30 Jahre Hotellerie – als Lehrling, als Führungskraft, als Entrepreneur. Marco Nussbaum kennt die Branche. In den Fachmedien gilt er als „kontrollierter Regelbrecher“. Stets stellt er den Status quo infrage, den anderer und seinen eigenen.
Sein Weg vom Auszubildenden zum Entrepreneur ist nicht vorgegeben. Der gebürtige Bremer stammt nicht aus einer Unternehmens-Familie. 1991 beginnt er seine Lehre im Queens Hotel in seiner Heimatstadt, sechs Jahre später ist er einer der jüngsten Hotel-Direktoren Deutschlands.
Schnell kommt er in weitere Führungspositionen, wird Mitglied der Geschäftsleitung der Astron Hotels Gruppe und leitet die Bereiche Sales & Marketing. Nach der Übernahme der Astron Hotels durch die NH Hotels ist er als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing verantwortlich und damit für die Gestaltung des gesamten Rebranding-Prozesses. Schließlich wechselt er zu den Ramada Hotels, wo er nach einem Franchisegeberwechsel eine einheitliche Sales- und Marketingstruktur aufbaut.
Für Marco Nussbaum sind zwei Dinge nicht zu trennen: Tradition und Innovation. Expertise, Kreativität und eine dezidierte Meinung und Authentizität machen ihn aus. Erfolg ist für ihn immer Teamarbeit. Die Mitarbeiter sind für ihn der Motor eines Unternehmens: "Es ist erstaunlich, was du alles erreichen kannst, wenn es dir egal ist, wer die Anerkennung dafür erntet. Oder anders: Vielen Unternehmen ginge es besser, wenn die Leute ihr Ego besser im Griff hätten." Kritisch und somit nicht immer bequem referiert er über die Herausforderungen der heutigen Zeit und erläutert praxisnahe Unternehmensstrategien zu den Themen Markenbildung, Kundenorientierung, Servicequalität, Mitarbeitermotivation, sowie Unternehmens- und Teamentwicklung.
2006 hat Marco Nussbaum als einer von zwei Co-Foundern, die Budget-Design Hotelmarke prizeotel gegründet, deren CEO er aktuell ist. Für die Entwicklung seiner Hotels in Deutschland hat prizeotel eine exklusive Zusammenarbeit mit dem internationalen Designer Karim Rashid aus New York vereinbart. Die Handschrift des Designers Rashid findet sich in den Budget-Design Hotels konsequent wieder – von der Gestaltung der Zimmer und Flure bis hin zur Lounge-/Lobbyarea. Das macht die Häuser zu sogenannten Signature-Brand-Hotels. prizeotel versteht sich als exklusives Produkt im Designambiente mit dem Charme eines Privathotels. Es strebt nicht den Massenmarkt an, sondern zielt auf den qualitätsbewussten Geschäfts- und Städtereisenden ab, der viel Komfort zu einem günstigen Preis genießen möchte. Seit 2009 ist das erste prizeotel, das prizeotel Bremen-City (127 Zimmer), erfolgreich am Markt. 2010 wurde das Konzept mit dem Bremer Gründerpreis ausgezeichnet, weitere nationale und internationale Awards folgten. Im Juni 2014 eröffnete das prizeotel Hamburg-City (216 Zimmer), das prizeotel Hannover-City (220 Zimmer) folgt im Sommer 2015. Ziel ist es, mittelfristig die unkonventionellste Budget-Design Hotelkette und qualitativer Leader mit einer Präsenz in den Kernmärkten Deutschlands zu sein.
