Das US-amerikanische KI-Unternehmen OpenAI erweitert sein Werbegeschäft auf dem europäischen Kontinent. Wie die Organisation mitteilte, werden Werbeanzeigen in dem Sprachmodell ChatGPT in 31 europäischen Ländern eingeführt. Zu den betroffenen Märkten zählen unter anderem Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, Spanien, die Niederlande, Schweden, Norwegen und Dänemark. Die Ausweitung erfolgt sechs Monate nach dem Start eines ersten Testlaufs in den Vereinigten Staaten im Februar 2026.
Unterschiedliche Wege für die Anzeigenschaltung
Der Zugang für Werbetreibende erfolgt in der ersten Phase über das interne OpenAI Ads Solutions Team sowie über spezialisierte Agentur- und Technologiepartner. Im Laufe des Sommers soll die selbstständige Buchung über einen eigenen Anzeigenmanager ermöglicht werden. Die Schaltung von Werbeinhalten beschränkt sich auf Nutzer der kostenfreien Varianten Free und Go. Die kostenpflichtigen Abonnement-Modelle Plus, Pro und Enterprise bleiben hingegen vollständig werbefrei.
Trennung von Anzeigeninhalten und KI-Antworten
OpenAI betont in der Mitteilung die Einhaltung interner Grundsätze für den Werbebereich. Unterhaltungen der Anwender blieben gegenüber Werbekunden privat und Kundendaten würden nicht verkauft. Werbeanzeigen werden im System klar gekennzeichnet und separat von den generierten Antworten dargestellt. Eine Beeinflussung der Ausgaben durch Werbekunden schließt das Unternehmen aus. Zudem verbleibe die Kontrolle über die Personalisierung von Anzeigen bei den Anwendern.
In den vergangenen sechs Monaten habe das Unternehmen die Werbeplattform technisch schrittweise ausgebaut. Neben den Abrechnungsmodellen nach Tausender-Kontakt-Preis und Klickpreis stehen Werkzeuge zur Optimierung von Conversions zur Verfügung. Ergänzend wurden Funktionen für geografisches Targettargetierung sowie für benutzerdefinierte Zielgruppen integriert. Zur Erfolgsmessung nutzt die Plattform eigene Pixel-Technologien, Schnittstellen für Conversions sowie Anbindungen an Drittanbieter.
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