Sieben deutsche Brauereien unter den größten der Welt

| Industrie Industrie

Die deutschen Brauereien haben im internationalen Vergleich später als führende Branchenriesen von den Lockerungen in der Corona-Pandemie profitiert. Im neuen Ranking des weltgrößten Hopfenhändlers BarthHaas für 2021 sind sieben deutsche Unternehmen unter den 40 größten Brauereien der Welt. Im Jahr zuvor waren es noch acht. Die Warsteiner Brauerei, die im Vorjahr noch auf Platz 39 der Top 40 rangierte, fiel diesmal aus der Spitzenliga heraus, wie der führender Anbieter von Hopfenprodukten am Mittwoch berichtete.

Wie andere westeuropäische Länder gehörte auch Deutschland zu den Regionen der Welt, die 2021 nach wie vor unter den coronabedingten Einschränkungen zu leiden hatten, hieß es bei BarthHaas. Die hier ansässigen Brauereien hätten daher überwiegend Mengenverluste hinnehmen müssen, während sich Unternehmen aus den meisten anderen Ländern gegenüber dem ersten Pandemiejahr erholen konnten.

Größter deutscher Bierhersteller ist der Liste zufolge weiter die Oetker-Tochter Radeberger-Gruppe, die unverändert auf Rang 22 geführt wird. Es folgt die TCB Beteiligungsgesellschaft erneut auf Platz 24, zu der unter anderem die Gilde Brauerei, das Frankfurter Brauhaus und Feldschlößchen gehören. Die Oettinger-Gruppe belegt erneut Rang 25. Auch die Privatbrauerei Veltins, die es im Vorjahr erstmals ins Ranking auf Platz 40 geschafft hatte, ist erneut dort vertreten.

Während diese vier deutschen Bierhersteller ihre Positionen in dem Ranking hielten, machten mit Krombacher von Platz 31 auf 30 und der Paulaner Gruppe von 33 auf 31 zwei deutsche Groß-Brauer Plätze gut. Die Bitburger-Gruppe stieg hingegen von Platz 32 auf 33 ab. Und Warsteiner ist nicht mehr in dem Ranking von BarthHaas vertreten.

Das Ausstoßvolumen der 40 größten Brauereien stieg demnach 2021 um insgesamt etwa 80 Millionen Hektoliter auf fast 1,7 Milliarden Hektoliter. Das entspreche einem Plus von knapp 5 Prozent. Ihr Anteil am Gesamtmarkt weltweit habe damit auf 91,4 Prozent zugenommen. Allein die beiden größten Brauer, AB InBev und Heineken, stünden zusammen für fast die Hälfte des Bierausstoßes der Top 40 Brauer.

Die deutschen Brauereien waren auch 2021 von starken Einschränkungen in der Gastronomie betroffen. Geschlossene Gaststätten, abgesagte Volksfeste, Sportveranstaltungen ohne Zuschauer - monatelang konnte in Deutschland kaum Bier vom Fass ausgeschenkt werden. Erst im Mai 2021 lief in vielen Brauereien die Fassbierproduktion wieder an. Während gewöhnlich ein Fünftel des in Deutschland gebrauten Bieres in die Gastronomie fließe, habe dieser Absatzkanal über Monate praktisch nicht mehr existiert, beklagte damals der Deutsche Brauer-Bund. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.

Für Eichbaum gibt es Hoffnung. Ein Investor soll die insolvente Privatbrauerei übernehmen. Doch der Preis ist hoch: Rund zwei Drittel der Beschäftigten verlieren laut Gewerkschaft NGG den Job.

Die französische Le Duff Group übernimmt die spanische Panamar Bakery Group. Laut Unternehmensangaben ist es die bislang größte Akquisition des Konzerns und Teil einer internationalen Expansionsstrategie. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Pressemitteilung

Rentokil ist jetzt Premium-Branchenpartner des DEHOGA Bayern. Der Verband holt sich damit einen Spezialisten mit tiefem Verständnis für die hygienischen, rechtlichen und operativen Anforderungen von Gastronomie und Hotellerie an seine Seite. Die Kooperation ist auf drei Jahre angelegt und soll Mitgliedsbetrieben zusätzliche Sicherheit und fachliche Unterstützung im Schädlingsmanagement bieten.

Der Spargelanbau in Deutschland ist laut Statistischem Bundesamt rückläufig. Erntemenge, Anbaufläche und Zahl der Betriebe sind in den vergangenen zehn Jahren gesunken, während die Importe leicht gestiegen sind.

Unilever bestätigt Gespräche mit McCormick über ein mögliches Geschäft mit der Lebensmittelsparte. Zuvor hatte Bloomberg über Überlegungen zu einer Abspaltung des Bereichs berichtet.

NGG und Deutsche See haben sich nach Streiks und Verhandlungen auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt. Für rund 1.800 Beschäftigte bedeutet dies ein durchschnittliches Lohnplus von 5 Prozent.

Die ProWein in Düsseldorf hat 2026 weniger Besucher und Aussteller gezählt als im Vorjahr. Die Messe Düsseldorf verweist zugleich auf eine strategische Neuausrichtung und neue Formate der Veranstaltung.