Zu den vorherigen beruflichen Stationen von Marco Nussbaum gehören die Queens und ASTRON Hotels, in denen er unter anderem als General Manager tätig war, bis er schließlich Managing Director Sales & Marketing der ASTRON Hotels wurde. Nach der Übernahme der ASTRON Hotels durch die NH Hotels war er als Geschäftsführer für die Gestaltung und Durchführung des Vertriebs und Marketings verantwortlich und somit für den gesamten Rebranding-Prozess. Zuletzt war Marco Nussbaum Chief Marketing Officer des größten Franchisenehmers der Ramada Hotels (damals noch einer Marke des Marriott Konzerns), wo er nach einem Franchisegeberwechsel den Aufbau einer einheitlichen Sales- und Marketingstruktur förderte.
Nussbaum absolvierte verschiedene Ausbildungen an der renommierten Cornell University und der bekannten Schweizer Hotelfachschule EHL Lausanne. Ebenso eignete er sich diverse Zusatzqualifikationen als Coach und Trainer an, er ist u.a. Reiss Profil Master und hat eine Zertifizierung zum Systemischen Coach und Berater der ECA.
Mit Gründung der innovativen Hotelmarke prizeotel setzen er und ein Partner einen Meilenstein. Drei Jahre später – mitten in der Finanzkrise – eröffnet in Bremen das erste Budget-Design-Hotel. „Jede Krise birgt Chancen“, sagt er. Im selben Jahr erhalten Nussbaum und sein Partner den Gründungspreis der Stadt Bremen. In den kommenden Jahren öffnen weitere prizeotels in Hamburg, Hannover, Erfurt, München und Bern.
Die junge Hotelmarke steht für einen radikalen Bruch mit den Konventionen der Branche. Marco Nussbaum verwirklicht mit ihr seine Vision eines zukunftsweisenden Unternehmens.
Jedes Zwei-Sterne-Superior-Hotel ist eine einzigartige Welt aus futuristischem Design und Lifestyle, die der New Yorker Star-Designer Karim Rashid exklusiv erschaffen hat. Damit wird erstmals hochwertiges Hotel-Design für alle Gäste bezahlbar. Gleichzeitig setzt Nussbaum als einer der ersten in Deutschland auf digitale Hoteltechnologie wie den Check-In per Smartphone, den digitalen Zimmerschlüssel oder Smart-TV.
Konsequent realisiert Marco Nussbaum auch sein Verständnis von neuer Mitarbeiterkultur. „Wertschätzung ist bei uns keine Worthülse, sondern Grundeinstellung im täglichen Miteinander“, lautet sein Credo. Hierarchien gibt es nicht. Die Position des klassischen Hotel-Direktors entfällt, die Teammitglieder arbeiten eigenverantwortlich und entscheiden selbstständig.
„People before profit“, sagt Marco Nussbaum und ist Vorbild. 2018 verdoppelt er die Gehälter für die Auszubildenden und sorgt für Aufsehen über die Branche hinaus. Noch im selben Jahr zeichnet Focus Business in Kooperation mit kununu prizeotel als bester Arbeitgeber in der Hotellerie aus.
Der Unternehmer setzt auf dynamisches Wachstum. Dafür gewinnt Nussbaum bereits 2013 die Unternehmensgruppe May & Co. Zehn Jahre nach der Hotel-Premiere in Bremen überlassen Investoren prizeotel Immobilien im Wert von weit über 500 Millionen Euro. 2016 übernimmt Rezidor 49 Prozent an Prizeotel, Anfang 2020 verkaufen er und seine Partner ihre restlichen Anteile an die Radisson Hotel Group (ehemals Rezidor). Marco Nussbaum bleibt noch ein Jahr für den Übergang und während der Corona-Krise als Geschäftsführer.
„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel.“ Marco Nussbaum zitiert Charles Darwin und lebt das vor: Er ist Entrepreneur, Mentor, Keynote-Speaker, Podcaster, Autor. Er gründet seinen eigenen Verlag, um sein erstes Buch herauszugeben. Und auch das wird nur einer von weiteren Meilensteinen sein.
Prizeotel ist eine deutsche Hotelmarke, die sich auf preiswerte, aber dennoch moderne und komfortable Unterkünfte für Geschäftsreisende und Touristen spezialisiert hat. Die Hotels von Prizeotel befinden sich in zentralen Lagen in Großstädten wie Hamburg, Bremen, Kiel, Frankfurt und München.
