Jana Schimke wird neue Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA Bundesverbandes

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Die CDU-Politikerin Jana Schimke wird neue Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA Bundesverband). Der Wechsel in der Hauptgeschäftsführung findet zum 1. Januar 2026 statt. Schimke ist bereits ab 1. Oktober 2025 für den DEHOGA tätig. Sie folgt auf Ingrid Hartges, die zum 28. Februar 2026 in den Ruhestand tritt.

Jana Schimke, die von 2013 bis 2025 für die CDU im Bundestag saß, wird damit künftig an oberster Stelle die Interessen des Hotel- und Gastgewerbes vertreten. In ihrer Zeit als Abgeordnete war sie unter anderem Vorsitzende des Tourismus-Ausschusses. Die 45-Jährige, die aus Brandenburg stammt und als Vize-Chefin der Mittelstandsunion gilt, verfügt über weitreichende politische Kontakte. Ihr Mandat verlor sie bei der jüngsten Bundestagswahl. Das Präsidium des DEHOGA hat dem Personalwechsel bereits zugestimmt.

DEHOGA-Präsident Guido Zöllick erklärt: „Mit Jana Schimke gewinnen wir eine profilierte Nachfolgerin, die Politik und Wirt-schaft gleichermaßen kennt und bestens mit den Interessen des Gastgewerbes vertraut ist. Sie bringt die Erfahrung und Kraft mit, unsere Branche in einer heraus-fordernden Zeit sicher in die Zukunft zu führen. Wir freuen uns, eine der wichtigsten Führungspositionen des DEHOGA Bundesverbandes sehr zügig mit einer TOP-Nachfolgerin besetzen zu können. Zugleich verabschieden wir mit Ingrid Hartges eine Persönlichkeit von außergewöhnlicher Strahlkraft und Durchsetzungskraft, deren jahrzehntelanger Einsatz für Hotellerie und Gastronomie beispiellos ist und unseren höchsten Dank verdient.“

Herausforderungen für die Branche

Die neue Hauptgeschäftsführerin tritt ihr Amt in einer Zeit an, in der die Branche vor großen Herausforderungen steht. Eine aktuelle Umfrage des DEHOGA zeigt, dass 40 Prozent der Betriebe befürchten, im laufenden Jahr Verluste zu machen.

Ein von der neuen Regierung beschlossener erster Schritt zur Entlastung ist die geplante Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen. Ab dem 1. Januar 2026 soll der Steuersatz von 19 auf sieben Prozent reduziert werden.

Jana Schimke: Von der Politik an die Spitze des Gastgewerbes

Jana Schimke, die neue Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA, bringt eine umfangreiche politische und wirtschaftliche Expertise in ihre neue Rolle ein. Die Diplom-Politikwissenschaftlerin war von 2008 bis 2013 für die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) tätig, bevor sie in die Politik wechselte.

Von 2013 bis 2025 saß Schimke für die CDU im Bundestag. In dieser Zeit war sie unter anderem Vize-Chefin der Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) und leitete zuletzt als Vorsitzende den Tourismus-Ausschuss. Diese Position machte sie bestens mit den Interessen des Hotel- und Gastgewerbes vertraut.

Mit ihrer Erfahrung an der Schnittstelle von Politik und Wirtschaft ist Jana Schimke nun bestens für ihre Führungsrolle im DEHOGA gerüstet.

Ende einer Ära

Die Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA, Ingrid Hartges, verlässt den Verband nach über 36 Jahren und 20 Jahren als Hauptgeschäftsführerin. Bereits seit 1989 hat sie die Interessen des deutschen Hotel- und Gastgewerbes beim DEHOGA mit Nachdruck vertreten und maßgeblich die politische Debatte um die Branche geprägt.

Hartges gilt als eine der profiliertesten und erfahrensten Lobbyistinnen in der deutschen Wirtschaft. In ihrer langjährigen Tätigkeit war sie federführend an den Verhandlungen zu zahlreichen Gesetzesinitiativen und politischen Entscheidungen beteiligt. Ein zentraler Erfolg ihrer Amtszeit war die Einführung des reduzierten Mehrwertsteuersatzes auf Übernachtungen im Jahr 2009. Jetzt steht die Branche kurz vor der Senkung der Mehrwertsteuer auf sieben Prozent für Speisen.

Unter der Führung von Ingrid Hartges meisterte der Verband auch die Krisen der letzten Jahre, allen voran die Herausforderungen der Corona-Pandemie. Hartges forderte in dieser Zeit entschlossen staatliche Hilfen und Entschädigungen für die Betriebe und war eine der wichtigsten Ansprechpartnerinnen für Politik und Medien. Ihr unermüdlicher Einsatz hat ihr hohes Ansehen in der Branche und über die Parteigrenzen hinweg eingebracht. Mit dem Abschied von Ingrid Hartges geht eine Ära zu Ende.


 

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