Werberat beanstandet Altbier-Werbung als sexistisch

| Marketing Marketing

Der Werberat hat die umstrittene Werbung der Düsseldorfer Altbier-Brauerei «Füchschen» als sexistisch beanstandet und die Brauerei zum Handeln aufgefordert. Nachdem die Plakate Ende letzter Woche bereits regulär ausgetauscht worden waren, habe die Brauerei daraufhin auch alle Motive auf der Internetseite und in den Social Media-Kanälen gelöscht. «Der Werberat verzichtet daher auf eine öffentliche Rüge», so eine Sprecherin am Dienstag zur Deutschen Presse-Agentur.

Die kritisierten Plakate mit einer Comic-Füchsin auf einem Grillrost und dem Slogan «Medium rare oder richtig durch nehmen» hatten bereits mehrere Wochen in Düsseldorf gehangen, bis sie durch einen Brief von 15 Politikerinnen bundesweit Beachtung fanden. Der Werberat hatte sich nach mehreren Beschwerden eingeschaltet und die Brauerei um Stellungnahme gebeten.

«Der Werberat hat durchaus gesehen, dass die Füchschen-Figuren und freche Sprüche zur gewohnten Kommunikation der Brauerei gehören», so die Sprecherin: «Hier war aber die Grenze zur humorvollen Werbung überschritten.» Das Entscheidungsgremium des Werberats habe das Motiv, das Frauen als Sexualobjekt degradiere, als eindeutig sexistisch angesehen.

«Füchschen»-Chef Peter König hatte sich gegen die Kritik gewehrt. Da die umstrittenen Plakate seit vergangener Woche turnusmäßig ohnehin ausgetauscht werden, hatte er die Sache als erledigt angesehen. Allerdings, so der Werberat, sei das Motiv weiterhin unter anderem auf den Social Media-Kanälen des Unternehmens zu sehen gewesen. Die Brauerei habe auf Nachfrage aber auch dort alles gelöscht und sich «sehr kooperativ verhalten», so die Sprecherin: «Alles hat ein gutes Ende genommen.»

Zurück

Vielleicht auch interessant

Google erweitert die Vermarktung seiner KI-gestützten Suche. Mit neuen Werbeformaten innerhalb der KI-Antworten nennt der Konzern erstmals IHG Hotels & Resorts als Partner für den Reisebereich.

Falkensteiner führt einen neuen Members Club ein und ersetzt damit den bisherigen Spirit Club sowie den Direct Booking Club. Mitglieder sammeln künftig Punkte für Leistungen vor Ort. Bestehende Statuslevel werden in Punkte umgewandelt, für Bestandsmitglieder ist eine einmalige Neuregistrierung erforderlich.

Google beendet Ende September 2026 die automatische Nutzung von Drittanbieter-Preisen in Google Hotel Ads. Hotels benötigen künftig einen direkten Preisdaten-Feed, um weiterhin in den Hotelanzeigen der Suchmaschine erscheinen zu können - ansonsten droht Sichtbarkeit verloren zu gehen.

Booking Holdings bündelt das B2B-Geschäft von Booking.com, Agoda und Priceline in einer gemeinsamen Einheit. Die neue Organisation soll Reiseangebote für Geschäftspartner bereitstellen und wird von Agoda-Chef Omri Morgenshtern verantwortet.

Mit der neuen Dachmarke „Genuss Bayern“ bündelt die Bayerische Staatsregierung bestehende Initiativen rund um regionale Lebensmittel. Gleichzeitig soll der Tourismus durch nachhaltige Destinationsentwicklung und eine stärkere Vernetzung regionaler Wirtschaftszweige weiter ausgebaut werden.

Das Familienhotel EdeR FriDa in Maria Alm veranstaltet im September 2026 eine Themenwoche zur Astronomie. Gemeinsam mit Experten des Österreichischen Weltraum Forums lernen Kinder spielerisch wissenschaftliche Grundlagen kennen.

Yotel beginnt mit der Integration ausgewählter Hotels in das Hilton-Portfolio und stellt ab dem 15. Juli seinen eigenen Treueclub schrittweise ein. Der Großteil der Häuser soll den Wechsel voraussichtlich bis Anfang September abschließen.

Ibis begleitet die Tour de France sowie die Tour de France Femmes im Jahr 2026 zum dritten Mal als offizieller Partner. Neben der Bereitstellung von Unterkünften in Spanien, Frankreich und der Schweiz setzt das Unternehmen auf spezielle Fanzonen.

The Hoxton Hotels erweitern ihr Angebot in europäischen Häusern um ein Betreuungs- und Serviceprogramm für Kinder. Das Konzept beinhaltet unter anderem Vergünstigungen, kostenfreie Mahlzeiten sowie flexible Zimmerkombinationen.

Radisson führt eine softwaregestützte Funktion zum automatischen Preisabgleich auf der eigenen Buchungsplattform ein. Das System passt Tarife bei der Direktbuchung in Echtzeit an, sobald günstigere Angebote auf externen Reiseportalen vorliegen.