Das Deutsche Weininstitut (DWI) initiiert im zweiten Quartal 2026 eine neue bundesweite Kommunikationskampagne. Ziel der Maßnahme ist es, das Image deutscher Weine zu stärken und den Absatz in einem wirtschaftlich angespannten Marktumfeld zu fördern. Unterstützt wird das Vorhaben durch zusätzliche Finanzmittel des Landes Rheinland-Pfalz sowie des Bundeslandwirtschaftsministeriums.
Finanzierung durch Bund, Land und Anbaugebiete
Wie die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Daniela Schmitt und das DWI am 17. Januar auf der Grünen Woche in Berlin bekannt gaben, beteiligen sich das Land Rheinland-Pfalz sowie die Anbaugebiete Rheinhessen, Pfalz und Mosel mit insgesamt einer Million Euro an der Kampagne. Bereits im vergangenen Jahr hatte das Bundeslandwirtschaftsministerium ebenfalls eine Unterstützung in Höhe von rund einer Million Euro zugesagt. Durch die Kombination dieser Mittel mit dem Eigenbudget des DWI sollen Synergieeffekte erzielt werden, um die Reichweite der Werbemaßnahmen signifikant zu erhöhen.
Strategie einer 360-Grad-Kampagne
Die Umsetzung erfolgt als sogenannte 360-Grad-Kampagne. Dieser ganzheitliche Marketingansatz zielt darauf ab, Endverbraucher über verschiedene Kanäle in ihren jeweiligen Konsum- und Lifestylemomenten anzusprechen. Die Planung sieht eine Verknüpfung von intensiver Kommunikation in sozialen Medien mit physischen Veranstaltungen sowie gezielten Aktionen am Point-of-Sale vor. Dabei fließen Erkenntnisse aus einer Testkampagne ein, die im Dezember 2025 im nordrhein-westfälischen Lebensmitteleinzel- und Weinfachhandel durchgeführt wurde.
Fokus auf Absatzförderung und Marktanteile
Für Weinbauministerin Daniela Schmitt stellt die Beteiligung einen wesentlichen Pfeiler der Absatzförderung dar, der im landeseigenen Weinbaupaket 2025+ verankert ist. Die Ministerin betonte, dass die Bündelung der finanziellen Mittel das Potenzial steigere, Marktanteile sowohl für die rheinland-pfälzischen als auch für alle anderen deutschen Weinerzeuger zurückzugewinnen. Melanie Broyé-Engelkes, Geschäftsführerin des DWI, erklärte hierzu, dass man durch die Kooperation Ressourcen bündele, um die Wirkung der Kommunikation deutlich zu steigern. Die Kampagne soll insbesondere Verbraucher außerhalb der klassischen Weinbaugebiete erreichen.













