Brauerei Füchschen: Sexismus-Vorwürfe für zweideutiges Werbeplakat

| Marketing Marketing

Die Brauerei Füchschen setzt laut W&V in der Werbung häufig auf freche Sprüche. Eines der letzten Motive kam beim Publikum allerdings gar nicht gut an. Zu sehen war ein weiblicher Comic-Fuchs, der mit einem Steak samt Gabel in der Hand auf einem Grillrost sitzt. Der dazugehörige Spruch „Medium rare oder richtig durch nehmen?“ machte es auch nicht besser. In der Folge kritisierten sowohl Kunden als auch Politiker die Brauerei. 

Laut WDR beschwerten sich bereits 14 Politikerinnen von CDU, SPD, FDP und Grünen in einem gemeinsamen Brief bei der Brauerei über das Motiv. Die Inszenierung der Füchsin als reines Sexobjekt sei offenkundig, so das Schreiben an den Brauerei-Chef Peter König. Dieser ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. Sie hätten sich nicht dabei gedacht, dass das irgendwie sexistisch sei, so seine Verteidigung laut WDR. Ihre Sprüche seien zwar schon mal ein bisschen zweideutig, das sei die rheinische Lebensart und davon lebe auch die Werbung des Unternehmens. 

Nun beschäftigt sich der Deutsche Werberat mit dem Motiv. Stellt dieser einen Verstoß fest, wird die Brauerei zur Änderung oder Einstellung der Kampagne aufgefordert. Rechtlich bindend ist das allerdings nicht. 

Auch das Hofbräuhaus Traunstein wurde jüngst vom Werberat gerügt. Anders als 2017 wurde die Beanstandung nicht wegen einer sexistischen Werbung ausgesprochen. Die Brauerei war diesmal nicht bereit, die gemeinsam mit der gesamten Alkoholbranche aufgestellten Verhaltensregeln für eine verantwortungsvolle Alkoholwerbung einzuhalten (Tageskarte berichtete). 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Baden-Baden Tourismus GmbH hat die neue Markenkampagne „Doppelt schön“ gestartet. Die Kampagne macht den doppelten Namen der Stadt zum zentralen Gedanken und zeigt auf, wie aus einem schönen Erlebnis ein „doppelt schöner“ Moment wird.

Novotel startet erstmals eine globale Aktionswoche rund um gesundheitliche Alltagsgewohnheiten. Begleitende Studienergebnisse zeigen ein wachsendes Interesse an langfristiger Prävention sowie positive Effekte von Urlaubsreisen.

GastroSuisse startet die Branchenkampagne «Zum Glück gibt’s Gastro», um die Arbeit der Beschäftigten im Schweizer Gastgewerbe zu würdigen. Inhaltlich greift die Kampagne Alltagssituationen aus Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben über Kurzfilme auf.

OpenAI schaltet Werbeanzeigen in ChatGPT für 31 europäische Länder frei. Das Angebot gilt ausschließlich für Nutzer kostenfreier Versionen, während gebührenpflichtige Abonnements werbefrei bleiben.

Die Hotelkooperation Romantik vermeldet für das Jahr 2026 dreizehn Mitgliedsjubiläen von zehn bis 50 Jahren. Zwei Betriebe gehören der Vereinigung bereits seit 1976 an.

Burgerme führt das appbasierte Treueprogramm „meclub“ ein, bei dem Kunden pro Euro Bestellwert Punkte für Prämien und Rabatte sammeln. Begleitet wird der Start bis Ende September von einer Verkaufsaktion für ausgewählte Burger.

Coca-Cola startet die bundesweite Marketingkampagne „Schmeckt am besten zusammen“, um Kunden in die Gastronomie zu locken. Im Rahmen der Aktion kooperiert die Getränkemarke mit dem Berliner Gastronomen The Duc Ngo. 

Mit Lothar Matthäus durch den Englischen Garten laufen oder bayerische Königsschlösser aus der Luft sehen: Das Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski München führt mit „E.R.A.s – Experience Real Access“ ein neues Hospitality-Konzept ein.

Miles & More erweitert die Zusammenarbeit mit Booking.com. Teilnehmer können seit dem 12. August 2026 erstmals Meilen bei Unterkunftsbuchungen auf der Plattform einsetzen. Die Einlösung beginnt bei 3.000 Meilen.

Der Ansturm auf die Hot Wings war nach Angaben von KFC in vielen Restaurants kaum zu bewältigen. Deshalb beendet die Fastfoodkette ihren „All You Can Eat“-Deal zehn Tage früher als geplant und ersetzt ihn durch ein neues Angebot.