Gestattung durch die Bafin solle sie veröffentlicht und unter www.sazerac-offer.com bereitgestellt werden.

Als wesentliches Ziel der geplanten Transaktion nennt die Berentzen-Gruppe strategische Vorteile, insbesondere mit Blick auf Synergien und Wachstumschancen. Diese sollten sich nach Angaben des Unternehmens aus der Bündelung der Kompetenzen und geografischen Präsenzen von Sazerac und der Berentzen-Gruppe ergeben.

Sazerac meldet mehr als sechs Milliarden US-Dollar Nettoumsatz

Sazerac ist ein familiengeführtes Unternehmen für Spirituosen. Es wurde den Angaben zufolge 1850 in New Orleans gegründet und hat seinen Hauptsitz in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Für das Kalenderjahr 2025 weist das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Nettoumsatz von mehr als sechs Milliarden US-Dollar aus.

Die Berentzen-Gruppe hat ihren Sitz in Haselünne und ist im Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Das Unternehmen ist in den Geschäftsfeldern Spirituosen, alkoholfreie Getränke und Frischsaftsysteme tätig.

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