Langjähriger Lindner-Küchenchef Jürgen Wagenblast geht in den Ruhestand

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„Ich erinnere mich noch genau an den 1. Januar 1986“, erzählt Otto Lindner, Vorstand der Lindner Hotels AG, „das war der Tag der Eröffnung des Parkhotels und zugleich der erste Arbeitstag von Jürgen Wagenblast. Zusammen mit meinem Vater und meinen Brüdern haben wir noch kurz vor der großen Eröffnung die letzten Stühle ins Restaurant geschleppt.“ Jürgen Wagenblast selbst hatte zuvor Urlaub in Oberstaufen gemacht. Dabei hatte es ihm so gut gefallen, dass er sich spontan im Parkhotel als Küchenchef beworben hatte. „Meine Frau und ich wurden sofort eingestellt und konnten so ins schöne Allgäu ziehen“, erinnert er sich strahlend. „Eine der besten Entscheidungen unseres Lebens.“ 

Am 30. September wird nun der letzte Arbeitstag von Jürgen Wagenblast als Küchenchef im Parkhotel sein und er wird nach fast 50 Jahren als Koch Schneebesen und Küchenmesser zur Seite legen. „So wie wir ihn kennen, ist damit aber noch lange nicht der Ofen aus“, berichtet ein langjähriger Kollege im Lindner Parkhotel. Denn Jürgen Wagenblast ist energiegeladen wie je und nimmt immer noch gerne zwei Treppenstufen auf einmal, strahlt zugleich eine Ruhe aus und hat mit seiner besonnenen Art schon mehr als 40 Auszubildenden die Liebe zum und Kunst des Kochens beigebracht. Nun möchte der 63-jährige als Rafting- und Mountainbike-Guide Urlauber und Allgäuer die Natur rund um Oberstaufen erleben lassen.

Schrothkur-Diät, LOGI-Ernährung, Trennkost, Kräutermenü – ständig entwickelte er neue Kreationen, bei denen er aber nie die klassische Allgäuer Küche aus den Augen ließ. So freuen sich die Lindner-Gäste über Wildsalat aus dem hoteleigenen Kräutergarten und Albsee-Zander genauso wie über Filetsteak vom Allgäuer Hochalpenrind unter einer Bergkräuter-Kruste. Als passionierter Angler hat Jürgen Wagenblast regelmäßig selbst geangelten Fisch auf die Karte genommen und sein persönliches Leibgericht ist ganz typisch: Die Allgäuer Käsespätzle. Die schmecken nur echt mit Allgäuer Bergkäse und traditionell serviert in der Holzschüssel, findet er. 

„Ich kann unserem Wagi gar nicht genug danken für die vielen Jahre der wunderbaren Zusammenarbeit. Selbst jedes Weihnachten war er für das Parkhotel und unsere Gäste da und hat an Silvester unser Feuerwerk gemanagt. Dabei hat er uns alle nicht nur mit seiner Kochkunst bereichert, sondern vor allem mit seiner humorvollen, energiegeladenen Art“, berichtet der Hotelmanager Eberhard Müller wehmütig. „Wir freuen uns mit ihm über seinen neuen Lebensabschnitt und ich bin mir sicher, ihm immer mal wieder über den Weg zu laufen, wenn er beim Rafting und Mountainbiking die Gegend unsicher macht“, ergänzt er schmunzelt und wünscht: „Pfiat di, Wagi!“


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