In der Küchenleitung des Traditionsunternehmens Kronenhalle findet ein personeller Wechsel statt. Wie der Betrieb und das Branchenmagazin GaultMillau berichten, wurde der langjährige Mitarbeiter Rino Ricci zum neuen Küchenchef ernannt. Er tritt die Nachfolge von Peter Schärer an, der das Haus nach insgesamt 35 Jahren verlässt. Schärer war seit dem Jahr 2002 in der Position des Chef de Cuisine tätig, nachdem er seine Laufbahn im Unternehmen ursprünglich als Chef Poissonnier begonnen hatte. Laut Angaben der Kronenhalle war die Stabübergabe bereits seit längerer Zeit geplant, die offizielle Bekanntgabe erfolgte jedoch erst nach der Ehrung Schärers mit dem Mérite Culinaire Suisse in dieser Woche.
Kontinuität durch langjährigen Nachfolger
Der neue Küchenchef Rino Ricci ist bereits seit 26 Jahren Teil der Küchenbrigade der Kronenhalle. Der 1977 in Apulien geborene Koch trat im Jahr 2000 als Commis de Cuisine in den Betrieb ein. Nach Stationen als Chef de Partie ab 2006 und Sous Chef ab 2011 wurde er im Jahr 2022 zum stellvertretenden Küchenleiter ernannt. Ricci absolvierte seine gastgewerbliche Ausbildung in Italien und schloss diese 1998 mit einem Diplom ab, bevor er nach einem ersten Engagement in der Schweiz zur Kronenhalle stieß. Das Restaurant betont, dass Ricci die bekannte Brasserie-Küche weiterführen und die Klassiker des Hauses durch Einflüsse der französischen und italienischen Küche ergänzen wird.
Würdigung einer Ära und Blick auf die Führungskultur
Die Ernennung Riccis zum Küchenchef fällt zeitlich mit der Verleihung des Mérite Culinaire Suisse an Peter Schärer zusammen. Diese Auszeichnung wurde ihm laut Quellenangaben durch Bundesrat Guy Parmelin für seine Verdienste als Küchenleiter und Ausbilder überreicht. Der Preis wird seit 2018 jährlich von einer unabhängigen Fachjury an vier Köche sowie zwei Konditoren-Confiseure vergeben. Schärer erlangte zudem durch die Dokumentationsserie des Schweizer Radio und Fernsehens unter dem Titel Inside Kronenhalle Bekanntheit, die zum 100-jährigen Jubiläum des Betriebs im Jahr 2024 ausgestrahlt wurde. Sein dort gezeigter direkter Führungsstil wurde in der Öffentlichkeit zum Teil kritisiert, jedoch auch als Ausdruck einer in Spitzenküchen üblichen Führungskultur wahrgenommen. Schärer wird bis zum Erreichen seines Pensionsalters aufgelaufene Ferien- und Freitage beziehen, dem Haus aber bei Bedarf weiterhin zur Verfügung stehen.












