Das Cinema Filmtheater in München war am 22. Februar 2026 Schauplatz einer ungewöhnlichen Premiere im Bereich der Hospitality-Branche. Die in Maria Alm ansässige Eder Collection stellte dort ihre erste eigenständig produzierte Webserie mit dem Titel „Hey, da kommt Tante Frida“ vor. Rund 260 geladene Gäste aus den Bereichen Medien, Gesellschaft sowie Film und Fernsehen nahmen an der Veranstaltung teil.
Vom Kinderzimmer auf die Kinoleinwand
Die Ursprünge der Serie liegen in privaten Gute-Nacht-Geschichten, die die Gastgeberfamilie Schwaiger für ihren Sohn Seppi erfand. Aus diesen Erzählungen entwickelte sich sukzessive eine umfassende Markenwelt. Nach der Veröffentlichung eines Buches, einer Hörbuchfassung sowie Musik und Fanartikeln folgte im Jahr 2025 die Entscheidung, das Projekt als professionelle Serie umzusetzen. Die Figur der Tante Frida ist zudem Namensgeberin für das zum Unternehmen gehörende Familienhotel in Maria Alm.
Inhaber Sepp Schwaiger erläuterte den Hintergrund des Projekts: „Tante Frida ist bei uns zu Hause entstanden – aus Geschichten für unseren Sohn. Dass diese Figur nun auf der Kinoleinwand Premiere feiert, ist für uns etwas Besonderes. Wir wollten nie Werbung machen, sondern eine echte Welt erzählen. Dass so viele Gäste diesen Weg gestern mit uns gegangen sind, zeigt uns, dass diese Idee trägt.“
Strategisches Storytelling und Kundenbindung
Mit der Produktion der Webserie verfolgt das Unternehmen eine Strategie des medienübergreifenden Storytellings. Ziel ist es, über den eigentlichen Hotelaufenthalt hinaus Kontaktpunkte zur Zielgruppe der Familien zu schaffen. Die Serie wird dabei als eigenständiges Produkt mit Markenwert positioniert, um die langfristige Kundenbindung und die Wiedererkennbarkeit der Marke zu fördern. In der Branche gilt dieser Schritt als Beispiel dafür, wie ein Beherbergungsbetrieb ein eigenes erzählerisches Universum zur Markenführung nutzen kann.
Inhalte der ersten Episoden
Im Rahmen der Premiere wurden die ersten drei Folgen gezeigt. Die Handlungen führen die Hauptfigur an verschiedene Schauplätze:
In der ersten Folge reist Frida nach Los Angeles, nimmt an einem Schwimmwettbewerb teil und trifft in einem Hollywood-Studio den Papagei Winnie, der sie fortan begleitet.
Die zweite Episode thematisiert eine Reise nach Rom, bei der kulturelle Sehenswürdigkeiten und das Handwerk des Pizzabackens im Mittelpunkt stehen.
In der dritten Folge besuchen die Protagonisten das Deutsche Museum in München, von wo aus eine fiktive Reise zum Mond startet, die schließlich mit einem Besuch des Oktoberfests endet.
An der Produktion waren unter anderem Fabienne Görlach und Charles Fischer als Produzenten sowie Luba Medekova-Klein für Drehbuch und Regie beteiligt. Die musikalische Gestaltung übernahm Tim Woköck.

















