Streit um «Spezi»-Lizenz beigelegt

| Industrie Industrie

Die Münchner Paulaner-Brauerei darf ihr Cola-Limonade-Mischgetränk weiter «Paulaner Spezi» nennen. Die Augsburger Brauerei Riegele zog ihre Berufung vor dem Oberlandesgericht München zurück.

Das Gericht habe in der mündlichen Verhandlung sehr deutlich gemacht, dass es die Forderung nach einer Lizenzvereinbarung ablehnen werde, sagte Riegele-Geschäftsführer Sebastian Priller. «Weil das so klar war, haben wir die Berufung zurückgezogen.»

Die Augsburger Traditionsbrauerei hatte 1956 beim Deutschen Patentamt «Spezi» als Warenzeichen eintragen lassen. Die Konkurrenz aus München kam in den 1960ern auf den Markt. 1974 schlossen die beiden Brauereien dann eine Koexistenz- und Abgrenzungsvereinbarung, nach der die Münchner ihren Cola-Limo-Mix «Paulaner Spezi» nennen dürfen.

Nun wollte Riegele einen Lizenzvertrag schließen und Geld dafür bekommen, dass «Paulaner Spezi» weiterhin unter diesem Namen vertrieben werden darf. Priller sagte, Riegele zahle jedes Jahr fünf- bis sechsstellige Beträge für die «Spezi»-Markenrechte. Dass der Paulaner-Konzern sich an diesen Kosten nicht beteiligen soll, sei nicht nachvollziehbar.

Das Landgericht München hatte Paulaner allerdings recht gegeben: Die Vereinbarung von 1974 sei mit dem Willen zur endgültigen Beilegung der Streitigkeiten geschlossen worden. Im Vertrauen darauf habe Paulaner erheblich in die Marke investiert. Abgrenzungsvereinbarungen könnten nur außerordentlich gekündigt werden, aber Paulaner habe sich vertragstreu verhalten und somit keinen Anlass dafür gegeben.

Paulaner-Sprecherin Birgit Zacher sagte: «Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem heutigen Tag Rechtssicherheit haben.» Der Absatz von «Paulaner Spezi» lag im vergangenen Jahr bei annähernd einer Million Hektoliter und ist damit mittlerweile größer als der Bierumsatz etwa der Marke Hacker/Pschorr. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Mit dem Award „Spüler des Jahres“ rückt Winterhalter die Menschen ins Rampenlicht, die im Hintergrund dafür sorgen, dass in Gastronomieküchen alles läuft. Im Rahmen der Rolling Pin Convention wurde Marco Tardt vom Restaurant L.A. Jordan in Deidesheim zum „Spüler des Jahres 2026“ gekürt.

Nach monatelangen Verhandlungen steht fest: Die Porzellanmanufaktur Kahla wird ihren Betrieb zum Jahresende einstellen. Der Insolvenzverwalter zieht Bilanz.

Nach einem sehr sonnigen Sommer haben die Winzer im Südwesten eine hervorragende Traubenqualität in die Weinkeller bekommen. Die große Hitze und Trockenheit sorgte aber für drastische Ernteeinbußen.

Pressemitteilung

Südtirol steht im Zeichen zertifizierter Nachhaltigkeit. Mit unserem ersten internationalen GreenSign Community Circle im Hotel Rogen am 24. September 2026 haben wir einen Meilenstein gesetzt und zeigen, wie geprüfte Nachhaltigkeit wirtschaftlich profitabel wird.

Pressemitteilung

GreenSign Hotel stärkt sein internationales Zertifizierungsnetzwerk: Künftig führen drei renommierte, unabhängige Zertifizierungsstellen – VERIS Certifications, TÜV Rheinland Cert und Control Union Certifications – die Audits in spezifischen Märkten durch. So schafft GreenSign mehr regionale Nähe und effizientere Prozesse auf dem Weg zur anerkannten GreenSign Hotel Zertifizierung.

Deutschland ist ein zentraler Standort der europäischen Kaffeewirtschaft. Eine aktuelle Studie beziffert deren Wirtschaftsleistung auf 70,2 Milliarden Euro und die Zahl der damit verbundenen Arbeitsplätze auf rund 517.000.

Pressemitteilung

Nach erfolgreicher Pilotphase ist Click & Collect im Deutsche Bank Park an neun Kiosken verfügbar. Supreme Sports Hospitality betreibt den Service gemeinsam mit Eintracht Frankfurt und entwickelt ihn kontinuierlich weiter. Ziel: kürzere Wartezeiten und ein noch angenehmeres Stadionerlebnis. Entwickelt und umgesetzt wurde das Projekt gemeinsam mit Innovationspartner New Spice.

Russland hat das Geschäft der Metro AG unter vorübergehende Zwangsverwaltung gestellt. Der Konzern bleibt formal Eigentümer seiner russischen Tochtergesellschaft, hat nach eigenen Angaben aber keine operative Kontrolle mehr.

Der schwächelnde Bierabsatz führt bei der Warsteiner-Brauerei zu einem herben Personalabbau. Wie die Haus Cramer Gruppe als Eigentümer der Brauerei mitteilte, sollen bis Jahresende 125 Arbeitsplätze wegfallen. Die Anzahl der Jobs wird dadurch auf rund 600 sinken. 

Sazerac plant ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot für sämtliche Aktien der Berentzen-Gruppe. Geboten werden 5,55 Euro je Aktie; nach einem erfolgreichen Vollzug beabsichtigt der Bieter ein Delisting.