«Sensation»: Burgundertrüffel auf Brachfläche in Franken gefunden

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Nach acht Jahre langen Experimenten zeigt sich erstmals der «Franken-Trüffel»: Ein Versuch, auf Brachflächen Trüffel zu züchten, ist jetzt von einem ersten Erfolg gekrönt. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber präsentierte den Pilz, der auf einer Versuchsfläche der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Franken gefunden wurde.

«Trüffel aus Bayern ist nicht so selten, wie man es manchmal vermutet. Aber dieser Fund ist eine wahre Sensation», teilte die CSU-Politikerin am Sonntag mit. Trüffelhund «Elli» erschnüffelte das lange ersehnte Objekt. Fünf Stück des Burgundertrüffels wurden entdeckt.

Gerade in fränkischen Wäldern, die auf Kalkböden stehen, fühle sich der Trüffel besonders wohl. Laut Ministerium werden auf rund 400 Hektar in Deutschland Trüffel angebaut. Auf diesen Flächen stehen unter anderem Haselnuss, Buchen und Eichen, deren Wurzeln vor der Pflanzung mit Trüffelsporen «beimpft» wurden. Hier dürfen die Trüffel geerntet werden. Einige dieser Trüffelanlagen sind mittlerweile auch in Franken.

Das Sammeln wilder Trüffel ist in Deutschland verboten. Trüffel kommen daher vor allem aus Italien, Frankreich und Kroatien.

Die LWG untersucht nun, ob es ein Vermarktungspotenzial gibt, wenn aufgelassene Flächen zur Trüffelproduktion verwendet werden. Die Landesanstalt hat ihren Sitz in Veitshöchheim in Unterfranken. «Die spannendste Frage wird nun vermutlich sein, wie schmeckt der Franken-Trüffel eigentlich. Erste Rückmeldungen zu den aktuellen Funden sind mehr als positiv. Und vielleicht haben wir in einigen Jahren ja ein neues bayerisches Premiumprodukt», sagte Kaniber. (dpa)


 

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