Tomaten, Gurken, Birnen: Britische Bauern warnen vor Versorgungskrise

| Industrie Industrie

Britische Bauern warnen angesichts enorm gestiegener Preise vor Versorgungsproblemen. «Ich fürchte, das Land schlafwandelt in weitere Lebensmittelkrisen, weil die Zukunft der britischen Obst- und Gemüseversorgung in Schwierigkeiten steckt», sagte Minette Batters, die Präsidentin des Bauernverbands National Farmers’ Union, am Dienstag der BBC.

Kürzliche Engpässe in den Eierregalen britischer Supermärkte - zum Teil verursacht durch einen großen Ausbruch der Vogelgrippe - könnten nur der Anfang gewesen sein. Auch Tomaten, Gurken und Birnen könnten knapp werden, da deren Züchtung viel Energie verbrauche.

Über Jahrzehnte seien Verbraucher in Großbritannien daran gewöhnt gewesen, Lebensmittel von guter Qualität mit hohen Umwelt- und Tierwohlstandards zu bezahlbaren Preisen zu bekommen. Dies sei nun in Gefahr, warnte Batters. Die Vereinigung forderte die britische Regierung auf, Bauern und Züchter zu unterstützen, die schwer von gestiegenen Preisen für Dünger, Futtermittel, Energie und Kraftstoff getroffen seien.

Aus dem Landwirtschaftsministerium hieß es der Nachrichtenagentur PA zufolge, die Ernährungssicherheit sei gewährleistet, da sie auf verschiedenen Pfeilern aufgebaut sei - neben heimischer Züchtung verlasse man sich auch auf Importe.

Die Lebensmittelpreise sind im Königreich deutlich gestiegen. Höhere Kosten für Energie, Tiernahrung und Transport trieben die Lebensmittelinflation im November auf einen Rekordwert von 12,4 Prozent, wie der Einzelhandelsverband BRC und das Marktforschungsinstitut Nielsen IQ berechneten. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der angeschlagene französische Champagner-Hersteller Maison Pommery prüft einen mehrheitlichen Einstieg der deutsch-spanischen Sektkellerei Henkell Freixenet. Was beide Familienunternehmen damit anstreben.

Proteinreiche Produkte sind gefragt. Das spüren derzeit auch Tofu-Fans. Bei Supermärkten und Discountern ist das Lebensmittel manchmal knapp. Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Reet Systems hat die Entwicklung seiner automatisierten Burger-Produktionsanlage abgeschlossen und präsentiert die Technologie in einem neuen Demo-Center in Wien Neudorf. Das Unternehmen richtet den Fokus nun auf die Vermarktung des Systems.

Kostendruck, Stellenabbau, veränderte Märkte - es sind fordernde Zeiten für BASF. Da kommt ein Jubiläum wohl gerade recht: Das riesige Rebensaftarsenal des Unternehmens wird 125 Jahre alt. Ein Besuch.

Klarerer Kopf, weniger Kalorien: Der Trend zum alkoholfreien Bier wird in Deutschland größer und größer. Mittlerweile ist jeder neunte Liter Bier, der in Deutschland getrunken wird, alkoholfrei.

Die Schörghuber Gruppe hat ihren Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben auf 1,79 Milliarden Euro gesteigert. Als größten Wachstumstreiber nennt das Münchner Familienunternehmen die Paulaner Brauerei Gruppe. Gleichzeitig setzt die Hotelsparte Arabella Hospitality nach umfangreichen Investitionen wieder auf Expansion.

Nach dem starken Preisanstieg in den vergangenen Jahren wird Kaffee nun wieder günstiger. Die Handelsketten senken die Preise ihrer Eigenmarkenprodukte um bis zu 50 Cent pro Packung.

Pilzkrankheiten und Touristenschwund oder Blühwiesen und Lavendelanbau? Welche Risiken und Chancen Brachen in Weinbergen haben. Schrumpfen die Rebflächen in der Weinbaukrise?

Der Trend geht weiterhin zum Weißwein. «Wir haben weltweit einen Rückgang von Rotweinen», so der Sprecher des Deutschen Weininstituts. Bundesweit machen Weißweine bereits 70 Prozent des Weinbaus aus.

Es wird immer weniger Bier getrunken. Der Braukonzern um Warsteiner zieht seine NRW-Bierproduktion am Stammsitz zusammen. Zwei Brauereien sind betroffen. Die Gewerkschaft NGG wirft Wortbruch vor.