Die neue Nationale Tourismusstrategie ist beschlossen. Mit dem Ziel, den Tourismusstandort Deutschland nachhaltig zu stärken, setzt die Bundesregierung auf eine Kombination aus Bürokratieabbau, steuerlichen Erleichterungen und einer Flexibilisierung des Arbeitsmarktes.
Der Landtag von Baden-Württemberg hat den Weg für die Rückerstattung von Corona-Soforthilfen frei gemacht. Wer vor dem 8. April 2020 Anträge stellte und bereits Geld zurückgezahlt hat, erhält dieses nun inklusive Zinsen zurück – allerdings erst nach einem noch einzurichtenden Antragsverfahren.
Mit Anwälten und Abmahnungen kämpfen die Oktoberfestwirte gegen den illegalen Weiterverkauf von Tischreservierungen. Nachdem erste Urteile gegen horrende Preise gefallen sind, warnen Stadt und Wirte nun gemeinsam: Gültig sind nur Original-Reservierungen.
Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) will das Verbot der Bettensteuer durch den Freistaat Bayern vor dem Bundesverfassungsgericht prüfen lassen. Zuerst muss aber noch der Stadtrat zustimmen.
Seit gestern gibt es einen neuen Chef-Gewerkschafter. Reiner Hoffmann wurde auf dem DGB-Bundeskongress mit 93 Prozent der Stimmen, allerdings auch ohne Gegenkandidaten, zum neuen Vorsitzenden gewählt. Michael Sommer hatte sich nach zwölf Jahren an der Spitze nicht mehr zur Wahl gestellt. Von nun an wird also der 58-jährige Hoffmann die Interessen der gut 6,1 Millionen DGB-Mitglieder vertreten.
Im Ringen um die eigene Reputation serviert Burger King derzeit viele neue Überschriften. Nun sind es die laufenden Gerichtsverfahren gegen eigene Mitarbeiter, die einer schnellen Genesung offenbar im Wege stehen. Ihr Ziel sei es, für einen Großteil der Fälle eine schnelle, einvernehmliche Lösung innerhalb der nächsten sechs Wochen zu finden, so das Unternehmen. Zudem werde sich Burger King auch mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) sowie auf der Arbeitgeberseite mit dem Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) zusammensetzen.
Nach wochenlangen Verhandlungen ist es dem DEHOGA doch noch gelungen, mit der GEMA einen Sondertarif für die Wiedergabe von Fernsehsendungen anlässlich der Fußball-WM 2014 zu vereinbaren. Der Verband hat dazu das Merkblatt „Fußball WM 2014 – Fakten und Konditionen zur TV-Übertragung im Gastgewerbe“ veröffentlicht.
„Schlechte Stimmung in den Betrieben“, „unglaublich frauenfeindlich“, „Fachkräftemangel vor allem hausgemacht“, „Schwarzarbeit gilt als völlig normal“, die Vorsitzende der Gewerkschaft NGG offenbart in einem Interview in der Rheinischen Post zum Tag der Arbeit ihre Sicht auf das Gastgewerbe. Budget- und Economy mag die NGG-Lobbyistin auch nicht wirklich, die Billig-Hotels würden in der Branche die Preise kaputt machen, es gäbe dort gar keinen Service und das Geschäftsmodel ginge zu Lasten der Beschäftigten.
Seit einem Jahr gilt in Nordrhein-Westfalen das absolute Rauchverbot – und bei vielen Gastronomen sorgt gerade das noch immer für dicke Luft. Laut Dehoga-NRW wirke das Verbot wie ein Brandbeschleuniger für das Kneipensterben, so der Verband auf seiner Pressekonferenz. Dem hielt jedoch der Fraktionschef der Grünen entgegen, dass das Kneipensterben nicht auf die Rauchverbote, sondern auf die veränderten Lebens- und Konsumgewohnheiten der Kunden zurückzuführen sei. So sah das auch ein Redakteur der Neuen Westfälischen, der in seinem bissigen Blog die "heiße Luft der Verbände" beschrieb.
Achtung Fremdschäm-Alarm: Die IHK-Potsdam reiht sich mit einem Musikvideo nahtlos ein in den Reigen der peinlichen Ausbildungsfilme, die direkt an der Zielgruppe vorbeischießen. Dabei kann man dem Machwerk, mit dem für die Berufe im Gastgewerbe geworben werden soll, eines nicht absprechen: Der Spaß ist echt aufwendig produziert. Wer mitsingen möchte, hier der Refrain: "HO, so einen Job, das hättest du gerne? – GA, komm zum Hotel und Gaststättengewerbe!" - lustig, oder?
Der Mindestlohn naht mit großen Schritten, doch viele Experten sehen noch immer Schwierigkeiten: Die Altersgrenze wird als zu niedrig erachtet, die Langzeitarbeitslosen könnten nach sechs Monaten gegen andere Langzeitarbeitslose eingetauscht werden. Die regionalen Unterschiede könnten vor allem im Osten des Landes zu Jobverlusten führen. Die Anpassung der Höhe des Mindestlohns sollte von unabhängigen Experten bewertet und das gesamte Projekt früher als 2020 überprüft werden.
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat ein Teilzeitmodell für Eltern vorgeschlagen. Wie der Vorsitzende Eric Schweitzer der Frankfurter Allgemeinen verriet, müssten wir von Modellen wegkommen, bei denen der eine Partner Vollzeit arbeite und der andere Teilzeit mit weniger Stunden. Wenn man es sinnvoll organisiere, dann könne der eine auf 35 Stunden reduzieren und der andere auf 35 Stunden aufstocken.