Das Konzept von Prizeotel ist es, den Gästen eine hohe Qualität zu einem erschwinglichen Preis anzubieten. Dazu gehören beispielsweise kostenloses WLAN, moderne Zimmerausstattung mit Flachbild-TV und ein eigener Arbeitsbereich, sowie ein kostenloses Frühstücksbuffet.
In den Hotels von Prizeotel gibt es auch Gemeinschaftsräume, in denen sich die Gäste treffen und entspannen können. In manchen Hotels gibt es sogar eine Dachterrasse oder einen Innenhof, in dem man die Sonne genießen kann.
Insgesamt bietet Prizeotel eine ideale Unterkunft für alle, die eine günstige, aber dennoch komfortable und moderne Unterkunft suchen, ob für eine Geschäftsreise oder einen Städtetrip.
Engagement
Qualifikationen Marco Nussbaum
Marco Nussbaum absolvierte neben dem GMP 2014 verschiedene Ausbildungen in den Bereichen Advanced Marketing, Revenue Management, Advanced Leadership an der renommierten Cornell University im US-Staat New York und der bekannten Schweizer Hotelfachschule EHL Lausanne.
Qualifikationen Marco Nussbaum
2017
2015
2014
2013
2012
2011
2010
2009
Zum Personalkonzept von Prizeotels gehört es, immer wieder mit Regeln zu brechen und die Teammitglieder dazu zu animieren, unkonventionell zu denken. „Ein Chef, der von oben nach unten durchpowert, und dessen Entscheidungsgewalt über den Eindrücken und möglichen Lösungswegen derer steht, die doch die meiste Zeit am Gast verbringen, ist einfach demotivierend und keineswegs förderlich.“ sagt Geschäftsführer Marco Nussbaum
Die Rezidor-Hotel-Group hat den Erwerb eines 49-prozentigen Anteils an prizeotel im Wert von 14,7 Millionen Euro und damit ihren Einstieg ins Economy-Segment bekannt gegeben. Der Kauf umfasst auch das Recht, die übrigen 51 Prozent nach vier Jahren zu erwerben. Prizeotel betreibt derzeit in Deutschland drei Häuser. Ein weiteres wird gerade gebaut. Die Marke wurde von Marco Nussbaum in Zusammenarbeit mit dem bekannten New Yorker Industriedesigner Karim Rashid gegründet.
Und noch mal Accor: Wie zu hören ist, bekommen ausgewählte Hotels in Deutschland zurzeit E-Mails aus dem Hause Accor. Die Franzosen wollen ihre Online-Vertriebsplattformen auch für unabhängige Hotels öffnen. Ob das für die Häuser sinnvoll sei, zweifelt Marco Nussbaum in seinem Blog an. Es sei ihm ein Rätsel, wie sich Einzelhotels mit einem Anschluss bei Accor gegen die OTAs behaupten wollten. Die Franzosen seien mit ihrer Digitalstrategie aber sicherlich auf dem richtigen Weg.
Die Lifestyle-Hotels schießen aus dem Boden. Alle kloppen sich um die ach so urbanen Reisenomaden der Generation Y. Aber gibt es eigentlich genügend hippe Typen für die ganzen hippen Hotels? Und was haben eigentlich Busgruppen in angeblichen Lifestyle-Herbergen zu suchen. Ist das ganze am Ende nur eine große, uncoole Blase?, fragt sich Marco Nussbaum und ruft: „Hipp, Hipp, Hurra!“
Der Hotelier Marco Nussbaum stellt fest, dass in der Hotellerie heute fast alles an Externe vergeben wird - vom Essen bis zur Buchhaltung. Nur in den Krieg der Online-Distribution würden selbst die kleinsten Privathotels immer noch selbst ziehen. Dabei sei es vielleicht zielführender, sich endlich wieder auf die Rolle als Gastgeber zu besinnen und die Online-Vermarktung Leuten zu überlassen, die Ahnung davon hätten.
Marco Nussbaum von der Prizeotel-Gruppe schreibt an den Booking.com-Europa-Chef Peter Verhoeven und fordert Partnerschaft statt Phrasendrescherei. Eigentlich arbeitet Nussbaum sehr gerne mit dem Portal zusammen. Doch wenn Booking.com bei Google sich seiner Hotelmarke bediene und darauf Werbung schalte (Brand Bidding), hört der Spaß auf. Denn mit diesem Verhalten würden den Hotels nicht nur Umsätze geklaut, sondern auch die Online-Vertriebskosten vervielfacht. Der offene Brief findet große Resonanz im Internet. Wir sind gespannt, ob Peter Verhoeven, der früher auch mal Hotelier und Chef von Accor in Deutschland war, genauso offen antworten wird. Wir veröffentlichen das dann gerne. Nussbaum hofft, dass kein „Corporate Bullshit“ zurückkommt.
Marco Nussbaum von prizotel knöpft sich in seinem Blog die Ausbildung der Hotelfachleute vor: Diese sei im Grunde nur noch eine Subventionierung für marode Betriebe, die unter normalen Umständen vom Markt verschwinden müssten. Solche Betriebe sähen in Auszubildenden billige Arbeitskräfte, die ihnen ausschließlich helfen würden, Kosten zu sparen, damit bei ihren niedrigen Durchschnittsraten überhaupt noch etwas am Ende über bleibe. Mit diesem Verhalten zerstören diese Betriebe das Image der Branche. Rummms!
Konnte man früher noch bis 18.00 Uhr (ggf. 16.00 Uhr) am Anreisetag sein Zimmer kostenlos stornieren, so geht das jetzt bei Marriott und Hilton (zumindest in den USA) nur noch bis kurz vor Mitternacht des Vortags des Anreisetags. Damit reagieren die Ketten nicht zuletzt auf den Erfolg der Last-Minute-Buchungs-Apps im letzten Jahr. Marco Nussbaum stellt in seinem Blog dazu ein paar interessante Fragen bezüglich des deutschen Marktes.
Der Tübinger Professor Franz Wagner fällt ein vernichtendes Urteil. Laut seiner empirischen Studie, sei die Mehrwertsteuersenkung in der Hotellerie im Jahr 2010 ein „Schuss in den Ofen“ gewesen. In der FAZ schreibt der Wissenschaftler, dass die Hoteliers bei der letzten Mehrwertsteuererhöhung, von 16 auf 19 Prozent, diese auf die Preise aufgeschlagen hätten. Bei der Senkung vor vier Jahren hätten die Hoteliers das Geld allerdings in die eigenen Taschen gesteckt. In der Tat ist es so, dass die Hotellerie Preissenkungen in Aussicht gestellt hatte, um für die Steuerreduktion zu werben. Die Gegenrede der Branche, zu dem Stück von Professor Wagner, hält der Hotelier Marco Nussbaum. In seinem Blog „Setzen, sechs!“ wirft er dem Professor Populismus vor und schreibt, dass sich der Gelehrte, da er keinen Blick auf die Investitionen der Hotellerie werfe, mit seinem Artikel (den man auch bei Marco Nussbaum findet), selbst disqualifiziere.
Steve Kroeger von der Akademie für Motivation und Teamgeist hat Marco Nussbaum von der prizeotel-Gruppe interviewt. Thema des podcasts: Das Ende des autoritären Führungsstils in der Hotellerie. Der mehrfach ausgezeichnete Hotelier beschreibt, wie er in seinem Unternehmen absichtlich alles so gestaltet, dass möglichst wenig bis keine Hierarchien entstehen und, warum genau das den Teamgeist fördert und vor allem stärken kann. hoga um acht sagt: unbedingt anhören, liebe Branche!